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Gewöhnungsbedürftig

Ankern und socialen...

Der Panda, so heißt er jetzt, einfach und sorglos, rappelt nun brav im Heck der MARLIN. Er ist wirklich sehr leise, weniger wegen seiner Kapselung, sondern weil er im Motorraums steht und der einer der fünf seewasserdichten Sektoren der MARLIN ist. Aluminiumtür zu und Ruhe sozusagen. Stört also nicht weiter und weil unsere Batterien, immer noch die alten, eher Energiepuffer als Batterien sind, rappelt er im Moment auch jeden Morgen und jeden Abend für eine Stunde. Das kostet zwei Liter Diesel am Tag zu 36 Cent, weil Trinidad Diesel. Das geht. Am Tag dann scheint die Sonne und bläst der Wind.

Ansonsten treffen am Nachmittag mal eben eine Horde neue Boote ein. Schweden mit Kindern, Österreicher mit Kindern, da ist Nathalie ganz aufgeregt und nach unserem Stadtbesuch wird direkt ein Bordwandbesuch durchgeführt. Es scheint sich zu bewahrheiten, was wir vermutet haben. Das soziale Leben mit Kindern an Bord von Yachten, ist in der Karibik weit mehr verbreitet, als im einsamen Patagonien.

Mein Vormittag widme ich der Luke im Kinderzimmer, weil es da durchregnet. Meine provisorische Reparatur in Suriname hat es nun hinter sich, die leckt jetzt auch, also komme ich nicht umhin, den Rahmen rauszunehmen. Der ist in Sika eingesetzt, was mir natürlich erhebliche Schwierigkeiten bereitet.

Wenn ich also schon zwei neue Zwingen brauche, die meinem Problem Herr werden können, eine Heißluftpistole haben wir von der LADY mitgebracht, so kann ich wenigstens auch endlich in den lokalen Fischerladen hinter dem Busterminal gehen. Ohne Familie! Ich decke uns gut ein mit Leine, Doppelhaken aus Edelstahl, einem Fancy Lure, mit dem ich meinen ersten Marlin fangen werde. Verspricht der Verkäufer! Aber vor allen Dingen einen neuen Speer für meine Omer Harpune, den originalen Speer konnte ich nicht mit im Flugzeug mitnehmen. Micha glücklich!

Zurück auf der MARLIN hat sich ein monströser KAT eine Bootslänge vor uns platziert, obwohl doch der Ankerplatz riesig groß ist. Ein anderes Boot hat direkt an unserem Heck sein Anker geworfen. Kommt einem ja auch im Boot immer besonders dicht vor und is dann doch viel weiter weg. Daran werden wir uns auch wieder gewöhnen. Ilona und Johann kleben plötzlich an der Bordwand. Sie finden die MARLIN sooooo... hübsch. Ob sie mal an Bord kommen dürfen, steht in ihren Augen geschrieben. Die Beiden sind supernett und leben auf einem Catana 43. Na, da würde ich doch nicht meckern an ihrer Stelle. „Nein, die MARLIN ist nicht zu verkaufen!“, ist meine Antwort auf die verdeckte Frage. „Alles ne Sache der Preises“, meint Nathalie. Aber da bin ich anderer Meinung. DEN Stress der letzten sechs Monate, den tue ich mir nicht noch mal an. Ne. Danke. Das macht mein Herz nicht noch mal mit.



  • 22:22
  • 29.05.2013
  • 12°02.5290'N, 61°45.3860’W
  • -
  • St. Georges/Grenada
  • St. Vincent and the Grenadines
  • 30°
  • 18kn/E

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