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Spicemas 2013

Carnival Launch

Gegen 16 Uhr machen wir uns auf den Weg in die Stadt, die Kinder natürlich verkleidet, Lena als furchterregender Pirat mit Tattoos und Narben, Maya geht als Piratenpapagei. Vor dem Containerhafen bringen sich gerade schon die „Angel Harps“ in Formation, zwei LKWs, zwei Dutzend Steeldrums. Es klimpert und klingt. Der Kreisverkehr wird gerade abgesperrt, die Polizisten tragen so bunte Uniformen, dass sie ebenfalls verkleidet wirken, ist aber echt und war letzte Woche schon genauso. In der Carenage, wo die Fischerboote am Dock liegen, sind Tribüne und Zelte aufgebaut. Sicher kein Vergleich mit dem Karneval in Trinidad, aber heute ist ja auch nur der Anfang, der Start der Saison.

Als Auftakt der fünften Jahreszeit findet eine Parade an der Carenage statt, preisgekrönte Soca- und Calypsostars der Vorsaison spielen auf, DJ Fat Boy George verspricht Tanz bis zum Morgengrauen und die typischen Figuren des Grenada Karnevals ziehen durch die Strassen. Die Jab-jabs oder Devil Mas Bands, schwarzgekleidetete gruselige Gestalten mit gehörnten Helmen und Plateauschuhen, ziehen klappernde Wellbleche über den löchrigen Asphalt, die farbenfrohen Shortknees in ihren arabisch anmutenden Kostümen lassen kiloweise Babypuder aus weißen Dosen fliegen. Alle sind mit Begeisterung bei der Sache, bis auf die leichtbekleidete Schönheit auf Stelzen, die sich zwischen gelangweilten Tanzbewegungen immer wieder ihrem Blackberry widmet, dass fest im Netzhandschuh verstaut ist.

Nach der Parade gibt es natürlich viel zu essen, gegrilltes Huhn, Schwein, Fisch und Pommes und natürlich Carib und Stag, die lokalen Biersorten. Wir kehren in, bzw. vor unserer Lieblingskneipe ein. Dort wird richtig gefeiert. Keine blankpolierten Steeldrums spielen hier die Musik, sondern Schrott. Radkappen, alte Dieselfässer, eine Lampe von einer Baustellenabsperrung, Bremsblöcke. Egal, was klingt darf auf den Musiktisch und wer Rhythmusgefühl hat, darf zu den Stöcken greifen. Die Hits kommen vom Band, doch die Altmetallmusik ist lauter. Die Straße tobt, alles tanzt, sogar Maya und Lena haben zwei kleine Freundinnen gefunden und lassen sich mit in den ausgelassenen Tumult ziehen. Um neun sind alle k.o, die Waden und Füße schmerzen, Heimweg ist angesagt. Die Locals tanzen noch wie angekündigt bis zum Morgengrauen, wir liegen dann doch lieber irgendwann in der Koje.






  • 18:00
  • 02.06.2013
  • 12°02.5290'N, 61°45.3860’W
  • -
  • St. Georges/Grenada
  • St. Vincent and the Grenadines
  • 30°
  • 12 kn/E

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