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Auf der Suche nach dem neuen Land

Auf der Suche nach dem neuen Land

18:51 Immer noch kein Land in Sicht. Erwartet aber auch keiner. Mit dem Merlin war ein starkes Stueck. Das Doofe daran ist, dass man sich den ganzen Tag aergert, wenn einem so ein Fisch vom Haken springt. Ein Blue Merlin an einer Schleppangel ist so selten wie ein vierblaettriges Kleeblatt. Mist, Mist, Mist. Alles mein Vater schuld, der hat mich als kleinen Jungen immer zum Angeln mitgenommen.

12:08 Nachdem ich meine Sonntagsbackorgie: Kuchen und Brot beendet habe, lieg ich friedlich im Cockpit mit Buch, als auf einmal Zug auf die Angelleine kommt. Schon wieder ein Biss! Das hoert gar nicht mehr auf, Micha wollte ja Thunfisch!

Schnell schnapp ich mir die Angel und schrei meinen Schatz wach, der in der Koje pennt. Fisch, Fisch, Fisch.
Scheint ein ganz schoener Brocken zu sein, zwischendurch sieht man ihn, wie er 100m hinter dem Boot aus dem Wasser springt. Ganz schoen kraeftig, scheint auch keine Dorade zu sein, die sind ein bisschen friedlicher beim Reinholen.

Inzwischen steht Micha schon mit Handschuhen, Gaff und Pfefferschnaps bewaffnet an der Reling.
Meter um Meter hole ich den Fisch rein, wir raetseln weiter, was uns denn da an den Haken gegangen ist und trauen unseren Augen nicht! Ein Blue Marlin, vor zwei Tagen noch drueber gesprochen und schwupps, haengt er am Haken. Wahnsinn.
Scheint noch jung zu sein, ca. 1,20m lang, keine Diskussion, die Groesse ist zum Essen passabel! Der muss an Bord.

Er will aber nicht, kaempft weiter kraeftig und noch ehe Micha mit dem Gaff zupacken kann, hat er sich losgerissen. Einfach so. Weg ist er! Auf der Lady wird heftig geflucht, noch nicht mal ein Photo haben wir gemacht.

Mittlerweile haben sich die Gemueter wieder beruhigt. Eigentlich ist es gut, dass er sich losgerissen hat, war noch jung, im Kuehlschrank ist noch Dorade und ausserdem sah er wunderschoen aus im Wasser. Viel zu schoen fuer die Bratpfanne.

Aber ich aerger mich trotzdem:-(

07:53 Waehrend ich schlief hat Natale das Boot ganz schoen rollen lassen. Mir war fast schlecht beim wachwerden. :-( Sie wollte halt nicht allein auf Deck rumspringen und den Bullenstander nach steuerbord versetzten. Na ja. Kann man ja verstehen. Jetzt steht das Grosssegel und die Lady laeuft endlich mal auf einem Steuerbordbug. Ohne Gerappel. Herrlich => Raumschoter Kurs.

Die Minidorade von gestern nacht ist im Leichenhaus. Zumindest die essbaren Teile. Ich hab mir jetzt angewoehnt die Viecher gar nicht mehr auszunehmen, weil das so eine blutige Sauerei ist, sondern einfach die Filets abzuschneiden. Jetzt koennen wir daraus Fischstaebchen machen. Vielleicht gibt es ja heute mal einen Thunfisch zur Abwechslung. Hatten wir noch nie.

Das Bergfest ist ueberstanden und ausgekatert. Jetzt kommt nur noch mein Geburtstag und Landfall. Also zweimal mit Neptun trinken.

Wir sind jetzt drei Stunden vor UTC.

Die Thunderstorms haben mich ganz schoen erschreckt heute morgen. Wie schnelll die dawaren. Ist man ja gar nicht mehr gewoehnt.

Noch 921 Seemeilen.

05:16 Wachgeworden bin ich, da die Bewegungen des Bootes sich auf einmal geaendert haben – und von dem Geraeusch der Winschen. Von jetzt auf gleich nahm der Wind zu bis auf 7 Bft, drehte auf Sued, dazu ein wunderschoener Platzregen. Schade, dass es Nacht ist, sonst haetten wir den zum Duschen benutzen koennen.
Micha hat auf jeden Fall einen ordentlichen Schrecken bekommen. Doch so schnell, wie es kam, war es auch wieder vorbei. Mittlerweile haben wir wieder ein bisschen mehr Tuch draussen, nachdem Micha alles bis auf ein kleines Stueckchen Fock weggenommen hatte. Der Wind dreht langsam wieder zurueck, Regen hat aufgehoert.
Das einzige, was geblieben ist, sind ein paar kabbelige Wellen, es rappelt mal wieder im Karton!

01:34 Nachdem die letzten Tage eher ruhig waren, sind wir wohl etwas nachlaessiger mit dem Verstauen gewesen. Jetzt, wo die Lady ploetzlich lossprintet, rappelt es ueberall! Alle zehn Minuten versuche ich wieder erneut irgendetwas auszustopfen, festzuzurren usw. Micha stoert das alles nicht, der liegt im Bett und fuegt der Geraeuschkulisse ein leises Schnarchen hinzu!






  • 01:34
  • 25.11.2001
  • 12°54.16'N, 044°29.55'W
  • Atlantik
  • Tobago/Trinidad
  • 27°C
  • 3-4 E
  • 1,5

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