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Das volle Programm

Das volle Programm

Tempel. Tempel. Tempel. Mit Maddy und seinem Mietwagen: Transport, Transport! …geht es kurz nach Sonnenaufgang hoch in die Berge. Ziele sind weitere Sehenswuerdigkeiten, die man einfach machen muss, wenn man nach Bali kommt. Siggy und Juergen von der PETIT PRINZ sammeln wir natuerlich auch noch ein und die ersten Stunden vergehen entsprechend der Uhrzeit recht wortlos daher, bis der Weg erst mal bis zum Fusse der Berge geschafft ist, der erste Kaffe ueber malerischen Reisanlagen den Weg in unsere Maegen findet.

Die erste Tempelanlage, Pura Ulun Danu Bratan, erreichen wir noch in den fruehen Stunden und vollkommen alleine, mal abgesehen von ein paar Hindus, die schon ihre Opferschaelchen verteilen. Hier duerfen wir nicht in die eigentlichen Tempel hinein, aber ueber die niedrigen Mauern lunkern. Ein schoener Beginn, die Stimmung die ueber diesem Tempel liegt ist natuerlich kaum mit Photo wiederzugeben.

Wir entscheiden uns fuer den Besuch des Gigit Air Terjun Wasserfalls um die morgendliche Dusche nachzuholen. Mitten durch den Regenwald fuehrt der Weg, wieder keine anderen Touristen, aber ueberall grosse Parkplaetze. Ist das die beginnende Regenzeit? Muddy klaert uns auf. Seit dem Bombenanschlag in Kuta auf eine Diskothek voll mit Australiern, ist der Tourismus zu einhundert Prozent eingebrochen. Jetzt, etwa zwei Jahre danach faengt er so langsam an sich zu erholen. Ein schwerer Schlag fuer die Tourismusindustrie. Die Bombe war in einem Auto, das auch noch vollgestopft mit Benzinkanistern war und explodierte vor dem Gebaeude. Seit dem besteht das Verbot auf Bali groessere Mengen von Benzin oder Diesel im Auto zu transportieren. Haben wir auch schon gemerkt, nur ueber Beziehungen und nur ausnahmsweise konnten wir 250 Liter Diesel fuer die LADY besorgen, mit Benzin haetten wir keine Chance gehabt. Der Schmerz sitzt noch tief. Ueberall gibt es T-Shirts zu kaufen mit dem Aufdruck: >>Fuck the Terrorists!<< Am Wasserfall angekommen heisst es reinspringen, ein Seil haengt ueber dem tiefen Becken, das kalte klare Quellwasser faellt aus 45 Meter Hoehe und bringt endlich die erfrischende Abkuehlung.Next Tempel: Pura Batukau, eine etwas verlassenen Tempelanlage, doch uns gefaellt sie bessaer als jede andere, die wir bisher gesehen haben. Maddy bestaetigt das: >>Alle Deutschen moegen diesen Tempel am liebsten.<< Ob er nun wirklich 1000 Jahre alt ist, mag uns auch egal sein. Etwas schuechtern ist er, der Tempel, die Goetter lassen es regnen, so dass wir mal wieder dumm aus der Waesche gucken mit unseren Kameras. Also, mal wieder Aufnahmen mit unserem Erinnerungsvermoegen machen, sind ja eh die besten. Hinein darf man nur mit Sarong, Schaerpe, nicht schwanger und nicht menstruierend, keine Kinder mit Milchzaehnen oder Jugendlichen, die noch nicht die Eckzaehne abgeschliffen haben ;- harte Regeln diese Hindus. Wir interpretieren das mal und viele alte Steine mit Moos ueberzogen, verzaubert und pittoresk beeindrucken uns. Eine heilige Quelle aus der immer Wasser fliesst, auch in der Trockenzeit, ein See in dem es sprudelt und an jeder Ecke neue kleine Tempel und Schreine. Wieder sind wir alleine in der Anlage und koennen uns einen Eindruck machen. Einmal im Jahr feiern die Hindus von Bali hier das Nyepi Fest. Leider ist der Tempel zu klein, deshalb dauert das Fest dann 42 Tage, damit auch alle Gebet abgelegt haben, ihre Weihung erhalten konnten. Schade, dass wir nicht zum Zeitpunkt eines solchen Festes hier sind. Touristen sind aber eh nicht erlaubt. Nur wenn man von einer Familie eingeladen worden ist, die traditionelle Kleidung anlegt, dann darf man teilnehmen. Ob man sich auch die Schneidezaehne abfeilen lassen muss? Wir koennten noch lange verweilen, aber so langsam bekommen wir Hunger. Ich hab ein ganz anderes Problem: Was falsches gegessen, was falsches getrunken, mein Darm kuendigt Aufruhr an.Wenn viele Touristen irgendwo auftauchen, stellen die Balinesen schnell ein Haeuschen auf, mit einem Mitarbeiter der Verwaltung, drucken Ticketblocks… Die kleine Strasse nach Jatiluwih gilt als eine der schoensten Panoramastrassen um einen Ueberblick der romantischen Reisterassen zu bekommen. Das sind dann die Bilder, die einen sofort an Bali, an Asien denken lassen, sattes Gruen, Ochsen, die einen Pflug ziehen, Frauen mit runden Kegelhueten, Bilder die im Kopf bleiben, unvergesslich schoen und zeitlos. Wahr ist es, dass die Reisbauern immer noch all ihre Felder mit einfachsten Mittel bestellen und wahr ist, dass das Panorama die Tickets gerechtfertigt.Wir fahren an den Touristenrestaurants vorbei, finden einen kleinen Warung, ein lokales Restaurant, mit Schneidersitztischen und lokalen Nasi Gorengs und billigem Bintang Bier. So haben wir uns das vorgestellt und gut das das so passiert ist, denn jetzt steht uns Tanah Lot bevor, einer der bekanntesten Tempel, eine kleine Tempelinsel, nur bei Ebbe zu erreichen, ansonsten abgetrennt vom Festland. Nebst der Tickethaeuschen, die an eine franzoesische Maudstation erinnern, beginnt kurz dahinter ein Albtraum von Staenden fuer Souvenirs, T-Shirts, jungen Maennern, die einem Schlangen um den Hals legen wollen, fuer Photos, Scharen von Kindern, die einem Postkarten und Muscheln verkaufen wollen. Die Scharen von Japanern, filmen mit rechts und fotografieren mit links. Ein eindrucksvolles Schauspiel. Tanah Lot selbst ist fuer Touristen eher nicht zugaenglich und nach Pura Batukau eine grosse Enttaeuschung. Nix wie weg, bevor die Sonne sich dem Meer naehert, Scharen von Reisebussen werden in ein paar Stunden erwartet, das brauchen wir heute nicht als Abschluss.Der Abschluss endet dann da, wo er endet. Im Stau. Bali hat viele Gesichter. Irgendwo zwischen Denpasar und Kuta stehen wir zwischen tausenden von rauchenden und knatternden Mopeds. Wir philosophieren ueber die Menge der Hondas und Yamahas und jeder von uns bekommt langsam aber sicher Kopfschmerzen von den Abgasen.Hause. Wieder auf der Lady hat es mich richtig erwischt: Ich umarme die Lavac (unser Klo). Trotzdem ein wunderschoener Tag.






  • 22:22
  • 06.12.2004
  • 08°44.42S, 115°12.80E
  • Serengan/Bali/Indonesia
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  • 30°C
  • 1 VAR
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