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Bordgeflüster

Ein Tag im Club de Yates Micalvi

Ob es an den beiden Fußbädern im kalten Wasser in den letzten drei Tagen lag, oder an den neuen Zähnen, die die alten zum Wackeln bringen, wissen wir nicht, aber Fakt ist, dass nachts um drei eine glühende, schlotternde Maya zu uns in die Koje gekrabbelt kommt. Eine lebende Wärmflasche im Bett. Die Arme. Heute Morgen ist es nicht viel besser und so nutzen wir die natürlich gegebene Auszeit für einen arbeitsreichen Bordtag. Die Sonne scheint, schon wieder, fast unglaublich für diese Ecke der Erde, aber Berge, Täler und Städtchen müssen heute ohne uns auskommen. Während Maya, wie es so ihre Art ist, ihr Fieber weg schläft, kümmern wir uns um Fotoordner, Fotoauswahl und noch so manch andere ungeliebte Aufgabe.

Währenddessen ist mal wieder Schichtwechsel im Yachtclub, die Charterboote, die ihre Gäste wahlweise zum Horn oder zu den Gletschern bringen, müssen nach Puerto Williams um einzuklarieren, auszuklarieren oder das Cruising Permit zu beantragen. Es gibt viele Boote, die ihr Geld mit der Route verdienen, und so herrscht hier ein ständiges Kommen und Gehen. An der MICALVI, haben an Steuerbord drei, an Backbord zwei Schiffe Platz, wer danach kommt, wandert ins Päckchen. Drei, vier, bis zu sechs Yachten liegen so bunt gewürfelt nebeneinander und Leben kommt dann in die Bude, wenn die erste Yacht auslaufen will. Viel Platz zum Manövrieren ist nicht vorhanden, ganze Schiffspakete werden zusammen einige Meter verholt, um die auslaufende Yacht aus ihrem Verbund zu entlassen. Wir haben Glück und liegen als dritte Yacht an der MICALVI, Yacht Nummer eins wird gerade repariert, Yacht Nummer zwei ist die KLEINER BAER, die eh mit uns auslaufen wird. Wer an uns hängt, kann ohne unsere Hilfe von dannen ziehen. Trotzdem ist es ein komisches Gefühl, wieder auf so engem Raum zusammenzuliegen. Im Geiste schmieden wir schon Pläne für die Weiterfahrt. Dienstag vielleicht, oder Mittwoch?

Wir haben nämlich noch eine Verabredung hier, wie so viele, mit dem Kap Horn. Das Wichtigste an der Verabredung ist gutes Timing. Natürlich zu allererst aufgrund des Wetters, denn mit einem richtig guten Wetterfenster (Da ist es wieder, das geliebte Wort) könnte es uns vielleicht sogar gelingen, an Land zu gehen. Der zweite Punkt betrifft die Kreuzfahrtschiffe, denn welcher Segler, der über 25.000 Seemeilen im Kielwasser hat, bevor er diesen magischen Punkt der Seefahrt erreicht, möchte den Felsen schon gerne mit 150 Kreuzfahrttouristen in Ballonseide teilen?




  • 21:00:00
  • 29.01.2012
  • 54°56.1185S, 067°37.1254W
  • -°/-kn
  • Puerto Williams / Chile
  • Cabo Horno / Chile
  • 16°/990hpa
  • 2-10kn/NE
  • -m

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