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In the Ghetto

05:33 Uhh. Guten morgen liebes Logbuch. Ich kann nicht mehr schlafen. Dumm getraeumt und ich weiss auch nicht so genau. Irgendwie hab ich von der SY IRENA getraeumt, junge Skipper aus meinem Geburtsort Moers, die auch seit einiger Zeit unterwegs sind, im Internet schreiben und auch so ziemlich aktiv waren. Seit einiger Zeit haben die beiden sich wohl getrennt. Nun segelt Schelmi einhand und es wird immer ruhiger um die IRENA. Schade drum. Ob das der Karibikblues war?

Hier in Chaguaramas ist alles anders. Hier brummt das Yachtgeschaeft. Die Bucht ist ein einziges Ankerfeld mit annaehernd hundert Yachten. In bestimmt sieben grossen Marinas sind die vierfache Menge an Yachten an Land aufgestellt. Ein riesiges Terrain umgeben von Maschendraht. An jeder Ecke Wachposten mit Schranken. Weiss geht, Schwarz steht. Ja. Leider wahr, es ist ein Weissenghetto, man sieht kaum Einheimische, wenn nur als Bedienstete. Eigentlich koennten wir auch mitten in Europa sein.

Gestern haben wir endlich die Mitteilung bekommen, dass ein Packet fuer uns da ist. Leider ist es am Flughafen angekommen. Klar, koennen sie uns das mitbringen. 50US Dollar. Dem normalen amerikanischen Yachti macht das nix aus. Ein bequemes Geschaeft fuer die Marinas. Ich koennte mich schon wieder aufregen. Aber: >>Stay cool Micha. Nicht aufregen. Du machst gerade eine Weltumsegelung. Tausende beneiden Dich darum, also geniesse es auch.<< Warum die Paeckchen nicht weiterbefoerdert werden ist vollkommen unklar. Man will uns am Zoll sehen. Hier auf der Marina gibt es zwar auch Zoll. Aber egal. Wenn der Fahrer der Marina faehrt, und das Packet bringt, will uns der Zoll nicht sehen. Ahem. Spaeter am Tag, gehen wir Bobby Schenk, den deutschen Musterweltumsegler und seine Frau Karla besuchen. Er liegt mit seinem Kat in der Marina und will auch noch ein paar Monate hier bleiben. Morgen fliegt er nach Deutschland. Ruhm verpflichtet und der Besuch der Messe >>Boot<< in Duesseldorf ruft. Wir kloenen ueber die ueblichen Themen: Waffen an Bord. Frueher war alles anders und besser. Ueber das Internet, die Verlage und das mit der Schreiberei eigentlich kein Geld mehr zu verdienen sei und dies und jenes. Ich nehme etwas mit, womit Bobby wirklich Recht hat: Man darf nicht darueber nachdenken, wer einem was und wie bezahlt, wenn man seine Weltumsegelung dokumentiert. Man muss es aus Spass machen und irgendwann bekommt man schon seinen Lohn dafuer. Nun. Ich bin ja eher ein skeptischer Mensch. Aber da hat er Recht und ich sollte mir das ruhig mal durch den Kopf gehen lassen. Irgendwann kommt Udo von der SY MILUPA angetuckert und das Gespraech kommt auf die Funkerei und so… Udo ist wohl schon etliche Jahre hier vor Anker und kuemmert sich darum wer hier was auf den Hochfrequenzen so macht. So ne Art selbsternannte Radiopolizei. Sein Name ist in der ganzen Karibik bekannt. Natale tritt mir quasi unter Bobbys Tisch ans Schienenbein und meint, laut, dass es mal Zeit waere jetzt zu gehen. Sie kennt mich halt, wenn ich dann irgendwann meinen Mund wieder nicht halten kann und entschaerft die Situation. Kann sie ja gut die Natale. Aber jetzt schlaeft sie gerade. ;-) Langsam wird es hell, aber von Osten ziehen graue Wolken auf. Es faengt an zu regnen. Ich werde mal Tee kochen.




  • 05:33
  • 11.01.2002
  • 10°40.66'N, 061°38.52'W
  • Chaguaramas/Trinidad
  • -
  • 25°C
  • 1 NE
  • -

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