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Markthalle

Alltag am Nabel der Welt

In Cuzco gönnen wir uns eine Atempause, fünf Nächte, bis Samstag wollen wir hierbleiben, um uns in aller Ruhe die Stadt anzusehen. Schule am Morgen, sight seeing am Nachmittag, ein ganz geregelter Alltag, nur Micha ist leider nur halb mit von der Partie, den er hängt vor seinem Macbook um einen Job fertigzubekommen.

Immerhin, zur Mittagspause können wir ihn loseisen und die führt in die Markthalle San Pedro im Herzen von Cuzco. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt. Von frischem Obst und Gemüse, über Fleisch, Käse, Kunsthandwerk, Cocablätter, zu Quinoa, Linsen, Erbsen und unzähligen Kartoffelsorten. Für die Hartgesottenen gibt es auch wahlweise lebende oder tote Frösche, bzw. irgendein Extrakt daraus, auf bunten Decken zucken schwarze Raupen um die Wette und auch ein Heiler mit seltsamen Tinkturen und Pülverchen, die vor allem Übel schützen sollen, preist seine Ware an.

Wir halten uns an Obst, Gemüse, Käse und den Mittagstisch einer der vielen kochenden Muttis. Wer Ruhe sucht, ist hier fehl am Platz. Vor unserem Tisch postiert sich ein Gläubiger Christ und versorgt uns während der Suppe mit einem Tischgebet, von links trompetet mir ein Strassenmusikant mit der Maultrommel ins Ohr und rechts soll ich wahlweise Tierbücher oder Obstschalen kaufen. “Guck nich hin, sonst denken die, Du willst was kaufen” raunt die erfahrene Weltenbummlerin Maya ihrer kleinen Schwester ins Ohr.

Nach dem Essen seilt Micha sich wieder ab, die Kinder und ich stürzen uns ins Getümmel. Enge Gassen mit Kopfsteinpflaster winden sich bergab und bergauf durch die historische Altstadt und auch wenn heute davon nicht mehr viel zu sehen ist, sind viele dieser prächtigen kolonialen Bauten aus den Felsblöcken gebaut, mit denen einst die Inka hier das Zentrum ihres Reiches gegründet haben.

Vor einer der zahlreichen Kirchen der Stadt ist anlässlich des internationalen Tages der Folklore (wusste nicht, dass es so etwas gibt) eine Bühne aufgebaut. Auf den kalten Stufen warten wir die übliche südamerikanische Verspätung von einer Stunde, bis das Schauspiel beginnt und fünf lokale Tanzgruppen ihr Können zeigen. Knallbunte Kostüme, Andenmusik, die Kinder sind begeistert. Die alte Oma ohne Zähne neben mir kichert, als die Tänzerinnen ihren männlichen Kollegen bei der Balz eine Abfuhr erteilen und sie choreographisch gekonnt auf den Asphalt stossen.

Auch in unserem Hostal können wir uns über mangelnde Unterhaltung nicht beklagen, denn gestern morgen ist eine kleine Strassenzirkustruppe eingezogen, die tagsüber übt, musiziert und die Kinder bei Laune hält, ab mittags sind auch Milka und Morena, 5 und 7, die beiden Kinder der Besitzerin zu Hause, ein perfekter Ort also, um es mehrere Tage auszuhalten.






  • 21:49
  • 22.08.2012
  • 13°30.8330'S, 071°58.7145’W
  • By Car / North
  • Cuzco/Peru
  • Machu Picchu
  • 13°
  • 0 kn
  • 0 m

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