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Computerspiele

12:14 Ich komme natuerlich im Dunkeln an. Die NIN war ja schon ein paar Tage hier und fuehrt mich rein. Ein paar Wegpunkte und Anweisungen, mit dem Radar (was aber nach 20 Minuten wieder aufgibt) und oh Wunder, ein Ankerplatz. 557 gesegelte, motore, gefluchte und genossene Meilen von Bali bis hierher. Das war kein einfacher Trip. Ne Menge Squalls.

Kurz vor Schluss passiert noch, worauf ich schon vier Jahre gewartet habe. Welle X steigt ueber die Deckshatches ein. Ueber Seekoje und genau die Tastatur des Notebooks. Hmm, jetzt tippe ich hier auf der externen Nottastatur, das Orinal ist mit Regenwasser gespuelt und haengt an der Waescheleine zum Trocknen. Ob’s hilft? Man wird sehen. Morgen.

Erst einmal noch nen Witz und dann gehe ich schlafen:

Johann fehlten 6 Liter Kuehlwasser.

Fuer all diejenigen, die gerne ueber anderer Leute Bloedheit lachen: Lachen Sie jetzt ueber mich, ich hab es schon ausfuehrlich getan.

12:14 Habe heute Vormittag endlich auch mal die ganzen besorgten Gaestebucheintraege bekommen. Hatt nen bisschen gedauert, weil war ne bisschen groessere File und ueber Funk ist das ja alles ziemlich langsam. Also! Der Anlass ist zwar ein sehr trauriger, aber trotzdem habe ich mich gefreut das so viele Leser sich um uns Sorgen machen und das auch im Gaestebuch verbalisieren. Da fuehle ich mich dann doch gar nicht mehr so alleine, wenn wieder einer mit dem Hammer von oben auf die Lady einschlaegt. Danke.

Sailmail hat uns dann auch direkte Verlaengerung der taeglichen Einwahlzeiten eingerichtet. Also irgendwie sind alle ganz aus dem Haeuschen. Die letzte Zahl, die ich mitbekommen habe ist 80.000 Tote. Ich mein, dass ist ja wie im Krieg ;-((( Nicht schoen.

Gut. Trotzdem auch fuer unsere Leser unseren Neujahrsgruss.
(Juergen, der von den PRINZEN hat gelaestert, dass sich das anhoert wie die Ansprache vom Bundespraesidenten. Gemein der Juergen. Nicht? Aber so moegen wir ihn.)


Dear Friends,

Nathalie & Michael from IRON LADY wish you and your family all the best for the coming year 2005.

We spent a wonderful season in Vanuatu, PNG and finally Indonesia and had a great time meeting lovely people, exploring
land and water and charing all those experiences with you. After almost four years living on the water, we have to admit,
we still love it with all its different aspects.
Currently Micha is taking IRON LADY single hand from Bali to Singapore, as long as Nathalie is celebrating the holidays
with friends and family in Germany.

For us, the coming year will bring one of the biggest changes there are in life. We are expecting our baby, the new
crew member. Looks like we have to stop making plans. But as most sailors say, the good thing about plans is, you can
change
them.

We wish you all a year full of plans and changes, good luck, fair winds and health. We hope for more peace on earth and a
a good relationship between the people of different nations and religions in the world. The hospitality and friendship of
all the people round the world, that we met, show, it could be possible.

Our thoughts in those last days of 2004 are with the victims of the earthquake and tsunamis in the Indic Ocean. Luckily,
IRON LADY was still to far south to be affected by this catastrophe.

Michael & Nathalie

05:31 Seit 2:00 Uhr wird wieder scharf geschossen. Ich wache auf von meinem Seglerinstinkt geweckt. Ah ja, noch Vollzeug drauf fahren wir in Big Brothers Black Wall, ist ja schon toll so nen Instinkt. Noch halb im Schlaf rolle ich das Gross komplett weg, die Fock auf Handtuchgroesse, halb schlafend sitze ich in der Ecke der Plicht, brav verbindet mich die Nabelschnur mit Mama LADY. Dann kommt sie, die Wolke, oben im Himmel sitzt jemand mit einem grossen Hammer und schlaegt immer wieder auf die Lady, die liegt schraeg mit der Suellkante in der See, nur vom Rig, die Boen heulen, upps, das ist aber jetzt mal mehr als 30, dass ist wie auf den Gambier, 50 Knoten, damals hab ich mir schon in die Hose gemacht… Ts, ts, ist ja gleich vorbei, keine Panik… Ich habe fast das Gefuehl gleich fliegen uns die Sonnenpaneele weg, da hoert es auf, Ruhe um uns rum. Seit dem alle 30 Minuten neuer Angriff des NW Monsums auf die Lady.

Mir reichts, ich tue den Motor rein um endlich auf den Ankerplatz zu kommen. Drei Minuten spaeter rieche ich Oel. Nix da, kaputter Temperatursensor, da is ne Embolie im Oelkreislauf, wer weiss was. In einer Kampfpause mit dem Monsum mache ich einen Oelwechsel. Motor an, jetzt geht er. Doch wieder Mehrbereichsoel, statt Einbereichsoel, ne, dass ist was anderes, aber egel, jetzt bleibt der erst einmal an. Heute Abend will ich in flachem Wasser sein, Sueppchen essen, Wein trinken und meiner Natale nen liebes Mail schreiben. Wenn ich nicht schon fast da waere, vielleicht wuerde ich, wie Juergen, einfach umdrehen. Aber wer weiss, vielleicht ist in Bali jetzt auch jeden Tag so nen Wetter angesagt.

Darf ich mal fluchen?
Kackeverdammtealte!






  • 05:31
  • 30.12.2004
  • 03°50.45S, 111°57.91E
  • Java Sea/Indonesien
  • Kumai/Borneo/Singapore
  • 28,9°C
  • 2 NW
  • 2-3

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