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Ein Loch ist im Eimer

Eine Folge von kleinen Unfällen

Ich versuche aus meinen Fehler als Skipper zu lernen. Diplomatie geht ja schon, solange der Spaßfaktor noch über befriedigend ist. Meine neuen Gäste gewöhnen sich eine Nacht an die MARLIN. Kurz und knappe Sicherheitseinweisung. Der Rest unterwegs. „Könnt ihr euch eh alles nicht merken.“ Alle sind aufgeregt, als wir am nächsten Tag die Ankerkette langsam um den Korallenstock entwickeln, um den sie sich in den letzten Tagen rumgewickelt hat. Irgendwann ist das gute Stück gerettet und die neue Crew 16 hat schon mal ausgiebig den Gebrauch der Ankerwinsch üben können. „Hermano!“ von der Coast Guard war auch schon da, um zu sehen ob wir Cubanitas (Cubanerinnen) illegal ausführen. Tun wir natürlich nicht. Es hat noch nie einer in unseren Achterlocker geschaut. Komisch. Nicht? Da würden locker fünf reinpassen. Wenn die jeder 10.000 CUC bezahlen würden, wäre das doch mal ein guter Kojencharter bis Mexiko. Aber welcher Cubaner hat schon 10.000 CUC? “Wassereinbruch im Motorenraum!“ Die Motorenraumklappe war an einer Winschkurbel gesichert und nicht an der Winsch, ich habe es nicht gesehen, Ulli ist hängengeblieben und die Winschkurbel genau auf das Entlüftungsventil der Propellerwelle, das ist korrodiert und bricht ab. Ob es nun die Winschkurbel war oder Michis Fuß ist mir vollkommen egal. Ein fingerdicker Salzwasserstrahl bewässert den Motorraum. Na prima. Michi steckt den Finger rein. „O.K. Ich besorge Dir eine Holzpropfen.“ Diese Dinger, von denen man immer meint, man wird sie nie brauchen. Zwei Stück liegen in der orangen Kiste, in der immer alles liegt, was man schnell braucht. „Zu dick!“ Ein weiterer Strahl Wasser spritzt in hohem Bogen in den Motorenraum. „Ich mach ihn dünner. Wie dick ist das Loch?“ „Da. Hier ist der Kugelhahn. Siehste dann.“ Mit einem beherzten Hammerschlag auf des Stopfen ist das Leck Minuten später dicht. Ich bin total froh, dass es heute abgebrochen passiert ist und nicht irgendwann, wenn die MARLIN einsam an einem Ankerplatz liegt, der Motorraum und der Rest des Schiffes langsam doch zuläuft und ich einen Anruf bekomme, wenn der Name am Rumpf nicht mehr zu lesen ist. Hätte, hätte, Ankerkette. Der Hahn hatte noch nie eine Funktion, die Entlüftung der Wellenkühlung kann man mit einem Fingerdruck an der Wellendichtung machen. Also kommt da bei Gelegenheit ein Blindstopfen rein. Nur das Gewinde müssen wir freilegen und natürlich die Wasserzufuhr an der Welle zum Arbeiten abdichten. Aber da wird uns schon was einfallen. Das Wetter sagt Südwind an. Ist natürlich zum Teil eine Wunschvorstellung. Aber wir sind schon weit hinter dem Kap Antonio, der westlichen Spitze Kubas, haben den Golfstrom gefunden, der uns mit zwei Knoten Richtung Havanna bringt. Ich teile die Nachtwache ein. Keine Beschwerden. Ich verbringe die Nacht im Pilothaus, alle haben Zugriff auf mich und am Morgen sind wir schon 80 Meilen an Havanna dran. Ein Cayo wollen wir noch besuchen. Das Cayo Paraiso. Hier war Hemmingway so gerne und hat Mojito geschlürft. Die Langusten müssen auch langsam gegessen werden. Also alles gut.

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  • 21:33:00
  • 16.05.2016
  • 22°37.1234'N, 084°21.6789’W
  • 30°/ 7kn
  • Gulf of Mexico / Cuba
  • Havanna / Cuba
  • 30°C
  • 10kn / SE
  • 1,0m

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