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Niederschlaege mit Sonnenperioden

Allerdings nicht im Sinne des deutschen Wetterberichts, sondern eher zur Stimmung auf der IRON LADY. Es geht rauf und runter. Wir haben unseren Nachwuchs und unsere naechsten grossen Schlag im Visir. Sorgen macht uns nicht unser Nachwuchs, der gedeiht praechtig in Natales Bauch, sondern unser Sorgenschiff, speziell im Bugbereich. Neben den ueblichen Rostentfernungs-, Spachtel-, Schleif- und Lackierarbeiten, die uns inzwischen routinemaessig von der Hand gehen haben wier den Trettmaster, also den Antislipbelag auf dem Bug ueber dem Ankerkasten abgenommen. Abschleifen geht natuerlich nicht, da die ganzen heissen Rost und Eisenpartikel neue Rostsommersprossen geben wuerden, nicht nur bei uns, auch bei unseren Nachbarn. Also mit dem Beitel. Dreimal rutsche ich durch und lande im Inneren der Lady. Rost, von aussen nicht sichtbar, dass ist frustrierend. Das muss geschweisst werden, wie so viele andere Stellen im Bugbereich eigentlich geschweisst werden muessten. Doch wer will das schon gerne, viel lieber wuerden wir uns wochenlang auf dem Meer rumtreiben und die Passatwinde geniessen, neue Kuesten erobern, tauchen, im kristallklaren Wasser treiben und den Fischen beim Nichstun zusehen. So ist das halt. Wir kleben erst mal provisorisch drei Geldstuecke mit Epoxi auf die Loecher, damit es nicht reinregnet und vielleicht vermehren sie sich ja. Wer weiss. Prompt giesst es in der folgenden Nacht in Eimern. Die Probleme bleiben erst einmal da wo sie sind. Am Wochenanfang wird der Ankerkasten von innen ausgeraeumt und entschieden. Es sind so viele Sachen die gemacht werden muessten: Segel alt und zerschlissen, Rigg bruechig, Rost und Wellenanlage, Antifouling… Neidisch schauen wir zu unseren erwachsenen Seglern, die mit regelmaessigem Income, sprich Rente, ueber die Weltmeere schippern. Ein Segler meint abends beim Sundowner (Jasimintee), dass wir eben einfach zu frueh losgefahren sind. Vielleicht hat er Recht, aber vielleicht haetten wir es in zwanzig Jahren eben nicht mehr gemacht, weil dann nicht das Boot sondern wir die Baustelle waeren. Wer weis? Wir haben nie geplant, unser Boot waehrend unserer Weltreise rundumzuerneuern. So hatten wir uns das irgendwie nicht vorgestellt.

Die Hitze ist weiterhin moerderisch. 30-35 Grad. Nachts kuehlt es ab. Knapp unter dreissig, wenn wir Glueck haben. Am naechsten Morgen Punkt 9:00 knippst Gott den Schalter an: Smog, Dunst und Sonne verwandeln das Klima in eine grosse Sauna. Alle schwitzen, sogar die Einheimischen. Ja nicht bewegen, fluechten in die Stadt, in die naechste Klimaanlage, Einkaufszentrum, Internetcafe oder was sich sonst noch so anbietet. Auch der Marina-Corolla, hat eine verfuehrerische kleine Klimaanlage. Das laesst mich dann an das Zwischenmenschliche denken. Bei diesen Temperaturen nennt sich das dann: Gemeinsam schwitzen wir uns frei! Die Haut ist im besten Falle zehn Minuten lang, direkt nach der Dusche, weich und angenehm. Ansonsten klebt alles. Nicht gerade angenehm. Der Corolla ist einfach zu eng ;-) Wir muessen wohl mal wieder einen Ausflug machen und ueber Nacht ein Zimmer mit Klimaanlage nehmen.






  • 18:26
  • 24.04.2005
  • 05°21.34'N, 100°18.96E
  • Pulau Penang/Malaysia
  • -
  • 33°C
  • 1 S
  • -

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