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Road Movie

Gute Nacht kleiner Igel

…ist der letzte Satz vom Bett neben mir. Jetzt schnarcht es. Wir sind in einer total schrägen Herberge quasi mit dem letzten Licht eingetroffen. Der Lack ist eindeutig schon ab, zumindest keine Kakerlaken unter dem Bett. Dafür günstig und weil wir morgen früh schon weiter wollen in das Naturschutzgebiet „Punta Azucar“ etwa 200 Kilometer weiter nördlich von Copiapó, muss es auch nicht schön sein, sondern nur günstig. Wir buchen keine Zimmer mehr für vier Personen, sondern rufen jetzt nur noch vorher an und reservieren ein Doppelzimmer. Punkt. Eine Luftmatratze für die Kinder haben wir im Gepäck und die Chilenen zahlen eh nicht für Kinder unter zehn.

Und überhaupt ist es schon der Wahnsinn, von 16qm Boot, einem sogenannten voll ausgestattetem, schwimmenden Haus in ein kleines Auto zu steigen, mit vier Personen, vier blauen Kisten mit Deckel, je zwanzig Liter. Schulunterrichts-Materialien, Geschirr, Lebensmittel, Ost und Gemüse. Ein Zelt, vier Schlafsäcke, zwei Decken, zwei Luftmatratzen, zwei Taschen mit Kleidung und vier Rucksäcke. Noch eine 10 Liter Kiste mit Spielzeug zwischen den Kindersitzen auf der Rückbank. Wir hocken mal wieder 24 Stunden aufeinander und um komplett miteinander zu verwachsen. Geht es uns gut dabei? Ja, es geht uns gut.

Wäre es die letzten zwei Tage nicht so wunderschön gewesen in Vicuña, wären wir auch schon langst in Naturschutzgebiet, hätten vielleicht auch schon mal eher berichtet. Aber unser Hostal in Vicuña, es war zwar auch runtergekommen, aber es hatte so viel Charme, lag direkt am Plaza de Armas, die heißen hier in jedem Kaff so. Dort ist ein Brunnen, Bäume die Schatten geben und Abends trifft man sich, man flaniert, es wird getanzt, so wie heute hier in Copiapó… Und klar, genau heute habe ich keine Kamera dabei, ich Idiot.

Und so kam es dass meine Schuhe, meine alten Wanderschuhe, die eh kaum noch Profil hatten, nun wirklich aufgegeben haben. Kein Problem, wirr halten in La Serena und kaufen in der Mall neue. „Sechsundvierzig? Nein, wir führen nur bis Vierundvierzig.“ So oder so ähnlich ging es den ganzen Gang durch die schicke Mall, dann treffe ich zufällig Nathalie im letzten Laden wieder vor den C.A.T. Stiefeln und der Verkäufer findet tatsächlich die Größe 13. Was auch immer das ist, ob chilenisch, amerikanisch oder europäisch. Sie passen und ich bin glücklich. Maya und Lena auch und endlich geht es los. Wohin? Wir erreichen die Atacama Wüste im Norden von Chile. Das Wetter ist schlecht. Schleierwolken ziehen am Himmel. Schade auch, denn gestern hätten wir gerne eine Astronomie Abend im Cerro Mamalluca Astronomic Observatory gemacht. Aber wegen ausnahmsweise mal schlechter Sicht hat das Observatorium abgesagt. Und deshalb sind wir jetzt mitten drin in der Atacama wo wir dem Himmel am nächsten sind, die meisten U.F.O.’s landen und die größte esoterische Energie der Welt auf die Erde trifft. Die Wüste ist wunderschön, das Licht so unglaublich einnehmend und die Bilder die an einem vorbeirauschen auf dem Weg nach Norden so faszinierend, dass man sie eben einfach nicht beschreiben kann. Vielleicht bin es aber auch ich, den ein Ozean genau so wenig langweilen kann wie eine karge Wüste, dem der neue Schuhe hat, die bestimmt eine Weile lang halten.






  • 22:03:00
  • 21.07.2012
  • 27°21.7589'S, 070°20.0800’W
  • By Car / North
  • Copiapó / Chile
  • Peru
  • 12°
  • NA
  • NA

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