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Paradies

Paradies

15:00 Heute morgen sah die Welt schon wieder ganz anders aus, blauer Himmel, Passatwoelkchen, nur ein bisschen ungemuetlicher Schwell, der in der Bucht stand. Direkt nach dem Fruehstueck machen wir uns auf in den Sueden von Anatom, dem Ort, wo wir eigentlich hinwollten. Unseren Gast hatten wir schon gestern an Land gelassen. Ich glaube, der Trip hat ihm gereicht und er ist lieber zu Fuss ueber die 15 km im Durchmesser grosse Insel gelaufen.

Natuerlich hat der Wind noch nicht ganz auf Suedost gedreht, sondern kommt noch Suedsuedwest. Wir holen unser altes Segelkurswissen hervor und kreuzen in muehsamen Schlaegen die Kueste runter nach Sueden. Fuenf Stunden brauchen wir fuer die gerade mal 8 Seemeilen direkter Weg.

Im Paradies sind noch andere, mitten in der Bucht hinter dem Riff liegt die Pacific Sky, ein riesiges Kreuzfahrtschiff aus Australien. Doch das wussten wir vorher und ist mit ein Grund, warum wir heute gegen Wind und Wellen kreuzen. Denn die Zoellner und Quarantaeneleute sind heute auf der Insel und koennten unsere fehlenden Papiere vervollstaendigen. Micha ist ja immer etwas lockerer, aber mich macht es einfach nervoes, wenn ich nicht allen Kram erledigt habe. Der Immigrationoffizier sagte zwar, wir duerften ueberall hin, doch die andere Beamtin sagte einem Freund, er muesse erst nach Port Vila.

Wie auch immer, der Anker faellt auf einem sandigen Patch zwischen Korallen. Suedsee pur, klares Wasser, das Riff, Sandstrand, Palmen und im Hintergrund die bewaldete gebirgige Insel Anatom. Mit der Hilfe einiger Einheimischer kommen die Beamten an Bord und innerhalb von Minuten sind wir offiziell und komplett einklariert, duerfen ueberall hin, jede Bucht, jede Insel anlaufen. Gut, sehr gut!

Ticket in die Suedsee, wir kommen an und endlich dazu uns unsere Umgebung anzuschauen. Mystery Island, ein typisches, wunderschoenes Motu mit Palmen und weissem Strand, davor ein Korallenriff in allen tropischen Lagunenfarben, die man sich vorstellen kann. Im Hintergrund die gruene, bewaldete Insel Anatom. Die Hartmanns haben in ihrem Buch Pacific High so von diesem Platz geschwaermt, und wir wissen jetzt warum. Es ist wirklich traumhaft. Und das Beste, hier kommen immer noch selten Yachten hin, der Weg nach Sueden ist einfach zu beschwerlich, wovon wir ja auch ein Lied singen koennen.

Das Motu haben wir heute den Kreuzfahrern ueberlassen und die Lady schliesslich vor das Dorf gelegt. Im Dorf waren wir heute nur kurz, aber genug um viele nette, lachende Menschen kennenzulernen und mit einem Rucksack voll Orangen und Pampelmusen wiederzukommen. Pampelmusen so gross wie Kinderkoepfe, mmmmhhhh, das kennen wir doch noch aus Franzoesisch Polynesien...



  • 15:00
  • 19.06.2004
  • 20°14.75S, 169°46.61E
  • Anatom/Vanuatu
  • 29°C
  • S 1
  • 0,5 Swell

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