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Zeitreise

Trinidad de Cuba

Nur eine Autostunde von Cienfuegos entfernt liegt das kleine Städtchen Trinidad, in einem fruchtbaren Tal am Fuße der Berge gelegen. Wenn man irgendwo koloniale Atmosphäre einatmen kann, dann hier. Dieses Jahr wird das 500-jährige Stadtjubiläum gefeiert, ein stolzes Alter für karibische Verhältnisse, wurde die Insel doch nur weniger Jahre vorher von Kolumbus entdeckt.

Wir übernachten allerdings nicht im historischen Stadtkern auf antiken Betten mit jahrhundertalten Laken, sondern etwas außerhalb bei Norlis und seiner Familie in einem Casa Particular. Der Pauschaltoursimus ist hier ganz weit weg, das kubanische Leben dafür umso näher. Auf der Straße stehen die Pfützen vom letzten Regenschauer, ein Mädchen springt Seilchen, einer Verkäufer kommt einer Schubkarre Gurken vorbei. Und es wird geredet. Geredet, gequatscht, gewitzelt, geschrieen, geklönt, schwadroniert, gerufen und gesungen. Unsere Straße ist fast nie still, denn die Kubaner reden gerne. Sie reden gerne viel und schnell und laut. Nur zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens gibt es eine Pause, dann fangen die Hähne ihr Konzert an und mit ihnen die ersten Frühaufsteher. Das ganze Leben findet ab den Nachmittagsstunden auf der Straße statt, da wird die Oma in Nachhemd und Rollstuhl auf die Veranda geschoben, die Kinder pfeffern ihre Schuluniform in die Ecke und widmen sich dem Spiel auf der Straße.

Eigentlich könnte man ganze Tage auf der Terasse sitzen und der täglichen Telenovela vor der Haustür zuschauen, aber wir wollen ja auch in den historischen Kern. Kopfsteinpflaster, pastellfarbene Häuser, Kunsthandwerksmärkte mit weißen Kleidern und Tischdecken mit Hohlsaumstickerei, Musiker und kleine Straßencafes. Trinidad ist wahrlich ein Kleinod und wenn es auf den Abend zugeht, rollen die Kinder nur noch mit den Augen, da ich die Kamera gar nicht mehr aus der Hand lege. Glücklicherweise fotografiere ich immer noch mit einer mickrigen 8GB Karte, die irgendwann voll ist. Im Haus der Kulturen sitzen wir dann ohne Kamera und schauen den Proben zahlreicher Tanzgruppen zu. Immer wieder stellen wir fest, wie lebendig hier die Kultur ist. Ob Ballett, Folklore, Musik oder Kunst, an Nachwuchs scheint es nicht zu mangeln.

Abendessen gibt es in unserer kubanischen Straße, denn unser Gastgeber ist Koch, sagt er. Und nichts macht ihm mehr Sorgen, als dass wir uns an einer Pizza in der Stadt den Magen verderben könnten. Die Pizza haben wir mittags natürlich trotzdem gegessen, die kostet nämlich nur 25 Cent. Und obwohl sie in einem Backofen aus einem Dieselfass auf Kohlen gebacken wurde, ist sie uns hervorragend bekommen. Der Fisch vom Koch allerdings auch.






  • 17:22
  • 22.03.2014
  • 21°48.2300'N, 79°59.0300’W
  • -°/-kn
  • Trinidad de Cuba, Cuba
  • Bahamas
  • 28°
  • VAR/5kn
  • -m

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