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Meine Reininkarnation. Tag 0!

Stammzelltransplantation

Nach fast zweimonatigem Einzelisolation Aufenthalt auf der Stefan Morsch Station, im Malteser Krankenhaus, kamen heute Abend die Spenderstammzellen (links oben im Bild) mit dem DKMS Kurier, der mit der Bundesbahn aus Dresden über Hamburg anreiste. Ich habe bis zum letzten Moment gezittert und gehofft, dass dies mal nichts schief geht. In den letzten sieben Tagen wurde eine Vorbereitungschemo bei mir gemacht, die mir die Socken ausgezogen hat. Nicht mal die Chemo hat meinem Körper so zugesetzt, sondern ein das sogenanntes Kaninchen Serum, ATG, das tatsächlich auf Kaninchenblut hergestellt wird. Erbrechen, starkes Fieber, starkes Unwohlsein und alles was man sich so vorstellen kann. Die Schwestern von der Stefan Morsch Station haben alles getan und mich in diesen schweren Tagen zu begleiten. Haben sie allesamt super gemacht. DANKE SO SEHR! Die restliche Chemo hat sämtliches Knochenmark und die darin enthalten den Krebszellen zerstört. Hoffentlich alle. Heute also konnten die neuen Spenderzellen hinkommen, die relativ unspektakulär innerhalb von circa 1 Stunde in meinem Blutkreislauf hinein getropft sind. Keine OP, nichts zum Aufschneiden, keine riesigen Spritzen, ca. 300 ml Stammzellen in der Tüte die wie Ketchup aussehen. Über den Spender weiß ich nicht viel, außer, dass er meine gleiche Blutgruppe hat und ein ähnliches Gewicht und Alter. Irgendwann nach einer gewissen Zeit, vielleicht schon einem Jahr, dürfen wir Kontakt miteinander aufnehmen, wenn es beide Seiten wollen. Nun leben in mir zwei DNS Informationen nebeneinander, die von meinem Spender, die mein Knochenmark in den nächsten Tagen bilden wird, sowie, die DNS von den umgebenden Gewebe und restlichen Körper. Mir.

In der nächsten Phase, in der die Spenderzellen anwachsen sollen, werde ich für circa zehn Tage kein Immunsystem haben. So lange ungefähr wird es dauern, bis das neue Knochenmark neues Blut, rote, weiße Blutkörperchen und Thrombozyten herstellen wird. In dieser Zeit bin ich extrem gefährdet mich zu infizieren. Während dessen muss noch die Abwehr der transplantiert Zellen, gegen meinen eigenen Körper, die so genannte Graft-versus-Host-Reaktion(GVHR) auf einen genauen Wert mit Medikamenten eingestellt werden, so dass die Spenderzellen, wohlmöglich übrig gebliebene Leukämiezellen bekämpfen. Deshalb habe ich noch einen erweiterten Aufenthalt in der Stefan Morsch Station von circa 3-4 Wochen vor mir.

Dr. Helge nimmt sich die Zeit die Transplantation selber vorzunehmen. „Danke Helge. Da hast du mir wieder einmal das Leben gerettet!“ „Zum vierten Mal Michael.“ Nathalie, die neben mir sitzt, nickt. Ich kann nur hoffen, dass die folgenden Wochen weitgehend problemlos verstreichen. Für wie lange ich von meiner Hoch-Risiko-Leukämie geheilt sein werde, kann mir niemand sagen. Da muss wohl jetzt ein bisschen darüber nachdenken, wie ich mein zukünftiges Leben gestalten werde. Dr. Helge grinst vertrauensvoll: 2020 wird das Jahr der AML Innovationen. Helge ist so schön positiv. Danke Helge. Danke Nathalie.



Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West - Ost 2020. Sichere Dir Deinen Platz.

CREW 63 Cienfuegos Cuba - St. Martin 22.02.2020 - 17.03.2020
CREW 64 Atlantik Crossing Leg 1 St. Martin - Bermudas 11.04.2020 - 30.04.2020
CREW 65 Atlantik Crossing Leg 2 Bermudas - Azoren 09.05.2020 - 28.05.2020
CREW 66 Atlantik Crossing Leg 3 Azoren - Europa 01.08.20 - 20.08.2020

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Wie man sieht, geht es in vier Schritten, die Engländer nennen das Legs, durch die karibische See von Kuba über Jamaika in die Dominikanische Republik und nach St. Martin. Für diesen sportlichen Törn über gut 1.000 Meilen mit Skipper Stefan, musst Du absolut seetauglich sein. Nix für Anfänger. Von dem Törn wirst Du dann noch Deinen Enkeln erzählen. Angekommen auf St. Martin, ist es schon eine Wonne Rene kennenzulernen. St. Martin: Ein guter Platz um Reparaturen durchzuführen, sich für den kommenden Törn zu verproviantieren. Hier ist das Zentrum der karibischen Yachtindustrie. Man kommt einfach von Europa mit dem Flieger nach St. Martin. Zu sehen gibt es auf St. Martin nicht so viel. Da ist man an einem Wochenende rum. Mit Rene als Führer ein echter Spass. Vor St. Martin zu den Bermudas sind es 850 Meilen. Wofür drei Wochen? Entweder man muss ein paar Tage auf günstigen Wind warten oder man kann eine Woche auf den Bermudas sein. Die Bermudianer sind extrem entspannt und ich habe selten eine Insel besucht, die es so in sich hat. Klima, Kultur, Land und Leute. Passt einfach. Sollte man einfach mal gewesen sein.

So. „Anker Auf.“ Endlich geht es los. Die Schapps sind voll, die Dieseltanks auch, mit zollfreiem Treibstoff. Auch wenn es eine Flaute erwischt, würden wir quasi mit der Strömung und unter Motor bis auf die Azoren kommen. 1.789 Meilen liegen vor uns. Der logische Weg. Erst einmal machen wir weiter Nord um günstige Winde aus West zu bekommen. Nach der ersten Nacht auf See, legt sich die Aufregung, die Transat Blase legt sich über unser Schiff. Weich drückt der Wind den Mast auf die Seite, lässt das Schiff krängen. Was für ein tolles Gefühl. Wer einmal dem Rausch einer Atlantiküberquerung verfallen ist, will es immer wieder. Es ist wie eine Droge. Ein Einrumpfboot ist das bessere Schiff für die Transat. Du vertraust dem Schiff, schon nach wenigen Stunden, nach der ersten Nacht auf See. Du merkst, wenn der Wind zu stark wird oder zu schwach ist an der Neigung des Mastes. Nicht zwei Rümpfe kämpfen gegen unterschiedliche Wellen und die Bewegungen sind abrupt, so wie bei den Katamaran Platzmonstern, die an den Ankerplätzen der Karibik in der Mehrzahl sind. Hier auf der West-Ost-Transat sind Schiffe unterwegs und Du bist dabei… Morgen geht es weiter… Wer mit will, schreibt mir an info@marlin-expeditions.com



  • 22:00:00
  • 17.01.2020
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