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and lost

23:47 Weg sind sie wieder, die stetigen Winde, von den schoenen 13 Knoten bleiben vielleicht 9 uebrig plus die Welle des Tages. Wir wollen uns nicht beschweren, noch segelt die Lady mit 3 Knoten in die richtige Richtung, die ausgebaumte Genua schlaegt nur hin und wieder mal und die Lady wackelt ein wenig mit dem Hintern.

Maya hat die Seekrankheit ueberwunden und sich dran erinnert, dass man bei wackelndem Schiff immer eine Hand am Boot haben muss. Daran haelt sie sich nun und versucht auf den wenigen Cockpitquadratmetern, die ihr zur Verfuegung stehen, ihren Bewegungsdrang auszutoben. Rauf und runter, rechts und links, im Kreis drehen, dazu lautes Stimmtraining aller Variationen. Keine Frage, seekrank ist sie nicht mehr.

Die Backskisten bleiben leer und auch die Fischhaken bringen keine Abwechslung. Irgendwas grosses, ganz grosses, hat zwischendurch gebissen und von dem massiven Doppelhaken glatt einen abgerissen. Zu gross. Vielleicht 100 Kilo Thuna oder so. Definitiv zuviel Fisch fuer uns. Also wieder fried rice, oder Spaghetti oder chili con carne.
Auf den Seychellen gibt es Restaurants, welch ein Luxus. Wir koennen es kaum erwarten! ;-) Weiss schon gar nicht mehr, wie Tomaten aussehen.

09:47 Kurz vor Sonnenaufgang setzt der Tradewind ein. Coooool. Wenn Segeln immer so waere, wuerde ich nie wieder was anderes machen wollen. Genua und ein Drittel Gross lassen die LADY ueber die Wellen reiten, aus Rollen wird gleiten, die Skipper bekommen das typisch breite Lachen im Gesicht. Fluffy und Flaffy ziehen am Himmel schon mal vor Richtung Mahe und wir schauen mit langen Gesichtern in unsere Backskisten. Leer. Hier noch eine Dose Tomaten, eine Dose Thunfisch. Die Angelleinen sind schon ausgebracht. Natale hat Wahoo bestellt, ich vermute eher eine Dorade gegen Mittag. Oder nix? Zuviel Angelglueck in Chagos gehabt?

Das mit Mayas blauen Augen ist ganz einfach. Ist der Himmel truebe und grau, sind auch ihre Augen nicht so leuchtend. Sitzt sie in Chargos an ihrem Einsiedlerkrebsstrand, mit dem blauen Badeanzug und Fluffy und Flaffy ziehen am Himmel, ja dann werden sie so blau wie auf manchen Photos. Partielle Retuschen an den Daypics gibt es nicht.

Wenn das Wetter so bleibt wie heute. Ach waere das schoen. Wir druecken uns schon mal selbst die Daumen. Und ganz ehrlich, ich freue mich schon auf die Seychellen. Soll gar nicht so unangenehm sein dort ;-)

Sat Pic: http://www.aprs.net/cgi-bin/winlink.cgi?DL1JD
Track: http://www.positionsreport.de/php/enterTrack.php?callSign=DL1JD

04:15 Der Squall war mehr ne Wolke. Habe wohl zu lange vor Anker gelegen. Ansammlung von konzentrierter Luftfeuchtigkeit. Nun. Zumindest kommt der Windhauch weiter aus Westen oder er ist einfach nicht mehr da. Wir tuckern West, Batterien koennen eh mal wieder richtig geladen werden. Vielleicht faellt das Sulfat von den Platten und sie sind dann wie neu. Am liebsten traeume ich auf Wache. Es ist langweilig und noch anderthalb Stunden bis Sonnenaufgang. Davor kommt kein Wind zurueck. Ich muss meine Augen irgendwie offen halten. In der ersten Nacht geht das ja noch. Brrr… Der Daimler schiebt mit 1200 Touren die LADY und uns durch die Nacht. Vielleicht doch lieber 300 Grad steuern, geht mir gerade durch den Kopf. Irgendwie macht Segeln breit.

03:30 Nathalie hat gut reden. Weckt mich, legt sich hin, ich rauf ins Cockpit, da steht ne schwarze Wand. Schreck. >>Jaja, die ist schon die ganze Zeit da. Ich leg mich wieder hin. O.K.?<< Der Wind schlaeft ein, dreht nach West, Segel runter, Motor rein und mal schauen was kommt. Acht Meilen suedlich und oestlich von uns beginnt die Great Chargos Bank. Da wuerde ich nur zum Fischen hinwollen, aber nicht weil uns der Squall da drauf treibt. Hmm. Geh mal schaun, was we da machen.

00:34 Da muss man sich erst mal wieder dran gewoehnen, an das Segeln mit dem Wind von hinten. Die ersten Jonglierbaelle wurden schon in diverse Schapps gestopft um Flaschen vom Klackern abzuhalten. Und am Morgen wird wahrscheinlich noch ausgebaumt, wenn der Wind nicht dreht, muessen wir platter vor den Wind. Kling, Klong, Kling, Klong.
Aber wir koennen uns nicht beschweren, ein entspannter Segelanfang mit wenig Welle und gerade genug Wind um mit der Genua zu segeln. Besser koennte es nicht sein, wenn man nicht gerade irgendwo zwischen Inseln segelt und mit Schwell nichts am Hut hat.
Segler jammern ja immer gerne wegen des Wetters und des Windes. Aber ganz ehrlich, zur Zeit haben wir nicht wirklich was zu jammern. Wir sind hier draussen und mit jeder Meile ruecken wir unserem Ziel naeher. Unter tausend Meilen. Das ist doch was!






  • 00:33
  • 07.06.2006
  • 05°37.79S, 071°45.24E
  • Indik
  • Mahe/Seychellen
  • 29°C
  • 2-3 ESE
  • 1-2

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