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Vollmond

19:55 Nathalie ruft ihre Verwandten in Kanada an und ich sitze auf dem Maeuerchen in Puerto Lindo, einem hundert Seelendorf nahe der Linton Bay. Ein warmes Bier in der Hand,; kaltes ist ausgegangen, lasse ich den Tag Revue passieren. Der Mond ist voll und seit gestern hat es endlich aufgehoert zu regnen, der Hurrikan ueber Kuba verliert seinen Einfluss.

Wie auch in Deutschland gibt es Hoch und Tiefs unserer Stimmung und endlich hat sich auch heute die Stimmung auf der Lady wieder ins Positive verschoben. Da sind so viele Sachen, Dinge die via Mail aus Deutschland kommen, so viel zu verstehen und auch wir veraendern uns mit jedem Tag. Auch wenn die moderne Kommunikation ueber Mail wie Wunder der Technik ist, so ist doch ueber elektronische Briefe so manches Wort schon anders angekommen als es gemeint war, so manches Wort anders angekommen als es der Absender im Moment gemeint hat. Punktum, die Kommunikation vereinfacht sich nicht.

Am Morgen haben wir Bootsflucht begangen, sind in das nahe Jose Pobre gefahren, wo Markus in einer Lagune die Boote vieler Europaeer behuetet, die die Chance nutzen, noch schnell einmal nach Hause zu fliegen. Markus selber nicht da, aber seine Freundin, oder Exfreundin, aber auf jeden Fall die Mutter seiner beiden Zwillinge. Er ist Schweitzer. Sie kommt aus Grenada und ueberfordert mit ihrer karibisch-afrikanischen Quierligkeit und ihrem Redefluss mein Englisch. Jose Pobre ein verlassenes Kaff am Ende der Welt und ich denke an die Wirkung der Worte: >>Wir hatten mal ein Restaurant in Mittelamerika<<, die Fazination und das Bild, das dies auf mich auswirkte, als ein franzoesisches Seglerpaerchen mir dies auf Gomera erzaehlte. >>So moechte ich dann nun doch nicht enden, am Ende der Welt<<, denke ich mir. Zu einsam. Zu viele Probleme. Zu weit weg von der Zivilisation.
Bei der Dinghifahrt durch die vielleicht 30 Boote, quasi alle verlassen, komme ich mir vor wie auf einem Friedhof der Traeume zwischen all den verlassenen Ruempfen, von denen wir mindestens schon fuenf oder sechs unterwegs getroffen haben und die Eigner, deren Schicksal persoenlich kennen.

Irgendwann treibt es uns nach Hause und in zwischen den jagenden Tunfische um das Boot herum, findet der kleine Blinker der leichten Angel zwei pfannengerechte Exemplare, die nun, einer roh, einer gebraten, den Weg in unsere Maegen finden.






  • 19:55
  • 19.09.2002
  • 09°36.72'N, 079°35.15'W
  • Linton Bay/Panama
  • -
  • 29°C
  • VAR 0
  • -

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