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13:00 Heute morgen erreichte auch uns dann der Newsletter von Heimstar >>Nadia<<, alias Bodenstation. Wundersame Dinge tun sich da in Deutschland. Da treffen sich unsere Leser, reisen hunderte von Kilometern, nehmen Strapazen des Individualverkehrs auf sich auf. Hmm. Wir sind ehrlich beeindruckt. Suse schlaegt ein Forum vor und dabei kommt uns das alles manchmal gar nicht so besonders vor, was wir da so treiben. Wir treffen hunderte von Seglern, die das gleiche Ziel, die gleichen Hoehen und Tiefen durchleben. Nun gut, wahrscheinlich gibt es nicht so viele andere >>Yachties<<, die ihr Leben unter Segeln taeglich recht offen und durchsichtig im Internet fuer alle miterlebbar dokumentieren. Gerade lesen wir >>Komm, wir segeln um die Welt<<, von Beate Kammler und die Einleitung faengt damit an, dass sie und ihr Mann getrennt sind, er noch mal um die Welt segelte und irgendwo in Neuseeland nun Rinder zuechtet. Hympendahl und Drueke haben sich ebenfalls sieben Monate nach ihrer gemeinsamen Weltumsegelung getrennt. Da fragen wir uns schon manchmal warum zwei Menschen, die so lange Zeit so eng und gluecklich auf dem Raum eines Segelschiffes Abenteuer fuer Abenteuer verlebt haben nach diesem Extrem getrennte Wege gehen. Beate schreibt in ihrem Prolog von 2001, dass die Weltumsegler von heute ihren Berichten durch Computer, Internet und Satelliten in die Haefen hinterherlaufen wuerden. Wir denken eigentlich nicht ueber solche Zwaenge nach, weil unser Logbuch profitungebunden ein Teil unseres taeglichen Segellebens darstellt. Wir nehmen uns die Musse, von fanatisch begeistert bis wortkarg ueber unsere Erlebnisse zu schreiben. Taeglich, manchmal auch gar nicht oder mehrmals. Hautnah tun wir dies fuer uns, wie viele andere auch. Doch? Wer soll das eigentlich alles lesen, wen interessiert all dies? Anscheinend mehr Lesern als uns bewusst ist. Und es ist schoen, wenn wir morgens von Nadia die neusten Gaestebucheintraege per Satellit geschickt bekommen, so schoen. Gleichgesinnte, Traeumer, Fanatiker und Lebensbewusste treffen sich da in diesem Gaestebuch und ab und an schreiben unsere Leser mehr als wir. Toll. Schade das Beate das nie erleben durfte. Uns hilft das, Tage hinter uns zu bringen, an denen wir manchmal mutlos wieder drei Schritte vor gegangen sind und sechs zurueck. Szenenwechsel. Ein 20 Meter Fischerboot, nur duerftig festgemacht an einer Signaltonne vor der rolligen Hafenbucht von Santa Cruz, geht auf Drift. Am ersten Yachtie geht es noch in kurzem Abstand vorbei, die dahinterliegende amerikanische Ketsch erwischt es. Der Skipper tut genau das, was man in so einem Fall nicht tun soll. Er will sein Boot retten und zerquetscht sich den rechten Daumen. Totalschaden, die hiesige Krankenstation zuckt mit den Schultern, der Daumen muss ab, doch seine Frau fliegt mit ihm sofort zum Festland in ein groesseres Krankenhaus. Ob die anstehende Pazikikueberquerung, wahrscheinlich der Lebenstraum des Skippers, dieses Jahr noch zu machen ist? Wir reden kaum noch ueber die bevorstehende lange Segelreise. Noch in Panama hatten wir maechtig Respekt vor dem naechsten langen Schlag. Jetzt sind wir eigentlich fast fertig. Es gibt nichts mehr einzukaufen, nichts mehr zu reparieren. Diesel ist getankt. Kurz vor der Abfahrt sind noch ein paar Liter Wasser noetig, der Passat weht in dir richtige Richtung und unser Ziel ist immer noch unklar. Aus dem Respekt ist Freude geworden. Lust auf Meer. Die Pazifikueberquerung gilt als eine der schoensten Schlaege der Barfussroute. Hoffentlich werden unsere Erwartungen nicht entaeuscht werden. Wenn ich dann wieder ein paar Seiten in Beates Buch lese, wie sie staendig seekrank war, erbrechen musste und mehr litt als lebte, bin ich froh das es uns nicht so geht. Vielleicht sind wir nach all der Zeit aber auch schon zu sehr mit der Lady und ihren Bewegungen verwachsen. Szenenwechsel. Es hat maechtig Aerger gegeben auf Christobal. Die INOUK wurde inspiziert. Verbotene Einfuhr einer Katze. Unmengen von Bier und Rum. Wenn der Skipper dem Hafenkapitaen ein paar Sixpacs und 120 US gibt, wird keine Strafe verhaengt. Der Hilflose, dem Spanisch nicht maechtigen, Wolfgang zueckt 120 US. Spaeter beschwert er sich bei dem Agenten der uns allen das Cruisingpermit besorgt hat, die Sache eskaliert, das Geld wird zurueckgezahlt und der Portcapitano raecht sich auf seine Weise. Kein schnelles Crusingpermit mehr fuer andere Segler. Nur die IRON LADY, ZWANTJE und IRENA durften in diesem Jahr nach nur einer Woche warten die anderen Inseln anlaufen. Ab jetzt dauert es mindestens 14 Tage, bis die Erlaubnis erteilt wird, zu lang, um darauf zu warten, denn man hat dann kaum noch Zeit fuer die anderen Haefen. Bleibt abzuwarten, ob die Antragstellung im Voraus per email aus Panama funktioniert. Da sitze ich nun, lasse meine Gedanken immer weiter laufen. Es ist heiss, es ist Mittag und die Hitze unter dem Zenit der Sonne knallt gnadenlos auf die Galapagos. Mein Blick aus dem Fenster schweift die IRENA, 10 Meter von uns weg. Da sitzt Julchen in der Plicht, schaut ueber den Hafen. Morgen wird sie die IRENA verlassen. Schelmi wird wohl alleine ueber den Pazifik steuern. Die Stimmung dort an Bord schwappt bis zur Lady. Vielleicht macht mich das so gedankenschwanger… >>Nathalie?<<, rufe ich in die Koje wo Natale gerade wieder Buechervernichten spielt. >>Sollen we ma an Land fahren? Wir wollten doch noch mal ins Internetcafe.>> Ich schaue nach hinten. Die Pelikane sitzen gedankenschwanger auf dem Dinghy. Ob ich mich dazusetzen soll?






  • 13:00
  • 11.03.2003
  • 00°44.90S, 090°18.58'W
  • Isla Santa Cruz / Galapagos
  • 32°C
  • SE 1
  • 1,5

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