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Strahlender Frühling

Was mich beschäftigt

Was hält mich eigentlich davon ab Logbuch zu schreiben. Tatennot würde ich sagen. Viel zu tun, wie das eben so in Deutschland ist. Termine, Jobs, Virenbekämpfung. Ich freu mich in ein paar Tagen wieder auf die LADY zu starten und dann hoffentlich mal wieder etwas Zeit für mich, für meine Boot und für diese Website zu finden. Erst mal ist es eine kleine Weltreise, nach Frankfurt mit dem Zug, dem Flieger nach Rio, weiter nach Buenos Aires und dann weiter nach Colonia del Sacramento / Uruguay mit der Fähre und schlussendlich mit dem Bus nach Lacaze, wo dann unsere Lady wohlerhalten liegt und nur auf mich wartet. Ja, so ist der Plan. Ob alles so wird wie geplant? Wer weiß das schon? Ich schaue da auf die Seite der FREYDIS, genau das ist das Schicksal von dem wohl berühmtesten deutschen Fahrtenseglerboot, das mich fassungslos macht. Mag es sein, dass das Schicksal von Erich und Heide Wilts klein sein mag, gegenüber all dem Unglück in Japan, so ist betrifft es mich eben doch. Die FREYDIS ist nicht versichert, genau so wenig wie die IRON LADY und ich könnte mir vorstellen das Einzige, was die Wilts wirklich haben, eben so wie bei uns. Da steht es nun an oder auf einem Felsen und keiner weiß was ist, außer das es so nah am dem verdammten Kernkraftwerk ist, dass es wohl so verstrahlt ist, dass keiner mehr drauf leben will. Ende. Was sagst Du dazu. Nun, das Leben geht weiter. Fukushima steht nicht mehr immer und jeden Tag ganz oben in den Schlagzeilen. Ein Zeichen dafür das die Welt wieder in Ordnung ist?

Ich sehe das etwas anders. Mir kommt die ganze Welt irgendwie verändert vor. Ich kann nicht sagen wie, ich kann nicht sagen warum, ob ich es bin oder die Leute um mich herum, meine Freunde, meine Mitmenschen. Fall Out aus Japan, ob der Nordpol sich verschoben hat und meine innere magnetische Uhr nicht mehr funktioniert. Ganz komisch. Oder vielleicht sind es nur die neuen Viren, die die Kinder aus dem Kindergarten mitgebracht haben. Maya findet das auf jeden Fall wieder mal ziemlich daneben, dass ihr Papa wegfliegt und ob nun für zwei Monate oder fünf, ist ihr dabei ziemlich egal. „Was vermisst Du den am meisten an Papa?“, fragt Nathalie sie gestern Abend beim InsBettBringen und als Antwort kommt: „Papa’s dicker Bauch!“ No comment.

Es wird eindeutig Frühling in Deutschland und das ist auf jeden Fall schon mal gut. „Jetzt wo es schön wird, da fliegst Du wieder weg.“ Meine Frauen machen es mir wirklich nicht einfach. Ich mir selber aber auch nicht. Links von mir steht eine Postkiste mit Ersatzteilen und technischen Schnick Schnack was mit soll. Gar nicht mal so viel wie sonst immer. Alles wirklich eher so die Sachen, die man in Argentinien und Uruguay so gar nicht bekommt. So langsam sollte ich mal meinen Seesack packen denke ich mir. Da kommt Lena und wir schneiden das Video gemeinsam. Lena wählt die Szenen aus, ich darf die Musik aussuchen… „noch nen bisschen langsamer?“ „Meinst Du wirklich? Du rutsch nicht runter sondern rauf?“ Jetzt aber schnell bevor Nathalie nach Hause kommt und ich in ihren Blick wieder die Frage sehe, ob das denn jetzt wieder pädagogisch wertvoll ist. Ich glaube es ist immer pädagogisch wertvoll, wenn man Zeit für seine Kinder hat. Oder?






  • 18:02:00
  • 21.03.2011
  • 51°13.2111'N, 006°46.2820'E
  • -°/kn
  • Düsseldorf / Germany
  • Uruguay
  • 14°/-hpa
  • -kn/VAR
  • -m

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