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Endspurt

Wale und Delfine

Eigentlich hatten wir für gestern einen Schwachwindtag mit ein paar Stunden Motoren, Putzen, Aufräumen und Wäsche waschen geplant, aber ausnahmsweise bekamen wir mal mehr Wind, als angesagt. 6 Knoten Wind, in Böen mal mehr, alles am Wind Kurs, da hatte die dicke Emma natürlich nichts zu tun. Die MARLIN will ankommen, jeden noch so kleinsten Lufthauch verwandelt sie in Geschwindigkeit und ohne es zu merken, laufen wir schon wieder 7 Knoten. Nur die Welle war teilweise etwas unangenehm.

Ansonsten ist alles in Butter auf dem Kutter, Maya und ich arbeiten uns gerade durch sämtliche Plattinge aus dem Bereich Fancy Work unseres Knotenbuchs um all die Seemannspfeife und Marlspieker, mit denen ein ordentlicher Matrose unterwegs ist artgerecht festbändseln zu können. Julian steht viel mit Musik im Ohr am Steuer, vermutlich, weil er nach fast drei Wochen dann doch genug von uns hat und gerne mal in die andere Richtung laufen möchte. Skipper spielt mit der Navigationssoftware, nein, pardon, er installiert und testet sie natürlich zu Berufszwecken und Lena verschlingt ein Buch nach dem anderen und hofft, auf den Azoren endlich wieder Playmobil spielen zu können. „Spruch des Tages: „Wann sind wir da?“ „In drei Tagen!“ „Was, in drei Tagen? So schnell? Maya, wir sind bald da, nur noch 3 Tage!“ Das sind Dimensionen, normalerweise geht es ja bei den Wann-sind-wir-da-Fragen um Stunde, oder Minuten!

Drüben, auf der anderen Seite des Atlantiks, die wir vor knapp drei Wochen verlassen haben, tobt sich gerade der erste Hurrikan aus, Arthur heißt er. Wir bekommen immer noch die Tropical Weather Alerts und auch wenn wir nun schon viele Meilen weit weg sind, hat die schnelle Entwicklung des Systems zu der ein oder anderen Gänsehaut geführt. Genau zwischen der amerikanischen Küste und der Kurslinie, auf der wir vor den Bermudas so elend lahm vorangekommen sind, hat sich dieses System gebildet. Wir sind wirklich noch im letzten Moment aus der Karibik weggekommen. Ein paar Wochen später und das hätte buchstäblich ins Auge gehen können.

Zum Sonnenuntergang hatten wir ein Erlebnis der besonderen Art. Schon seit knapp einer Woche sehen wir vermehrt verschiedene Delfinarten im Wasser. Immer wieder begleitet uns eine kleine Schule für ein paar Minuten, je nach Wellengang mit mehr oder weniger kunstvollen Sprüngen und Saltos. Doch heute Abend hat Julian tatsächlich zwei Orcas entdeckt. Echte Schwertwale. Zwei Stück nebeneinander, unverkennbar, die lange Rückenflosse, der weiße Bauch. Da wurde uns ganz anders und warm ums Herz, diese grandiosen Tiere haben wir bisher nirgendwo auf den Weltmeeren gesehen.

Noch 208 Seemeilen to go, letztes Etmal 144 Seemeilen.






  • 04:05
  • 04.07.2014
  • 39°48.9214'N, 32°47.7878’W
  • 105°/7+kn
  • Nordatlantik
  • Azoren / Atlantik
  • 23°/1033hpa
  • 20,2°
  • 130°/10kn
  • 1m

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