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Bumpy statt Rolly

Was ist schlimmer?

Rolly: Wir wissen schon gar nicht mehr wie oft wir die Seite gewechselt haben. Jetzt liegen wir wieder vor George Town. Morgends um drei Uhr haben wir die Leinen gelöst an der Südküste. Der Wind war plötzlich weg und zwei Meter Schwell hat die MARLIN von Südost genau auf die Seite getroffen. Dann das Boot eingeschaukelt. Immer mehr, immer doller, bis die Schubladen nachts aufgehen, Geschirr in der Küche rumfliegt, alles was nicht niet- und nagelfest ist außer Kontrolle gerät.

Bumpy: Aber jetzt liegen wir vor George Town, haben 20 Knoten Nord Wind mit leichter East Komponente und rollen nicht mehr. Jetzt trifft uns die fast Zweimeterwelle von Vorne und die MARLIN reitet hoch und runter und zerrt an den Mouringleinen. Auch nicht schlecht, aber schon um vieles komfortabler. Man muss sich eben zu helfen wissen.

An das Geschaukel gewöhnt man sich eben doch irgendwann. Wenn es einem zu sehr auf den Geist geht, verlässt man einfach den Kahn und setzt sich in die nächste Strandbar. Väter bauen Sandburgen mit ihren Kindern und Mütter treffen sich mit anderen Müttern und Kindern. So machen wir das auch. Allerdings macht der Regen uns einen leichten Strich durch die Rechnung.

Unser Kühlschrank, auch so ein ungelöstes Problem. Den haben wir deaktiviert, weil er sich nicht abgeschaltet hat. Dann haben wir den Eisschrank als Kühlschrank genommen. Der aber entwickelt sich ebenfalls zum Dauerläufer obwohl das Thermostat auf ganz klein steht. Also machen wir den nachts immer aus. Dann haben wir jede Menge Tauwasser im Eisschrank, der jetzt ein Kühlschrank geworden ist. Der Eisschrank, der jetzt zum Kühlschrank geworden ist und jetzt aber nachts immer aus gemacht wird, weil er sich abtaut hat keinen Ablauf. Irgendwann auf dem Weg von Curacao haben wir dann das Problem gefunden. Ein verstopftes Rückschlagventil. Nichts geht mehr. Endlich habe ich mal Zeit für dieses Problem, weil 1.000 andere Probleme grade beseitigt sind. Also mache ich einen Abfluss für den Kühlschrank. Das ist fast unmöglich. Unter dem Kühlschrank gibt es einen 2 cm hohlen Zwischenboden, den man nur erreichen kann, wenn man sich einen Knoten ins rechte Handgelenk macht und dann mit einem Schweißdraht durch die Abflusshähne hindurch versucht, die als Schlinge gelegten Angelleine zu greifen. Mutig bohre ich mit einem langen Spiral HSS Mauerbohrer das Loch in den Kühlschrank, durch den Zwischenboden, bis sich auf Alu stoße. Moment. Jetzt nicht weiter bohren! „Nathalie!“ „Wassereinbruch?“, Nathalie schaut mich entsetzt an, wie ich mit dem langen Bohrer hantiere. „Nein, ich brauche Deine Hilfe. Das kann nur ein Chirurg.“ Eine gute Stunde vergeht. „Was macht ihr denn da? Warum flucht ihr so laut?“, bemerken Maya und Lena im Vorbeigehen. Aber irgendwann packt der Haken am Schweißdraht, die Angelleine im Zwischenboden, unterm Warmschrank, der jetzt wieder ein Kühlschrank werden soll. Über die Angelleine stülpe ich den Plastikschlauch, unsere zukünftige Abflussleitung, die irgendwie in die Zentralbilge führt und dorthin soll das Tauwasser fließen. Doch siehe da. Nach einer gründlichen Reinigung füllen wir den Kühlschrank, der brummt und gluckst zwei Stunden vor sich hin und macht das, was er noch nie gemacht hat. Schaltet sich mit einem Klack ab und die laute stromfressende Umwälzpumpe unter dem Kinderzimmerboden ebenfalls. Vielleicht wäre der Abflussschlauch gar nicht notwendig gewesen. Aber egal. Zum Abtauen und säubern macht er auf jeden Fall Sinn. Wir haben auf jeden Fall gesiegt. Die MARLIN hat endlich wieder einen ganz normalen Kühlschrank.






  • 23:00
  • 19.01.2014
  • 19°18.2081'N, 81°23.2082’W
  • -°/-kn
  • Cayman Island
  • Cuba
  • 25°
  • N/20kn
  • 2m/Windwelle

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