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So was aber auch

18:38 Den Fluss rauf bis Johur Baru war erwartungsgemaess langweilig. Etwas frustrierend war allerdings, der Stacheldrahtzaun auf der Singapur Seite des Flusses und das Grenzerkontrollspeedboot, etwa alle 2 Meilen ein neues. Ich mein, der Stacheldrahtzaun hat mich doch echt etwas an die ehemaligen innerdeutschen Grenzanlagen erinnert. Na ja, Trostpflaster ist, sie sperren wenigstens niemand ein wollen nur keine Malayen. Dabei war das frueher mal ein Staat. Na ja, was mischen wir uns da ein, sie werden schon wissen was sie machen.

In Johur Baru stinkt es am angedachten Ankerplatz so dermassen, dass an Dortbleiben ueber Nacht gar nicht zu denken ist, jetzt liegen wir etwas resigniert vor dem Polizeianlieger, Sueppchen und planen was morgen zu tun ist. Das ist nicht viel und dann sind wir wohl wieder weg hier, denke ich mir. Aber das war schon oft so und wenn wir erst einmal ne Muetze Schlaf hatten sieht die Welt dann doch ploetzlich ganz anders aus.

12:30 Sie sind ueberall. Frachter mit Autos, Gas, Oel, Containern, Stueckgut und ueberhaupt alles was man sich vorstellen kann. Und es sind nicht Zehn, es sind nicht Hunderte, es sind Tausende, die wir heute schon gesehen haben. Sie fahren neben uns, kreuzen unseren Kurs, hinter uns durch, vor uns durch, nah, weit, sehr nah, in allen Varianten. Zwischendurch immer wieder die Singapur Coastgard, ein Malayischer Zerstoerer oder anderes grau gestrichenes neugieriges Militaerzeug.

Von Navigation kann gar nicht mehr die Rede sein. Von all dem verschiedensten Kartenmaterial in Papier- und Datenform bleibt uns nur TRANSAS. Hier sind wenigstens die Bereiche schon eingezeichnet als geplant zur Landgewinnung. Die Wahrheit ist die umgesetzte Landgewinnung. Den Singapurianern geht der Platz aus, deshalb schuetten sie sich eben neues Land auf. Da wo Wasser war ist jetzt eben Land. Gut das wir hier nicht mitten in der Nacht aufgekreuzt sind.

Inzwischen ist Gegenstrom aufgetreten, aber auch Wind zum Motorsegeln. Gleicht sich alles wieder aus. So. Natale schlaeft, ich muss nach oben, bevor ich irgendwo drauffahre…

09:33 Wir sind doch nicht festgewachsen. Um 5 klingelte der Wecker, 20 Minuten spaeter war die Box der Lady leer und wir mitten im Fluss und auf dem Weg nach JB.
Geschafft, Erleichterung macht sich breit, das war lange genug, dort, in der luxurioesen Einoede. Bei Sonnenaufgang erreichen wir die Singapore Strait und muessen feststellen, dass der Cruising Guide bezueglich der Stroemung recht zu haben scheint. Prima, fast 2 Knoten Strom schieben uns zusaetzlich im Morgenlicht entlang der Skyline mitten durch das Ankerfeld hunderter Frachter. Oel, Autos, Container, was man will. Aus aller Herren Laender, dazu Tugboats, Coastguard, Piloten und Faehren. Augen auf, im Dunkeln moechte ich hier nicht unbedingt langfahren.






  • 09:33
  • 11.03.2005
  • 01°12.32'N, 103°50.50E
  • Singapore Strait / Malaysia
  • Johur Baru / Malaysia
  • 30°C
  • 1 NE
  • -

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