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Out of Internet Range

Angeschlagen

Es werden wieder bessere Zeiten kommen. Oder andere Zeiten? Wer weiß das schon. Ich möchte ein optimistischer Mensch sein. Dazu gebe ich mir alle Mühe. Klappt nicht so ganz. Kaum haben wir den Anker gehoben, um Spanish Waters in Richtung Klein Curacao zu verlassen haben wir eine kurze, aber deutliche Grundberührung. Aua. Das tut weh. Das war ein halber Meter zu nah an der Landspitze. Auf offener See hissen wir das Großsegel und die Genua. Die Segel waren auch schon mal in einer besseren Verfassung. So geht es weiter und weiter. Wie war das mit dem Optimist? Die MARLIN ist genau so angeschlagen, wie ich, Skipper Micha. Eine schwere Zeit liegt hinter uns und es wird lange dauern, bis die Wunden wieder verheilt sind. Aber beide haben es überlebt und schwimmen. Klein Curacao erreichen wir unter Motor. Unglaublich, aber wahr: Es ist kein Wind. Für die erste Nacht an der Mouring müssen wir diese erst mal notdürftig reparieren, denn die Kette ist inzwischen verrostet. He iko glänzt mit Aktionismus. Gut gemacht Heiko. Zum Sonnenuntergang liegen wir auf Legerwall. Westwind. Gott fängt an Wasser aus Kübeln über unser Schiff zu schütten. Luken zu. Im Inneren wird es unerträglich heiß. Willkommen im Paradies. Südwind, die MARLIN rollt. Dann klart es auf, der Wind dreht langsam aber sicher, wieder in seine gesetzliche Richtung aus Ost. Karibisches Türkis übernimmt die Stimmungsmache des Tages.

Mein Magen und Darmtrakt funktioniert wieder normal. Unser neuer Mitsegler Michael hat Seebeine bekommen. Wir sind im Paradies. Die Menge der Tagestouristen ist begrenzt. Wie gewohnt verlassen diese am frühen Nachmittag mit Glockenschlag und Dampferhorn die Insel, so schnell, wie sie am Morgen mit der MERMAID gekommen sind. Da liegen wir allein vor dieser verwunschenen Insel, 12 Meilen vor den Toren Curacaos. Alle paar Stunden schwappt ein bisschen Internet über den 3G Äther und einzelne What’s App Nachrichten erinnern uns daran, dass das normale Leben seinen weiteren Lauf nimmt. Die Lunatronic Mail Software UUPlus glänzt mit ihren Möglichkeiten eMails über solche Schmalbandbreiten Connections zu schicken. Internet gibt es nicht wirklich. Den Provider zu wechseln hat auch nicht wirklich eine Verbesserung bewirkt. Das Signal ist einfach zu schwach. Das fehlende Internet zu geniessen, ist eine Challenge. Ein bisschen wie Drogenentzug. Eigentlich genau ein Projekt an dem ich mein Gehirn trainieren könnte. Wahrscheinlich würde ein neues, erfolgreiches Lunatronic Produkt entstehen. Ich bin hin- und hergerissen. Ehrlich gesagt, gibt es viel Wichtigeres auf der MARLIN zu tun, als den lieben langen Tag vorm Rechner zu sitzen und zwischen What’s App, Mail und Chrome zu wechseln.

Das Klein Curacao Motto definiere ich jetzt klar und deutlich: Am Tag wird am Schiff gearbeitet. Ist Wind und die Touristen sind weg, wird gekitet. Ist die Sonne weg, wird gekocht und dann ist Bildschirmzeit. Logbuchbericht raus, Klappe zu und los geht es.


Mitsegeln auf der MARLIN.

Leben unter Segeln - Das etwas andere Konzept.
Sportlicher Segeltörn mitten durch die Karibische See
Endlich wieder Segelurlaub!

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  • 12:15:00
  • 01.09.2020
  • 11°59.2276’N, 068°38.7900’W
  • -°/ -kn
  • Klein Curacao
  • British Virgin Islands
  • 31°C
  • E 15kn
  • 0,0m

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