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Lena und die Zahlen

Ein typisch deutscher Samstag

Die erste komplette Woche nach den großen Ferien ist überstanden. Während Maya Schulbücher mit dem Übertritt in die dritte Klasse einen gewaltigen Sprung gemacht haben, was das Pensum angeht, versuche ich Lena beizubringen, dass entspanntes Fahrtenseglerkinderleben in der Mathematik nicht immer angebracht ist. Eine 7 ist eben nur dann eine echte 7, wenn sie sich an die Regeln hält. Kopfstand, am Großfall baumeln, spiegelverkehrt auf der Reling tanzen, oder mit den Füßen auf dem Kopfkissen liegen, das macht keine 7 im Matheheft. Warum eigentlich nicht? Vermutlich noch am ehesten, weil die Erwachsenen es dann nicht lesen können, was mich an die Schlange und den Elefanten aus dem Kleinen Prinzen erinnert. Auf der Tafel sind sie nun alle zu finden, die Zahlen, in allen Lebenslagen. Auch überstanden haben wir Freitag, den 13. Wer uns kennt, weiß, dass unser Kapitän in seemännischer Tradition abergläubisch ist und an einem solchen Tag am liebsten die Decke über den Kopf zieht. Durch ein Wunder ist trotzdem mal wieder nichts passiert, wahrscheinlich wegen der Decke. Heute aber ist Samstag und wir durften wieder das Boot verlassen, alle zusammen. Wocheneinkauf im holländischen Supermarkt. Pünktlich wie die Deutschen finden wir uns um 11:10 wieder am Busparkplatz ein, doch der kostenfreie Shuttle Bus ist schon weg, müssen die Nachwehen von gestern, dem 13. sein. 30 Minuten stehen wir in der Sonne, die Butter schmilzt, der Käse schwitzt und aus der Ritter Sport wird heiße Schokolade. Am Abend, während eines filmreifen Sonnenunterganges, geht die Coast Guard längsseits. Bei Ostwind ohne Südkomponente ragt das Heck der Marlin zwei Meter weit ins Fahrwasser. Das geht natürlich nicht. Wegen der Sicherheit. Ist klar. Mit freundlichem Lächeln verspreche ich, ein paar Meter Kette reinzuholen, das sollte reichen. Heute Nacht und morgen sind ordentlich Wind angesagt, da wollen wir nicht kurz vorm Dunkeln noch verlegen. Ein eingegrabener Anker ist doch die beste Versicherung. Mit Vollgas dampfen die Jungs wieder ab, nicht ohne ihre Heckwelle mitten in unser Dinghi platschen zu lassen. Wegen der Sicherheit wahrscheinlich. Auf unserem Blog bei der YACHT gibt es eine neue Zusammenfassung der Zeit auf Blanchilla und eine schöne Bilderstrecke. Clickst Du hier!



  • 18:52
  • 14.09.2013
  • 12°04.7840'N, 68°51.7830’W
  • -
  • Curacao
  • Bonaire
  • 30°
  • SE8

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