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One Tree Island

19:46 Mit der Mouring verschlafen wir direkt den Anfang des Fahrtenseglertages. Normalerweise ist 6:00 meine Zeit. Um 8:00 weckt mich mein schmerzender Ruecken. Mal wieder Zeit fuer taegliche Yogauebungen auf dem Vordeck, denke ich mir… vergessen wir mal die Mails heute morgen und horchen den Deutschen Booten auf 12.236 MHz, die Richtung Samoa oder Suwarrow unterwegs sind. Kein Wind draussen auf See und bei uns faengt es an zu regnen. Die PETIT PRINCE meldet sich nach einer ruhigen verschlafenen Nacht ohne Segel, der SAMIRA sind die Naehte des Grosssegels aufgeplatzt, das sie zur Stuetzung gegen den Schwell gesetzt hatten und die IREANA (nur noch einen Mast, also jetzt Slup, Schelmi hat seinen Besanmast beim Hintern gucken in der Maeva Beach bei Windstille im Bugspriet eine Megaseglers verloren) duempelt irgendwo zwischen Huahine und Bora. Grosswetterlage: Schwachwindig!

Wir machen uns auf mit Dinghy, Schleppangel, Schnorchelzeug, Harpune und Unterwasserkamera auf um Suwarrow unter und ueber Wasser etwas naeher zu kommen. 2 Meilen Norwestlich liegen One Tree Island und Turtle Island. Auf dem Weg dorthin inspizieren wir zwei Korallenfelder in der Lagune und befinden diese Plaetze als traumhaft und fischreich. Ein paar Haie schwimmen herum, doch so aggressiv, wie die Erzaehlungen der Amerikanischen Boote sich anhoeren, kommen sie mir gar nicht vor. Nun. Wir werden sehen, es wird bestimmt noch einige Tage dauern bis wir darueber einen objektiven Eindruck vermitteln koennen.

Es ist heiss. Die Sonne brennt uns trotz Schirmmuetzen und Sonnenbrillen den Kopf weg. Zu Fuss muessen wir ueber das trockengefallene Korallenriff um One Tree Island zu erreichen.

Zusammen mit einigen Babyhaien reachen wir das Aussenriff mit seinen unglaublichen Farben. Ein Feld mit Seeigeln der besonderen Art liegt vor uns. Zum letzten Mal habe ich diese auf Henderson gesehen und auch dort nicht in der Menge und der Schoenheit. Die Brecher des Oceans rauschen an unseren Beinen vorbei. Vor uns koennen wir durch die sich brechenden Wellen in die Tiefe des Riffs schauen. Mist. Die Schnorchelbrille liegt im Dinghy, aber es waere auch zu gefaehrlich in diese Brandung hineinzutauchen, Stroemung und ohne Neopren wuerde einmal Fallen genug Schuerfwunden fuer ein dreiwoechiges Badeverbot erzeugen. Also stehen wir da in der Brandung und geniessen es im Nirgendwo zwischen Wasser und Luft am Hang eines Suedseeatolls zu stehen, dass in wenigen Metern 2000 Meter senkrecht in die Tiefe faellt. >>Was haben wir eigentlich auf Bora Bora gemacht?<<, fragt Natale mich. Ich nicke nur und schaue durch die naechste Welle glasklar ins Riff... Hier muss Hitschock seinen Film >>Die Voegel<< gedreht haben. Eine Gansehaut nach der anderen jagt meinen Ruecken hinunter als wir unter tausenden dieser Voegel stehen, die aufgeschreckt durch unseren Besuch auf One Tree Island laut meckernd ueber unseren Koepfen schweben. Doch wir wollen eigentlich gar nichts, auch keine Eier, nur mal schauen... Es ist heiss, die Sonne mahnt zum zurueckgehen. Das Wasser steigt und unser Dinghy schimmt im Riff herum. Es ist schon spaet und auf dem Rueckweg fangen wir zwei Jackfische, Abendessen ist gesichert. Gut zu wissen, dass es auf Suwarrow keine Ciguatera gibt. Jetzt ist es schon wieder spaet, dunkel und Zeit schlafen zu gehen, Papa John nimmt mich im Morgengrauen mit zum Fischen. Thunfisch, Barrakuda und andere Koestlichkeiten stehen auf dem Plan. Diese Ehre sollte ich nicht verschlafen.






  • 19:46
  • 04.09.2003
  • 13°14.85S, 163°06.57'W
  • Suwarrow/Cook Islands/NZ
  • -
  • 30°C
  • E 2-3
  • 0

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