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Chilewetter

Und Clubleben

Die angesagte Regenfront setzt irgendwann in der Nacht ein und begleitet uns den ganzen Tag. Wir hängen ein bisschen in den Seilen, denn es ist wie immer ein seltsames Gefühl, einen Hafen erreicht zu haben und zu wissen, dass dieser in den nächsten Wochen unser zu Hause sein wird. Ende November sind wir in Piriapolis aufgebrochen und haben nie länger als vielleicht 10 Tage an einem Ort haltgemacht und jetzt sind wir hier. Im Club liegen derzeit ca. 70 Boote, an Land oder im Wasser, vielleicht 30 davon sind Fahrtenyachten, doch die Eigner sind zum größten Teil unterwegs. In der Heimat oder unterwegs über den südamerikanischen Kontinent, in den Norden, wo der Regen weniger und die Temperaturen höher sind. Wie der Zufall es so will, laufen wir als erstes Hans und Eva über den Weg. Echte Fahrtensegler, seit über zehn Jahren mit verschiedenen Booten unterwegs, mittlerweile mit zwei Kindern, die jedoch ein paar Kilometer landeinwärts gerade eine Schule besuchen. Aus der entgegengesetzten Richtung sind sie gekommen, über den Panamakanal, Galapagos, Osterinseln und nun auf dem Weg Richtung Feuerland. Eine deutsche Familie mit Kindern, was für ein Zufall.

Es regnet weiter. Ich nutze das Wetter für einen intensiven Schulmorgen, Micha stellt sich beim Manager vor und verhandelt persönlich und ohne Sekretärin einen attraktiven Preis, um die Lady hier für die Zeit unseres Deutschlandsaufenthaltes liegenzulassen. Das kann er gut und hat Erfolg. Wir sind zufrieden, denn eigentlich gibt es hier alles, was wir brauchen. Duschen, Waschmaschinen mit Trockner und ein gemütliches Clubhaus. Hier prasselt brennendes Feuer im Ofen, in der Ecke steht ein Billiardtisch, genau das richtige für die regnerischen, dunklen Winternachmittage im Süden von Chile. Langsam, sehr langsam, lässt die Anspannung nach. Das schwarze Loch, die ungefüllte Leere nach einer langen Reise verflüchtigt sich und macht Raum für Pläne.

Zurück an Bord beginnen wir mit der Arbeit, die vor unserem Deutschlandbesuch ansteht. Aufräumen, Putzen, Schimmelbekämpfung. Alle Schränke und Backskisten müssen ausgeräumt, geputzt und mit heißem Essigwasser ausgewischt werden. Vorräte müssen aus den feuchtesten Tiefen der Bilge umgeschichtet werden, sortiert werden, auf Haltbarkeitsdaten geprüft werden. Die wichtigste Anschaffung der nächsten Tage ist ein elektrischer Heizlüfter, der nach und nach, vom Vorschiff bis zum Kinderzimmer alle Räume austrockenen soll. Ein Haufen Arbeit liegt vor uns. Wärmer ist es geworden, das merken wir an den Lebensmitteln, offene H-Milch hält sich nur noch knapp zwei Tage ohne Kühlschrank, die Kühlschrankbilge des Südens, die bei 6° Wassertemperatur, alle Lebensmittel perfekt konserviert hat, taugt auch nur noch für Kartoffeln und Zwiebeln.

Am Nachmittag hat es sich ausgeregnet, dichter Nebel liegt stattdessen über dem Kanal, durchbrochen von den Lichtern der Schweißarbeiten, die auf der benachbarten Fischereiwerft durchgeführt werden. 15 Busminuten entfernt wartet die Großstadt Puerto Montt auf uns, eilig haben wir es mit der Erkundung eigentlich nicht, stünde nicht die Besorgung des besagten Heizlüfters an .






  • 21:11:00
  • 15.05.2012
  • 41°30.0000'S, 072°59.2800W
  • Mouring
  • Club Nautico Reloncavi / Puerto Montt / Chile
  • Valdivia / Chile
  • 09°/ 1012 hpa
  • 15kn, N
  • 0m

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