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Das KSA Syndrom

10:23 Das KSA ist eine mir bis dahin unbekannte Krankheit. Obwohl ich viele, viele Buecher von und ueber Weltumsegler gelesen habe ist mir die Gefahr dieses Syndroms vor Antritt zu dieser Weltumsegelung nicht so bewusst geworden.

KSA steht fuer Kennenlernen, Spass haben und Abschiednehmen. Die Auswirkungen sieht man in vielen Haefen, ab Breitengrad Porto Santo, gelegentlich auch noerdlicher. Segelschiffe, die eigentlich Langfahrt machen wollten, deren Skipper und Skipperinnen allerdings nicht geschafft haben Abschied zu nehmen. Menschen, die Freunde, neue Aufgaben und vor allen Dingen ein besseres Klima zur Verwirklichung ihrer Vorstellungen gefunden haben.

Das beste Mittel gegen dieses Syndrom ist es sein Schiff immer abfahrbereit und fuer sich selbst hochgradig attraktiv zu halten, technische Unzulaenglichkeiten schnellst moeglichst abzustellen, sein Schiff zu bewohnen, keine Arbeit annehmen und im Falle grosser Gefahr schnell den Anker zu lichten und wech.

Besonders gefaehrdet sind Einhandfahrtensegler. Natuerlich kann man es so machen wie Erdmann und einfach nirgendwo anlegen, oder sich auf seinem Schiff verbarrikadieren. Aber ich finde gerade der Reiz liegt im Erreichen eines neuen Hafens(nicht gerade Cuxhaven). Der Menschen dort, der anderen Ansichten, Gewohnheiten und Kultur.

Szenenwechsel. KSA hat sich bei mir zwar schon bemerkbar gemacht, doch ich bin anscheinend unheilbar am Seefieber erkrankt. Seefieber ist staerker. Gerade der gestrige Hoch am Wind Schlag hat wieder einen akuten Rueckfall verursacht. Der Wind pfeift durchs Rigg und wuerde ich nicht Natale so sehr lieben, warten, dass sie endlich im Juni auf die Lady kommt, waeren die Leinen schon wieder los und ich auf dem Weg zu den Kapverdischen Inseln vor Afrika. Wenn das Woertchen wenn nicht waere…

Seefieber ist unheilbar. Vor allen Dingen mit Segelbooten und wenn man Mutter Natur Glauben schenkt, dass sie eh staerker ist und zumindest als Normalsegler ueberdurchschnittliche Starkwinde und Gefahrensituationen meidet wie die Pest.

Aber im Moment ist alles gaaaaanz anders. Buerotag. Mails beantworten, schreiben, Muedigkeitsfehler aus dem Logbuch korrigieren, an den Fuessen kraulen und Tee trinken. Es ist schweineschlechtes Wetter hier in Las Palmas. Es regnet. Sogar der Weg zum Hafenbuero ist mir zu weit. Shot dicht kann ich da nur sagen. Was ist heute eigentlich fuer ein Wochentag? Ich habe noch Kichererbsensuppe, Schinken fuer einen Tag und Tee ohne Grenzen. Also verkrieche ich mich mit meinem Notebook in die Koje.




  • 10:23
  • 25.01.2001
  • 28°07.71'N, 015°25.61'W
  • Las Palmas
  • La Gomera
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