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Trinidad 2.0

Arbeitsaufenthalt im Schnelldurchgang

Die zweite Version ist ja bekanntlich immer schneller und besser. Gleiches haben wir für unseren Zwischenstopp in Trinidad vor. 24 Stunden geben wir uns. Nach einer genialen Überfahrt bei Leichtwinden in sternklarer Nacht schleichen wir am Morgen in der Dämmerung durch den Boca und in die wohlbekannte Anchorage von Chaguaramas. Bei Peakes ist der Platz am Ende des Anlegers frei, perfekt für uns, doch unser Yanmar hat keine Lust mehr. Motorüberhitzung, Micha dreht den Schlüssel, ich werfe den Anker, keine 100 Meter von Peakes entfernt. Doch wieder ein längerer Aufenthalt? Ein Rückschlagventil in der Verteilung des Seewassersystems ist vermutlich verkalkt, so dass beim Abspülen der Toilette bei Schräglage Luft ins System kommt. Nach kräftigem Durchspülen, schnurrt der Motor wieder, alles gut. Kurze Diskussion über die Notwendigkeit des Einklarierens, ich setze mich durch und die gesamte Familie wandert zur Immigration. Definitiv nicht 2.0. Hier geht alles so langsam wie immer, oder noch langsamer? Über eine Stunde verbringen wir alleine in der Immigration und als die Beamtin ihren eurostückgroßen Stempel in die Mitte einer frischen Doppelseite in Michas Pass knallt, ist der Skipper kurz vor dem Platzen. Zum Zoll gehe ich sicherheitshalber alleine und schicke die Familie mit ein paar TT in der Tasche zum Supermarkt, Cola kaufen um erhitzte Gemüter auf Normaltemperatur zurückzukühlen. Das klappt gut, ein freundliches Schwätzchen mit dem Zoll später sind wir ein- und sicherheitshalber auch direkt wieder ausklariert. Bis zum nächsten Tag 16 Uhr dürfen wir in den Gewässern Trinidads bleiben, das sollte reichen. Die MARLIN verholen wir an den Steg, 21 US Dollar zahlen wir die Nacht, Wasser und Strom inklusive, dafür gibt es weiter nördlich noch nicht einmal volle Wassertanks.

Und los geht’s mit der Erledigung der To-Do Liste: Wasser tanken, Deck waschen, Dinghi schrubben, 3 Industrieladungen Wäsche waschen und trocknen, Kinderschuhe und Bastelkram in der Mall besorgen (beides in der Karibik nur schwer in gewünschter Qualität zu finden), Würstchen einkaufen (fürs Lagerfeuer auf Blanquilla, waren im Norden immer zu teuer), Glühbirnen für die Navigationslichter , Dieseltank für läppische 30 Eurocent pro Liter auffüllen und natürlich das allerwichtigste: den Wassermacher einladen.

Am Abend sitzen wir mit schweren Augenlidern im Cockpit und versuchen den Geschichten von Laura und Thorsten zu lauschen. 3 Stunden Schlaf reichen eben nicht mehr, schon gar nicht bei dem Programm, aber es sieht schwer danach aus, als kämen wir morgen tatsächlich wie geplant vom Hof.



  • 12:37
  • 08.08.2013
  • 10°40.7400'N, 61°38.2400’W
  • -
  • Chaguaramas/Trinidad
  • Bonaire
  • 28°
  • 8 kn/E

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