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MARLIN beat the French Cat

  


Fünfter Tag auf See

La Caracola. Mir ist die MARLIN viel zu langsam. Kein Wind für uns. Seit 2 Tagen dümpeln wir mit fünf bis sechs Knoten bei Vollzeug in der Atlantikdünung. Ich bekomme schon Druckstellen vom Rumsitzen. Zehn Knoten Wind, manchmal 14 Knoten Wind, schlagende Segel. Oha! Ich bekomme die Krätze. Da freu ich mich fast schon auf das Hoch am Wochenende, dass für einen Tag drehende Headwinds bringen soll. Dann durchs Hoch. Da kann man dann Wäsche waschen.

Da erscheint ein Opfer auf dem AIS. Scheint wohl eine Lagoon zu sein. MARLIN zieht unter Vollzeug und elegant mit sieben Knoten an dem Genacker getakelten Zweirümpfer vorbei. Das französisch geflaggte Boot meldet sich per Funk. „You look pretty good with your wings“, kommt aus dem Lautsprecher. Wir unterhalten uns auf Englisch, der Franzose mit britischem Akzent. Da scheint plötzlich der Skipper der Lagoon wach geworden zu sein und ergreift das Mikrofon: „We are a French boat and speak French!“ Hmm. Hallooooo? Ok. Der Nette mit dem britischen Akzent darf auch noch mal. „We will see each other in Horta!“ Nun ja. Welcher Zweirümpfer wird schon gerne von nem Mono überholt? Meine CREW 45 hat Grund zu lachen. Gut das es so ist und nicht anders herum.

Mit dem Wind von hinten segeln wir aufrecht. O.K. Manchmal kommt eine größere Welle und wir geigen etwas ein, trotzdem stelle ich mich in die Küche, hacke die gefrorenen Hühnerbeine mit Hammer und Messer spanisch in 2cm lange Teile und mache ein echtes Thai Curry a la O, der Thailändischen Köchin auf der LA CARDINALA, die mir das gezeigt hat. Die Tricks sind gar nicht schwierig, man muss sie eben einfach nur kennen. Green Curry ist eben nicht Green Curry. Das schmeckt auch meine CREW 45. „Oh. Ahh. Puuh. Hot!“, so legen sie los. Dann Schweigen. Dann rennt der erste runter und holt Servietten wegen der Schweißperlen auf der Stirn. „Ist lecker. Aber scharf. Darf ich mal das Wasser?“ Es bleiben nur zwei Löffel über. Die nehme ich. „Is übrigens noch Krautsalat da.“

Für die Nacht gehen wir auf stb Bug. Den Spibaum lassen wir stehen, fahren eine Q-Wende. Schwupps ist meine Koje auf Lee und ich kugel da nicht mehr raus. So war das gedacht. Der Wind schläft mal wieder ein und statt rumzugeigen, haben wir Druck im Segel und Ruhe im Schiff. Also alles gar nicht so schlecht. Nur unser Etmal macht mir Sorgen. Am 24ten werden wir definitiv nicht ankommen. Dumm gelaufen, wo ich am 25.5 meinen Frei-Tag habe. Mist. Kackeverdammtealte.

Heute gibt es schon wieder Huhn. Gehackt. Ich hab noch fast frischen Koriander, Kartoffeln. Nun also Masala. Indischer Masala. Hmm. Der Freezer wird leerer. Könnte man mal mit dem Fischen anfangen.






  • 09:30:00
  • 17.05.2018
  • 37°01.1092’N, 057°19.2066’W
  • 70°/ 6,5 kn
  • Nordatlantik
  • Horta / Acores
  • 24,6°C
  • 12 kn/ 240°
  • 2 m

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