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Fast drauf ist auch daneben

Fast drauf ist auch daneben

25 Meilen Süd haben wir heute geschafft. Na, wenn das nicht was ist. Wunderschönes Segeln muss man vermerken. Tolles Segelrevier. Wenn da nicht dieses Riff gewesen wäre. Statt weit drumrumzufahren, ohne genaue Karten, versuchen wir es mit Polbrillen und jede Menge Erfahrung. Weit gefehlt, auf dem Fischfinder steht plötzlich eine senkrechte Linie, die Tiefe springt von 6 Meter auf 1 Meter, Natale schreit auf dem Bugsprit, ich reisse die Pinne rum, trete auf den Gashebel und irgendwie schaffen wir es den Strich auf dem GPS wieder zurückzumotoren, gegen die Strömung die uns wieder aufs Riff treiben will. Madagaskar. Trau Deinen Augen nicht, den Karten nicht und niemals ohne Echolot. So nen Vorausschauendes, dass wäre hier echt keine schlechte Investition.

Die kranke Sandra ist nicht aufgetaucht. Wir fragen noch mal im nächsten Dorf und erfahren, dass der Onkel sie doch ins Krankenhaus nach Hellville gebracht hat. Vielleich ganz gut so, denke ich mir, sonst wären wir bestimmt noch ein paar Tage wegen des kranken Mädchens hängengeblieben. Wir fahren schnell raus, der Seewind hat schon eingesetzt und ich schüttel schon wieder mit dem Kopf. Vorletzte Nacht im Dunkeln hatten wir auch mehr Glück als Verstand. Die Trackingline des GPS führt über die flachste Stelle des Eingangs der Bucht.

Weiter können wir heute nicht. In der Bucht die nach Westen gut geschützt ist, steht 15 Knoten Nordwind und unsere Bananastaude unter dem Heckkorb verliert den Raumgleiterontakt, landet im freien Fall im Wasser. Der Skipper direkt hinterher. Staude gerettet. Gute Übung, aber im Falle, das Maya über Bord geht, würde ich mich nicht erst ausziehen.

Familientoben im Cockpit, weil Landgang ist wegen Rock n’ Roll nicht drin. Die Sonne geht am Horizont unter und der Wind hört schlagartig auf. Madagaskar.



  • 17:51
  • 17.10.2006
  • 14°06.46S, 047°45.59E
  • Madagascar/Antany Mora
  • South Africa
  • 28°C
  • 3-4 N
  • 1,5

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