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Back in Hospital

Ich bin der mit dem kurzen Haarschnitt

Mein Traum hat sich realisiert. Aus drei Wochen, dritte Chemo sind tatsächlich drei Tage geworden. Wenn die Sonne auch am Samstag wieder im Osten aufgeht und ich keine 38,3° Fieber habe, werde mit einer Tüte Tabletten nach Hause gehen können. Ein kurzer Besuch diesmal mit fast keinen Nebenwirkungen. Konsolidierungsphase nennen die das (von lateinisch consolidare ‚fest machen‘, ‚stark machen‘). Diesmal habe ich kein Einzelzimmer, dafür habe ich Lasse kennengelernt. Lasse ist grade mal 25 Jahre alt, ein Jahr älter als meine Söhne Julian & Lukas, hat Lymphdüsenkrebs, seit März 2016 in Behandlung. Operation und erfolgreiche Behandlung. Lasse lacht. Dazu hat er allen Grund. Gestern war er in der Röhre, musste den ganzen Vormittag Sambuca-ähnliches Kontrastmittel trinken und sein gesamter Korpus und Kopf wurde auf Metastasen per CT untersucht. Mächtig nervös war Lasse. Gestern und heute, bis Jungärztin Julia mit den Ergebnissen gekommen ist. Alles gut Lasse. Du hast es geschafft. Die Metastasen haben sich auf winzig verkleinert, die Chemo hat angeschlagen, die Schulmedizin war erfolgreich. Zytostatika heißt eines der Mittel, die Lasse heute über einen Venen Portkatheter bekommen. Rot. Ex. Ich würde sterben. Schon bei dem Anblick. Aber was tut man nicht alles um weiter leben zu dürfen. Da kennen wir beide was von. Beide sind wir auf dem richtigen Weg. Dank guter Ärzte und gutem Personal.

 

Am Mittag ist eine meiner zwei täglichen dreistündigen Chemos vorbei und mit Hundeblick werde ich von meiner netten Schwester von der Salzwasserlösung befreit. Spontan laufen meine Füße los. Toosbüstr. Heimatausflug. Direkte Entfernung 350m. Ich habe meine LunaWLANnet im Büro vergessen mitzunehmen. Das Internet des Krankenhauses geht gar nicht. Lasse flucht den ganzen Abend. In unserem kleinen Heim geht ohne Internet gar nichts. Eigentlich lohnt es sich ja nicht bis Samstag, aber dann eben doch, ein bisschen angeben will ich ja auch. Maya und Lena fallen mir um den Hals. „Hey Papa! Was machst Du denn hier. Bist Du getürmt?“ Ich ergattere grade noch einen Brownie, der backfrisch aus dem Ofen kommt und telefoniere eine dreiviertel Stunde mit meiner Co-Skipperin Susann. Alles sind etwas nervös wegen dem Wetter. Der Ex Hurrikan Nicole rollt von Wersten an Richtung Azoren. Vermutlich abgeschwächt wir der die Azoren nördlich passieren. Auf der Unterseite könnte die MARLIN mit W-SW Wind Richtung England segeln. Wir werden sehen. Am Wetter lässt sich eh nicht ändern und auf dem Trip wird die Crew dann mal ganz brav den meiner und Nathalies Erfahrung folgen. Safty first.

 

Um Vier finde ich mich wieder im Krankenhaus ein und klebe die LunaWLANnet ans Fenster. Um vier Uhr fünfzehn haben wir schnelles Netz im Zimmer. Endlich hört die Flucherei auf. Vernünftige, ausgereifte Technik ist eben doch befriedigend. Wieder schaue ich mir die aktuelle Wetterkarte für die Rückfahrt der MARLIN an. Wahrscheinlich ebenso wie unsere gesamte Crew, Jan, Susann, viele Leser. Aufregung bahnt sich an. Es hört einfach nicht auf. Na, da wird die Crew real erleben was Passageplanung ausmacht. Den Tag aussuchen, an dem es richtig ist loszusegeln. Hier handelt es sich garantiert nicht um eine langweilige Ost-West Atlantiküberquerung. „Viel Spass Kinders“, geht mir durch den Kopf. Hoffentlich ändert Ex Hurrikan Nicole seine Richtung noch etwas.






  • 21:00:00
  • 13.10.2016
  • 54°47.5223'N, 9°25.2357’E
  • -°/ -kn
  • Flensburg / Old Germany
  • Flensburg
  • 18°C
  • -kn/S°
  • -m

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