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PERFORMANCE Segeln

Jetzt wird aber fleißig Hand gesteuert

Die letzte Nacht und der heutige Tag waren schon recht sportlich. Böen bis 35 Knoten. Ordentlich Welle beeindrucken meine Mitsegler. OHHHHa! Vom Segel ist das dritte Reff übrig geblieben und ein Stückchen Fock. So langsam wird es weniger. Nicht das Segel, der Wind.

Ich stelle ja gerne mal etwas Technik vor, die ich für gut halte. qtVLM ist eine Software, die ich derzeit zum Wetterrouting benutze, habe ich ja schon oft genug erwähnt. Heute stelle ich NavMonPC vor. Läuft auf dem Windows Rechner und zeichnet die ganzen NMEA Aktivitäten des Schiffes auf. Wie man auf dem Screenshot unschwer erkennen kann: True Wind Direktion und True Wind Speed. Aus dieser Darstellung lassen sich Mittelwerte und Trends ablesen. Auch jedes Manöver, Passieren von Fronten. Die gleichen grafischen Auswertungen gibt es für die scheinbaren Werte und für das Speedverhalten des Schiffes. AIS Daten werden dargestellt und ein Instrumentenfeld mit Zusammenfassung aller Daten. Ein geniales Tools für den motivierten Performancesegler, wie für den Hafen- und Küsten-Technik-Nerd-Segler. Was man dafür braucht? Die Software ist kostenlos, ein Miniplexer ist praktisch. Den gibt es, wie kommt das nur: Bei lunatronic.net. Alter Schwede! Schon wieder schlauer.

Inzwischen ist es wieder dunkel. Michi hat heute gekocht, ich auf’n Horizont und den riesigen Wellen beim rumwellen geschaut. Mitten auf dem Nordatlantik: „Ein anderes Segel!“ Ein Aufschrei geht durchs Boot. Unser AIS, im Moment, wegen Schnupfen, meist aus, kann den Franzosen orten. Alle dachten, es wäre die FIRST STEP. Ich sach nur: „Vorsicht heute Nacht. Ein Franzose ist selten allein. Also schön Ausblick halten alle 15 Minuten.“ Das muss sowieso sein. Ist gute Seemannschaft und die gehört auf einem Segelschiff zur guten Manier.

Die Wetterlage für die nächsten Tage ist unklar. Neben den bekannten Grib Files arbeiten wir mit einem Satellitenbild: weather.noaa.gov/pub/fax/evnt99.jpg und folgender 48h Bodendruckkarte: weather.noaa.gov/pub/fax/QDTM10.TIF Da stehen auch immer die Forcaster oben drin. Heute ist es Nolt. Der malt mit der Hand Striche über die Satellitenkarte. Immerhin ein Mensch. Keine Maschine. Da die Herren und Damen das jeden Tag seit Jahren machen, kann man ihnen sehr vertrauen. Also in 48 Stunden eine neue Front und dahinter Nordostwind für uns. Unsere bisherigen Etmal von 168 und 183 Meilen Richtung Azoren werden dahinschwindend klein werden, wenn dieser Fall tatsächlich eintrifft. Dann werden wir ein paar hundert Meilen gegenan segeln müssen. Das war so nicht geplant und würde uns arg aus den Planungen werfen. Jetzt kann man nur noch hoffen, dass sich das anders entwickelt. Es bleibt also spannend.






  • 16:17:00
  • 17.06.2016
  • 33°37.8890'N, 057°10.1190’W
  • 90°/ 8kn
  • Nordatlantik
  • Azoren
  • 24°C /wolkig
  • 28kn/SW
  • 3-5m

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