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Deutschland zeigt sich von seiner schönsten Seite

Am See

Manfred (Kamerateam) und ich müssen uns zusammensetzten. Keiner hat irgendwie Zeit und so kommt der sogenannte „Businesstermin“ am Samstag zustande. Die Sonne knallt. Die Straßen sind leergefegt, die heiße Luft flimmert über der Teerschicht. Mit der Bahn schlage ich mich nach Krefeld durch und Manny holt mich ab und bringt mich zum See. Mit einer kleinen, feinen Gesellschaft von Freunden, haben sie sich einen Platz am Böllinghofener See gepachtet und sich dort ihren privaten Steg, ihr privates Stück Paradies geschaffen.

Es wird gegrillt und wir sitzen schattig unter den Bäumen, die Sonne brennt und der Steg ist voll mit ausgehungerten Sonnenanbetern. Mir ist das zu heiß auf dem Steg. Erst als sich die Sonne deutlich senkt, sitzen wir plötzlich alleine auf dem kleinen Paradies. Schon auf der Fahrt habe ich mich an meine Jugend erinnert, denn ich komm eigentlich auch nicht aus Düsseldorf, den Häuserschluchten, sondern einem kleinen Vorort, Kapellen bei Moers. Das Grün des Sommers ist hier „Auf dem Land – Der linke Niederrhein!“ schon sehr schön. Baggerlöcher gibt es überall zu finden, wenn auch meist überlaufen an den wenigen richtig heißen Tagen, doch es ist eben einzigartig, so was haben wir auf der ganzen Welt noch nicht gefunden. Hier, so wie heute am See, bin ich viele Jahre aufgewachsen. Im Hintergrund rausch die A57 und sogar hier erinnere ich mich wie wir beim Bau der Autobahn auf den Kieshügeln gesessen haben und die vorbeifahrenden Sandlaster mit selbstgebauten Fletschen und Steinen beschossen haben. Mit Sicherheit würde ich mich wohler fühlen in Deutschland, wenn ich und vor allen Dingen meine Kinder nicht in der Düsseldorfer Innenstadt, sondern hier auf dem Land aufwachsen würden. Wenn die andere Seite vom Rhein dann noch 200 Meilen entfernt wäre und das Klima so wie auf den Kanaren wäre, hey, dass wäre der Hit.

Am Nachmittag taucht noch Thomas mit Eva, der tollsten Frau der Welt (sagt Thomas! Ich kann das nicht beurteilen), auf. Seine Kinder liegen wahrscheinlich an einem anderen See. Aber so ohne Kinder sind die Beiden auch mal etwas entspannter. Thomas ist eh immer noch voll entschleunigt von der Zeit mit der LADY, was mich natürlich sehr freut. Dazu bringt er Wein aus seinen Weinhändlerbeständen mit, Manny macht Grillteller oben unter den Bäumen und so langsam steigt mir alles etwas zu Kopf. Samstag Nachmittag, heute mal ohne Kinder und Frau. Ich genieße auch das. Seele baumeln lassen. Spass am See. Hammer. Die Stunden bis zur Mückeninvasion vergehen schnell und wäre nicht Eva dagewesen, die den wunderschönen alten Kerstings VW Käfer, bis zur Straßenbahnstation gefahren hätte, an dem noch eine rettende Bahn Richtung Häuserschluchten abging, würde ich immer noch auf dem Steg liegen und tiefenentschleunigen. Danke an Manny, Thomas und Eva!

Der See ansich, ein tolles Fotomotiv. Klar, schleppe ich zumindest die kleine Videokamera mit. Ich versuche die Situation einzufangen, wofür auch immer, doch die Kamera spricht nicht mit mir. Ich habe die Speicherkarte zu Hause vergessen. Tja, man wird eben älter. Daher das IPhone Photo von Manny. Danke Manny.



  • 23:52
  • 05.06.2010
  • 51°14.46'N, 006°46.62'E
  • Düsseldorf
  • Brazil
  • 24° geschätzt
  • 1bft N geschätzt
  • -

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