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sails and sun

sails and sun

Mission Segel. Wenn wir noch ein paar Seemeilen mehr zuruecklegen wollen, als die Strecke Langkawi-Phuket, brauchen wir wohl neue Segel. Schon seit zwei Jahren druecken wir uns vor diesem Kostenfaktor, aber nun geht es tatsaechlich nicht mehr. Seit Monaten gucken wir uns um, vergleichen die Preise der verschiedenen Segelmacher, fragen tausend Segler und bekommen 10.000 verschiedene Meinungen. Es ist wie immer. Doch hier in Phuket sitzt ein australischer Segelmacher, grosser Laden, viel Erfahrung, hoert sich prima an.

Gestern waren wir zum ersten Gespraech da, heute zu weiteren Verhandlungen. Kind, Kegel und Segel in den gemieteten Jeep und einmal quer ueber die Insel. Rappel, rumpel. Komisches Geraeusch, hatten wir gestern noch nicht, klingt wie ein Platten. Micha checkt, alles scheint gut. Wir wenden die alte Bootsregel an, nichts reparieren, was nicht mindestens 24 Stunden kaputt ist, in der Hoffnung es repariert sich von selbst. Geraeusch verschwindet tatsaechlich. Glueck gehabt.

Die Segel, die wir zum Ausmessen in der Werkstatt ausbreiten, kann man nicht mehr als solchen bezeichnen. Alle 98 Thaimaedels scheinen schon die Nase zu ruempfen. Aeh, ja, damit sind wir doch tatsaechlich noch gesegelt. Das Gross wird vom Geschaeftsfuehrer persoenlich mit spitzen Fingern entsorgt. Haben aber auch gute Arbeit geleistet, die Tuecher, eineinhalb Mal um die Welt. Das ist schliesslich kein Pappenstiel.

Im Buero werden weitere Verhandlungen gefuehrt, waehrend Maya von Arm zu Arm wandert und allen Naeherinnen persoenlich Guten Tag sagt. Der alte Rolly Tasker, Inhaber des Ladens und bestimmt um die 80 gibt Doenekes ueber schwangere Frauen und Babies beim Hobart-Race zum Besten.

Als wir den Laden schliesslich verlassen, steht die Sonne schon tief. Gleich gegenueber liegt einer der bekanntesten Tempel auf Phuket. Frauen machen einen Abstecher nach der Arbeit dorthin, orange gekleidete Moenche albern auf dem Innenhof, ein alter Mann im Rollstuhl wird zum Gebet hergebracht. In einem der Tempel spielen die Pilger so etwas aehnliches wie Mikado. Staebchen werden aus einem Gefaess geschuettelt, nachdem vorher vor den Buddastatuen gebetet wurde. Je nachdem, wie die Staebchen fallen, wird eine Nummer vergeben. Um die Ecke dann ein kleines Regal in dem wie in einem Adventskalender fuer jeden Zahl Zettelchen liegen, die wahrscheinlich Glueck, Unglueck, Gesundheit oder Geld versprechen. Froehliches Glucksen bei zwei Teenagern, die die Nummer 23 gewuerfelt haben. Glueck in der Liebe? Wir verstehen nur Bahnhof. Manchmal kommt man sich hier in Thailand wirklich wie ein Analphabet vor. Oft existieren selbst Wegweiser nur in Thai. Zwecklos, etwas wiedererkennen zu wollen. Nudelschrift. Sagt Rene. Das passt.

Wir haetten vielleicht auch Mikado spielen sollen, denn nach dem Tempelbesuch ist ein Reifen platt. Gott sei Dank ist die naechste Tanke nicht weiter. Aufpumpen hilft. Ob es so bleibt? 24 Stunden sind schliesslich noch nicht vorbei...



  • 20:24
  • 15.09.2005
  • 08°10.22'N, 098°20.44E
  • Yacht Haven Marina / Ko Phuket
  • 29°C
  • 1 SW
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