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Kitsch

Jetzt fehlt eigentlich nix mehr.

Arequipa haben wir den Rücken gekehrt. Gestern musste Herr Beuger (4-Runner) zum Onkel Doktor. Eigentlich nur Ölwechsel, aber mit Paul, dem Mechaniker unter Herrn Beuger in der Grube haben wir dann den Grund gefunden, warum Herr Beuger so komische Geräusche macht. Eine Verstrebung, also ein Teil des Querlenkers der Lenkung war durchgebrochen auf der Steuerbordseite, an der Backbordseite verbogen. Überbelastung. Musste natürlich sofort ausgewechselt werden. Mit der Lenkung sollte man nicht spaßen in den Serpentinen der Berge die wir im Moment hoch- und runterklettern. Diverse kleine Reparaturen kommen dazu und Paul arbeitet den ganzen Tag an Herrn Beuger. Gut das wir nicht in Deutschland sind. Der teuerste Posten auf der Rechnung ist das Öl.

Mit gutem Gewissen und einem wieder sicheren Auto geht es heute in die Anden hoch. Richtung Colca Tal. Jetzt wird es interessant. Wir erreichen die weltbekannten Naturschutzgebiete und die Gegend um Machu Picchu. Es wird so schön, dass es echt kitschig wird. Um unser Ziel Chivay zu erreichen muss Herr Beuger über 4.900 Meter hoch. Bei 4.000 Meter war letztens mal kurz Schluss, wegen Sauerstoffmangels, doch Paul hat auch den verstaubten Luftfilter ausgeblasen. Herr Beuger rappelt prima die engen Serpentinen an den Vulkanen hoch und wer schnauft ist der Micha und Nathalie. Am Aussichtspunkt ein paar Meter gehen, führt zu Schwindelanfällen und Atemnot wegen der dünnen Höhenluft. Ich mache mir etwas Sorgen, wie die nächste Zeit werden soll.

Das Colca Tal liegt auf der anderen Seite wieder auf 3.600 Meter. Angekommen finden wir schnell die billigste Unterkunft seit dem wir losgefahren sind und in dem kleinen pittoresken Dorf wird kräftig das Maria Himmelfahrt Fest vorbereitet. Wir laufen durch die Straßen, ich atme alle 10 Mal immer mal wieder kräftig durch. Das Straßenbild hat sich komplett geändert. Wir essen eine undefinierbare Suppe, Alpaka Fleisch mit Reis auf dem Markt, das Menü zu 5 Soles (1,5 Euro). O.K. Wir brauchen jetzt keine Küche mehr im Hostel, dafür müssen sich unsere Verdauungssysteme ans Essen gewöhnen.

Mit Maya erwerbe ich eine Tüte mit Coca Blättern für 30 Cent. Das benutzen die Indios um daraus Tee zu machen oder die Blätter zu kauen gegen die Höhenkrankheit und was es sonst noch so gibt. Neugierig schiebe ich mir ein Blatt hinter die Backenzähne. Blitzartig verschwindet meine Höhenkrankheit. „Ach Quatsch, das bilde ich mir jetzt ein. Oder nicht?“ Kurz darauf kann ich schon mit Lena auf den Schultern über den Dorfplatz laufen – ohne zu hecheln. Mit dicken Pauken, Trompeten und Hörnern fangen die Locals schon mal an zu feiern. Lautstark laufen sie kunstvoll verkleidet durch die Straßen und trinken dazu irgendwas klares in kleinen Bechern aus Colaflaschen am Strassenrand. Bestimmt auch was Interessantes. Aber für heute reicht es. Uns zieht es unter die drei Alpaka Decken im Hostal. Heute Nacht wird es bestimmt an die Null Grad gehen und geheizt wird hier nicht.






  • 20:38
  • 14.08.2012
  • 15°38.1778'S, 071°36.1115’W
  • By Car / Northeast
  • Chivay, Peru
  • Machu Picchu, Peru
  • 08°
  • 0 kn
  • 0 m

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