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Pechsträhne

Was geht und was nicht…

Ich hatte mir grade eine neue Umhängetasche für Kamera und Utensilien gekauft. Keine Lust mehr immer den schweren Rucksack mitzuschleppen. Praktisch so was, auch weil man sich nicht so viel Gedanken machen muss, dass einem einer von hinten des Rucksack aufmacht und die Sachen klaut. Doch es sollte anders kommen, klar, weil es ist der Dreizehnte gewesen. Eine kleine Flasche mit so einem Isodrink entleerte sich unbeabsichtigt in dem Beutel über die Kamera. Die klebrige Brühe läuft über ins Innere und über die Elektronik. Was soll ich sagen, ist nicht die erste Kamera, ich, der Micha, war es selber Schuld. Doof, ne?

Und so erkunde ich in den letzten Tagen die Stadt nicht auf der Suche nach schönen Fotomotiven und tollen Erlebnissen, sondern auf der Suche nach einer neuen Batterie, die kaputt ist. Die finde ich auch, aber nicht die Batterie der Kamera ist kaputt. Aber was soll’s, es gibt hunderte von Elektronikschraubern, die unmögliches möglich machen. Meiner heißt Nelson und ist wirklich nett. Abends fahre ich nochmal den langen Weg in die Stadt und er sitzt jetzt wirklich vor dem offenen Herzen, die Kamera in hundert Einzelteile zerlegt. Auf einer Platine sind mehrere IC’s verbrannt und Kurzschlüsse zu sehen. Aus. Vorbei.

Wenigstens das gute Objektiv hat die Wnuksche Operation „Pechsträhne“ überlebt und so mache ich mich auf die Suche nach einer neuen Kamera und plündere nebenbei schon mal die Bankomaten um das Geld in cash zusammenzubekommen, denn mit Karte wird in Bolivien nicht gezahlt. Anbieter gibt es genug, aber was da so schick hinter Glas steht sind meist refurbished Kameras, generalüberholt. Sagt einem aber keiner. Und so verbringe ich Stunde um Stunde in der Einkaufsstraße der Elektronik, tingel von einem Händler zum nächsten um eine echte Nikon D5100, neu!, zu erwerben. Meine Bemühungen sind von Erfolg gekrönt und ich tingel wieder zurück zu Nelson, der die Alte Nikon mit Zeit reparieren soll. Ich lasse ihm den Originalkarton meines Neukaufes da, damit er dann den ganzen Kram irgendwann als refurbished verkaufen kann und mir Geld schickt. „Wer’s glaubt wird selig!“, sagt Nathalie, aber ich glaube Nelson. Ich weiß zwar nicht warum, aber ich glaube fest an das gute Gefühl was ich habe.

In der Hexenstraße in La Paz wird alles zum Verhexen verkauft. Unter anderem auch getrocknete Lama-Embryos, die man unter dem Fundament eines Neubaus vergräbt und die dann Glück bringen sollen. Mir haben der Anblick der Lamas nur Unglück gebracht. In La Paz kenne ich mich inzwischen recht gut aus.






  • 22:30
  • 15.09.2012
  • 16°30.5298'S, 068°07.9683’W
  • South
  • La Paz / Bolivien
  • Antofagasta / Chile
  • 15-20°
  • 0 kn
  • 0 m

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