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Landfall in Horta

MARLIN @ Anchor

Ich bin’s der Micha. So. Nach der ersten Nacht kann ich auch die Tasten mal wieder bedienen. Gestern kurz vor Schluss sind wir hier eingelaufen. Der Hafenmeister war unfreundlich. Das kann ich auch. So kennt man mich ;-) Einklarieren in der Heimat. Das ist ja was. „Wie, ihr wollt vor Anker liegen. Das geht nur, wenn die Marina voll ist. Solange Platz ist müsst ihr an die Pier oder in die Box.“ „Für 40 Euro?“ „Klar.“ Der Beginn einer großen Freundschaft. Also verbringen wir die Nacht an der Kaimauer. Mit dem salatschüsselförmigen Kasko der Marlin ist das immer Mist. Die Fender rutschen gerne hoch und der Skipper bekommt schnell richtig viel schlechte Laune. Für solche Spielchen brauchen wir mal zwei dicke, fette, runde, orange, Fischerfender. Haben wir aber noch nicht.

Nathalie socialt mit unseren spanischen Freunden und abends landen wir auf dem Horta Dorfplatz. Hauptsache die Kinder sind glücklich und spielen mit den spanischen Freunden. Ein lokaler Kinderchor trällert auf eine Bühne, an Ständen gibt es die Reste von der Party, die anscheinend schon ein paar Stunden im Gange ist. Jetzt platzt mir der Kragen: „Nathalie, ich gehe jetzt mit Julian ins Peters Sport Cafe. Gin Tonic trinken bis ich tot umfalle!“ Julian hält sich aus dem sich anbahnenden Streit raus. Er will es sich weder mit mir, noch mit Nathalie verscherzen. Armer Kerl. Nathalie gibt nach. Guter Zug.

Heute am frühen Morgen wache ich im Pilothaus auf. Der Kopf ist schwer, ein Fender liegt auf der Kaimauer, es regnet. Ansonsten keine Schäden. Neuer Tag, neues Glück. Nach einen grandiosen Frühstück mit frischen Eiern und echt billigem Croissants packe ich meine Töchter unter den Arm und enter das Toilettenhaus am anderen Ende der Marina. Auf dem Rückweg wieder ins Hafenbüro. Jose oder Jorge ist wieder da. „Wir wollen dann in die Box verlegen!“ „Die ist jetzt anderswertig vergeben.“ „Na, dann können wir ja vor Anker gehen.“ Ich versuche es mal mit „Bitte!“ Wahrscheinlich schauen Maya und Lena so lieb, dass er „Ja!“ sagen muss. Der Hafenmeister hat einen besseren Tag, ich auch und für 5 Euro oder so, liegen wir eine halbe Stunde später vor Anker. Der Tag beginnt besser. Horta ist richtig schön. So wendet sich alles und Jose oder Jorge und ich, wir werden jetzt bestimmt dicke Freunde.

Es ist Samstag Abend und bei Peters Sport Cafe ist schon spät, als ich und Julian dort an der Theke ankommen. „Bier!“ „Wieviel?“ „Fangen wir mal mit sechs an!“ Es blieb nicht bei sechs. Julian und ich trinken uns durch das flüssige Angebot an Schnapps und Longdrinks. Draußen, sitzen wir auf dem Mäuerchen, ein absolut fähiger Alleinunterhalter mit E-Gitarre und Soundcomputer trällert viel besser als der Kinderchor und als er dann irgendwann aufgibt und den Hafen von Horta seiner nächtlichen Bestimmung übergibt, wankt der Boden endlich auch wieder so, wie die letzten drei Wochen auf See es getan hat. Arm in Arm schaffen wir den Weg auf’s eigene Boot. Nathalie ist noch wach und auch hier tritt wieder Ruhe ein. Wie gesagt. Das war gestern. Heute ist ein besserer Tag. Wir sind wieder in Europa. Socken, lange Hosen, Telefon und Internet. „Watten nen Luxus!“



  • 13:48
  • 06.07.2014
  • 38°31.7517'N, 28°37.4967’W
  • NA°/0kn
  • Horta / Azoren / Atlantik
  • Azoren / Atlantik
  • 25°/1027hpa
  • 17,9°
  • 360°/3kn
  • 0m

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