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Dentist Street

Warp III

Es geht eindeutig wieder nach Süden. Wir packen die halbkranken Kinder ins Auto und steuern Herrn Beuger Richtung Titikaka See. Ich muss zugeben, nach fast zwei Monaten ist so langsam mal wieder Heimat angesagt. Alle vermissen die LADY, aber ein Blick auf den Wetterbericht zeigt. In Puerto Montt regnet es immer noch. Nun, also lassen wir uns Zeit und erreichen gegen Abend die Stadt Puno. Wir haben wieder mal kein Hostel gebucht, suchen eine günstige Bleibe mal wieder spontan finden wir ein sauberes Bed and Bread für einen günstigen Preis. Das sauberste seit langem. Garagenparklatz inklusive. Sogar etwas Blick auf den See gibt es. Na, mal wieder Schwein gehabt. Das Hostal in Cusco hat aber auch gereicht. Nachts wird das Wasser abgestellt, die Familie streitet, die TV süchtige Chica Samanta, die die Glotze morgens um sieben einschaltet, durchgehend, abends um 12 dann doch endlich mal ins Bett geht, macht bei laufender Glotze Schularbeiten mit Morena und motzt die an, sich zu konzentrieren. Das Verständnis für fremde Kulturen setzt bei mir aus, bevor ich mich aufrege, ziehen wir Leine.

Es geht durch das dreckige, lebendige Juliaca. Ich muss zugeben, ich würde gerne aussteigen und mit Nathalie durchs Gewühle der Märkte ziehen. Mit zwei Kindern, geht das nicht. Nathalie würde immer denken, uns werden die Kinder geklaut. Ich hätte Angst das Herr Beuger grade aufgebrochen oder geklaut wird. Usw... Eltern eben. So ist das. Eben doch alles anders mit Kindern. Dafür sind eben andere Sachen schön. Das Leben hat immer mindestens zwei Seiten, meist noch viel mehr. Du, der das liest bist eine davon. Und so fahren wir durch die mit Dreirädern vollgestopften Straßen, hupen mit was das Zeug hält, fahren über rote Ampeln um den Verkehr nicht aufzuhalten. Hier ist Business klar nach Straßen gegliedert. Es gibt Straßen für Autozubehör, für Motorräder oder eben führ Zähne. Die Zahnstraße ist lang. Ein Dentista reiht sich an den anderen. So geht das mindestens fünf Hausblöcke a 10 Läden. Muss ja ein unheimlicher Bedarf sein. Auf den Plakate wird geworben: Von der Zahnspange über Wurzelbehandlung bis zum Implantat. Bestimmt günstiger als in Deutschland – wer sich traut.

Bei der Einfahrt in Puno werden wir von der Polizei angehalten, weil wir am helllichten Tag ohne Licht gefahren sind. Das die Peruaner die Chilen gar nicht mögen, haben wir auch schon gemerkt. Herr Beuger ist chilenisch und zeigt das schon am Nummernschild. Statt Geld, drücke ich dem Officer den deutschen Führerschein in die Hand und wir dürfen weiterfahren. Manchmal ist es eben doch praktisch Deutscher zu sein.

Morgen fahren wir weiter an die Copacabana – so heißt der erste Landstrich direkt hinter der Grenze nach Bolivien. Moment war das nicht eigentlich in Rio de Jainero?



  • 18:56
  • 04.09.2012
  • 15°49.4600'S, 070°00.5220’W
  • South
  • Puno / Peru
  • Bolivien
  • 15°
  • 0 kn
  • 0 m

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