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Übernachttörn nach Warnemünde

Mitternachtsträume

“Heute kommst Du aber mit! Der Spaziergang is soooooo schöööön.“ Da kann ich natürlich nicht nein sagen. Außerdem scheint die Sonne, der Himmel ist mal wieder wie im Bilderbuch. Das Wetter hier oben ändert sich wirklich fast so schnell wie in Patagonien. Nun ja. Nicht ganz. Ich also in meine Laufschuhe rein, Sonnenbrille auf und Kamera am Gürtel. So soll es sein. Der Strand, die Steilwände, der Wald – Brillianter kann es eigentlich nicht sein. Die Ostseeküste. Hat ja nun wirklich was. Gut 10 km geht die Wanderung und am Ende landen wir wo? In der Sauna von Hasle. Meine Crew ist ganz wild auf die Sauna. „Trinken wir eine Flasche Wein zum Abendessen?“ „Nein. Heute nicht!“ Das Wetterfenster ist da um nach Warnemünde aufzubrechen. Die Regel hier ist: Meist weht es aus Westen und heute Abend soll es für etwa 12 Stunden aus SE auffrischen. Das wollen wir für die 100 Meilen nach Warnemünde nutzen. Ich koche selbst und es gibt einen niederrheinischen Schweinegulasch mit Petersilienkartoffeln. So wie ich es von meiner Mama Anneliese gelernt habe. Gott sei mit ihr. Ich schaue in den Himmel. Anneliese. Bist Du da? Kriegst Du alles mit? Gutes Essen ist Grundlage für den Nachttörn. Nachttörn. Die Augen meiner Mitsegler blitzen auf. Nachttörn, das hat noch keiner gemacht. Ich erinnere mich selber an meinen ersten Nachttörn auf dem Mittelmeer, irgendwann als ich noch ganz jung war, mit best friend Guido, Bärbel und Nathalie auf einer durchgesegelten Sun Odyssey 50, gechartert in Athen. Mein Gott war ich damals aufgeregt. Ähnlich muss es jetzt für das Team David sein. Nachts über das weite Meer segeln. Um 21 Uhr, die Sonne neigt sich dem Horizont zu: Briefing. „Keiner verlässt das Cockpit, wenn nicht sein Body auch da ist um auf dem Vordeck was zu machen. Im Cockpit seid ihr nachts immer angeleint. Man weiß nie.“ Auch ich, der Skipper, muss ja mal schlafen. Und dann passieren meist die dummen Sachen. Eine Segellatte unter dem Running Backstay, die sich verklemmt und die Segellattentasche ausreißt zum Beispiel.“ Alles schon passiert: „Wenn ihr das Groß ein oder ausrefft, weckt ihr mich. OK?“ Ich weiß schon, dass ich heute Nacht nicht viel schlafen werde. „Wir machen drei Wachen. Martin mit mir. Magrit mit David. Thomas mit Stefanie.“ Die erste Wache ab neun für drei Stunden. Eine leichte Brise schiebt uns MARLIN sanft über das Meer. Zweites Reff im Groß, die Genua steht am tiefblauen Dämmerungshimmel. Das Licht am Himmel verschwindet nicht. Die Mitsommernacht, die längste Nacht am 23. Juni ist gar nicht so weit weg. „Verdammt. Es könnt doch etwas wärmer sein“, geht mir durch den Kopf. Die Wärme der Tropen fehlt mir in diesem Segel-Scenario. Um 12 Uhr falle ich für ein paar Stunden in die Koje. Alles gut. Leuchtende Augen von Thomas und Stefanie verabschieden mich. „Alles im Griff?“ „Klar Skipper.“ „Alles im Griff.“

Für den nächsten Schlag ab dem 12. Juni ist übrigens jetzt nur noch ein Platz frei. Von Warnemünde geht es über Gotland nach Stockholm. Alles klar. Kurzentschlossene melden sich einfach telefonisch bei mir: +49 157 51147894


Du willst auch mal mit? www.marlin-expeditions.com


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  • 23:59:00
  • 05.06.2017
  • 54°07.0000'N, 14°06.0000’E
  • 270°/ 6kn
  • Baltic Sea / Dänemark
  • Warnemünde
  • 11,0°C
  • 10-15kn/SE
  • 1

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