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Bockige Ziege

23:59 Die Lady springt bockig von einer Welle zur anderen. Zumindest kommte es einem so vor. Ich hab Natale gesagt, dass sie nicht immer so viel einreffen soll, damit wir irgendwann mal ankommen. Aber sie hat Recht. Tagsueber ist die Welle irgendwie ruhiger.

Gegen Mittag haben wir ein Unterwant auf dem Leebug nachspannen muessen. Nicht viel, aber zu lose war es. Natale hat einen Rundgang gemacht und es gefunden. Abends hat sich die Winsch der Grosssegelrollreffanlage vertueddelt. Irgendwie. Auch nix Schlimmes, aber ohne einen professionellen Marken-Schlagschraubersatz mit gehaerteten Einsaetzen haette ich die vier Schrauben aus ihren salzigen Gewinden nicht herrausbekommen. Also Beate: Schlagschraubersatz. War zufaellig bei uns an Bord. Was auch immer ausgeht. Dumme einfache Batterien. Hat man nie genug an Bord. Akkus halten bei dem Klima nicht lange. Laedste 3 Stunden auf und sind nach ner halbe Stunde leer und entladen sich von alleine. Ladegeraet fuer Digikammera usw. unbedingt mit 12 Volt Anschluss, kommt dann direkt an die Batterie…haben wir zum Beispiel nicht, was uns ganz schoen aergert…. Brabrabra…

Ok. Am Horizont, knapp hinter der Kim, zwei UWOs im Abstand von ca. 5 Meilen. Wir sehen nur den Lichtschein. Mit dem Radar kommen wir natuerlich auch nicht ueber die Kim.

War gerade noch mal draussen. Uhiuhuiuhi! Vier!!!! andere UWOs, vermeindliche Segler. Bei einem sehe ich jetzt ab und an ein weisses Topplicht. Habe dann mal unser weisses Blitzlich gesetzt. Mann o Mann, auf dem ganzen Atlantik hab ich kein anderes Boot gesehen, hier ist ne ganze Armada mit gleichem Kurs und gleicher Geschwindigkeit unterwegs. Wetten das ist amerikanisches Gruppensegeln? Wetten? An deren Stelle wuerde ich mich auch nicht mehr alleine ueber die Weltmeere trauen :-! Morgen frueh wissen wir mehr. Wind ist weg, ich muss mal wieder Segel ausrollen. Bis spaeter.

22:22 …ist alles schneller. Oder kommt einem so vor. Gerade mal 5,5 Knoten faehrt die Lady, aber der Geraeuschpegel ist dreimal so laut, die Welle viermal so hoch und vor allem die Nerven fuenfmal so angespannt. Ich weiss nicht, wie oft ich schon wieder Segel rein, Segel raus, in meiner Wache gespielt habe… Tagsueber laeuft die Lady, es wackelt, es schraegt, keinen stoert es.

Etmal heute 140 Seemeilen, 1000 Meilen gelaufen und eine Zeitzone ueberfahren. Wir stellen aber noch nicht die Uhren um, Wacheinteilung klappt gerade so gut…

06:21 Erst mal ein Danke an Detlev + Beate. Buecher und vor allen Dingen Geschenke bekommen wir immer besonders gern. Aber nicht nach Papeete, besser zu Nadia unserer Bodenstationsfee, deren Mailadresse habt ihr ja bestimmt durch den Newsletter. Mark kommt uns im Sommer besuchen und bringt uns bestimmt wieder gerne Uebergepaeck mit ;-)))))))

Wir haben jetzt fast 1000 Meilen hinter uns und noch mal die Strecke der Atlantikueberquerung vor uns. Und: Immer noch kein Fisch. Ich hab schon alles ausprobiert an Koedern, was ich in meiner Zauberkiste habe. Das dumme ist nur, dass Wulf von der ZWANTJE mit seiner Kinderangel schon Angelverbot hat. Die Doraden und Wahoos, die Marlins und Thunfische rebellieren eindeutig gegen mich. Ich weiss auch nicht wie das weiter gehen soll.

Wegen dem Sextant benutzen wir das Buch >>Astronavigation<<, von Bobby Schenk und die einfache DOS Software >>GPS-TOOLS<<. Hat den einfachen Vorteil, dass das Programm auch auf unserem Uralt-Notfall-Deutsches-Museum-Notebook laeuft. Und ist auch recht kostenguenstig, wenn ich mich recht erinnere. Natale kommt schon recht nah an die richtige Position dran, glaube unter 20 Meilen oder waren es 2. Is ja auch egal. Sie hat Spass und ich sehe bei dem Blick durch den Sextanten nur Lichtreflexe. Vielleicht zeigt sie mir das dann noch mal. Montag. Heute der achte Tag auf See. Natale hat mir gestern dann gesagt, dass ich kein Fruehstueck machen soll heute morgen. Versteh einer das.

04:29 Wir sind mittlerweile im Schleudergang angekommen. Brrr, gerade nachts, wo man die Wellen nicht sieht und sich nicht darauf vorbereiten kann, in welche Richtung man ausgleichen muss. Selbststeueranlage, Reffen, alles umstaendlich angeschnallt und mit Taschenlampe. Man braeuchte 4 Haende. Wenn man dann endlich ins Bett darf, ist man vom Segeln draussen so wach, dass man nicht einschlafen kann. Aber bald wird es wieder hell, das Meer wieder blau und das Leben schoen.






  • 04:29
  • 31.03.2003
  • 09°52.16S, 103°40.06'W
  • Pazifik
  • Pitcairn
  • 27°C
  • SSE 4
  • 3-4

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