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Traumtauchen II

22:00 Die Korallen bewegten sich um mein Inners in einer kreisenden Bewegung. Die Farben der gelben Anemonen verzwirbelten mein Bewusstsein dahin noch weiter fuenf Meter an der Steilwand hinabzuschweben, langsam den blauen Luftblasen folgend und immer meine geliebte Frau Nathalie im Kopf, wie sie jetzt wohl im Kreise der Familie sitzen wird und sich fragt, wo ich den wohl gerade sein werde. Wenn sie nur wuessten welche Traeume und Gefahren ich in dieser Minute erlebe, welche Sicherheit meines Tuns gerade dieser Moment in meinem Innersten erzeugt. Schon lange sah ich meinen Tauchpartner in der Weite der blauen Finsternis nicht mehr und machte mir arge Sorgen um Stickstoffsaettigung und Luftmengenvorrat. Sollte ich vielleicht eine meiner ueberschuessigen Reservebleis abwerfen um die zwischen uns liegende Distanz zu verkuerzen, ihn eventuell aus seiner Situation retten? Verzweifelt und doch sicher in meinem Denken und klar wie noch nie zuvor hier in 30 Meter Tiefe. In diesem Moment loeste sich der Hochdruckschlauch meines Finimeters, das mir die verbleibende Restmenge meines Luftvorates bis zur bitteren Neige darstellte, exlodierend schlug der Schlauch um sich. Mir verbleiben nur wenige Sekunden Atemluft. Jetzt heisst es handeln…

Und dann wachte ich auf, das Motessierbuch lag auf meiner Brust. Seine Art zu schreiben muss irgendwie abgefaerbt haben. Gleich nach der Werbung geht es weiter, bleiben Sie dran und werden … Zap Zap … Das hat doch alles gar nichts mehr mit einer Weltumsegelung zu tun. Doch. Weiss nur keiner. Und nochmal: >>Um die Welt zu segeln, ist der kuerzeste Weg zu sich selbst.<< Nur die Frage, ob das so gut ist dort hinzukommen ;-)

14:48 Wieder mal war ich mit meinem Fischer zum Tauchen und wahrhaft, es hat sich gelohnt. Ich weiss zwar nicht ob sie die Plaetze mitten im Meer alle kennen, aber sie behaupten auf jeden Fall das dem so ist.

Mal abgesehen von dem 3/4tel Kilo erstklassigem Zakkenbarsch, der jetzt in meinem Magen rumort gab es erstklassige Unterwasserlandschaften, Korallengaerten wie ich sie ernsthaft noch nie in meinem Leben gesehen habe, nicht im roten Meer nicht auf Bonaire. Unglaublich. Kleine Schluchten, Tischkorallen, Steilhaenge und ueberhaupt. Ich weiss gar nicht wie ich das alles verkraften soll. Zwei Flaschen hab ich quasi hintereinander weggenuckelt. Also mal wieder ein Schnitt von 1,5 Stunden unter Wasser. Mein Gott ich krieg schon Schwimmhaeute zwischen den Fingern.

Meine Harpune musste ich auch wieder mitnehmen, sonst verstehen die Fischer ja nicht warum man tauchen geht. Ich war aber nicht der Boese. Das war der Fischer und ich hab mir den Fisch danach schenken lassen. Ruelps. Ob das so viel besser ist ? Nun ja.

Ich komm ja immer noch nicht drueber weg. Ueber diese Ansammlung von 100prozentig gesunden Korallen. Ob ich morgen Tauchen geh? Ne ich leg mal ne Pause ein, zuviel ist am Boot zu machen. Aber dafuer uebermorgen. Die Flaschen druecke ich mir gerade dafuer ab.






  • 14:48
  • 03.06.2002
  • 10°10.70'N, 075°46.28'W
  • Las Rosarios/Kolumbien
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  • 33°C
  • 2 VAR
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