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Freuden des Fahrtensegelns

22:48 Mit zu den groessten Abenteuern des Fahrtensegelns gehoert der Transport von Mensch, Ersatzteilen, Lebensmittel ins traute Heim des wackelnden Schiffes.
Mittlerweile haben wir uns naemlich vom Luxus der Marina verabschiedet und liegen vor Anker.

Kein Dinghisteg, ein kleiner Strand, eine steile Rampe und bis zu 5 Meter Tidenhub, das macht allein den Weg vom Boot ans Land zu einem Abenteuer. Dementsprechend hilft man sich untereinander aus und wer immer zu zweit das Boot verlassen will, wird von anderen Seglern abgesetzt. So wie wir beide heute morgen, inklusive Segel, Stichsaege und Laptop. Schwerbepackt taumeln wir noch schlaftrunken zur Bushaltestelle und warten. Die Panamenos sind es Gott sei Dank gewoehnt, dass von Fernseher ueber Huehner bis zur kompletten Couchgarnitur alles im Bus transportiert wird, so dass wir nicht weiter auffallen. Man stelle sich vor, man wuerde in Duesseldorf, morgens um 8, beladen mit einem Grossegel die Strassenbahn entern, kann mir nicht vorstellen, viel Wohlwollen zu begegnen, wo doch manchmal schon Kinderwagen Anstoss erregen.

Hier sind die Busse laut, bunt und schnell. Mittlerweile kennen wir schon den ein oder anderen Fahrer unserer Buslinien und wissen, wann uns eine Kamikazefahrt durch die Stadt droht. Eigentlich immer. In jedem Bus baumeln Duftbaeumchen und haufenweise Maskottchen an den Rueckspiegelen, die Schaltknoepfe bestehen haeufig aus Plexiglaskugeln, in die je nach Bedarf Heilige, Familienfotos oder schnelle Autos gegossen sind. So bunt wie das Innere, ist auch die Karosserie. Als Werbetraeger noch nicht entdeckt, lassen die Busfahrer ihre rappelnden Kisten mit Cartoons, schoenen Frauen, Monstern, Sehenwuerdigkeiten oder dem eigenen Konterfei verschoenern.

Die Busfahrt bis in den Yacht Club Pedro Miguel, eine halbe Stunden Fahrt, kostet 70 US Cent pro Person, dafuer gibt es in Deutschland noch nicht einmal Kurzstrecke!

Angekommen im Yacht Club stuerze ich mich mit Hilfe von Malene und ihrer brandneuen Singer-Industriemaschine an die dringend faellige Segelreparatur. 7 Stunden kaempfen wir uns Bahn um Bahn durch den Stoff, erneuern alle Naehte, die mit der Zeit bruechig geworden sind und fuehlen uns nach einiger Zeit wie im Fitnesstudio. Zur Aufheiterung suchen wir nach einem Namen fuer die teilweise sehr stoerische Maschine und bleiben schliesslich bei Zimtziege haengen, cabra de canela, das dieser blumige Ausdruck ein deutsches Schimpfwort ist, will der panamenischen Malene nicht ganz einleuchten…

Micha kaempft waehrendessen in einer anderen Werkstatt mit einer Plexiglasplatte und versucht diese dazu zu ueberreden, dass sie sich automatisch in exakt ausgemessene Platten zerlegt, im Endeffekt nimmt er die Stichsaege.

Auf dem Rueckweg duerfen wir zur Belohnung fuer die getane Arbeit Taxi fahren! Welch ein Luxus.




  • 22:48
  • 10.01.2003
  • 08°56.14'N, 079°33.29'W
  • Isla Flamenco/Panama
  • -
  • 26°C
  • N 2
  • -

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