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Wintereinbruch

Wintereinbruch

In Deutschland werden die Röcke kürzer und die Temperaturen steigen. Hier geht es, wie die Einheimischen sagen: >>Nach Ostern fängt der Winter an.<< Schon ein komisches Gefühl, wenn es plötzlich nicht mehr jeden Tag 24 Grad ist sondern nur noch 18 und Nachts noch viel kälter. Aber dafür regnet es nicht, der Himmel ist klar, bis auf ein paar Stunden, wenn alle drei Tage eine Front aus SW durchzieht, ein bisschen Regen vom Himmel fällt, nach ein paar Stunden scheint dann wieder die Sonne. Gut fürs Gemüt und wenn es so bleibt, is das schon gut so.

Damit den Nachmachern von SVB nicht langweilig wird haben wir von LUNATRONIC die neue LunaLed18 entwickelt. Wesentlich heller und nen ganz schönes Stück billiger. Das war auch der Grund warum es so lange immer weniger Logbuchberichte gab. Den Bereich E-Mail an Bord haben wir auch ausgebaut und vertreiben jetzt in Eigenproduktion ICOM SSB Geräte mit integriertem PACTOR Modem. Ich war einfach ausgebucht. Kinder, Frau, Leben und ich habe meine Tage und freie Stunden vorm Rechner gesessen, bis alles getan war. Jetzt isse da und läuft und läuft und läuft... Ich beschränke meine PC Zeit auf vier Stunden maximal, der Rest gehört der LADY... und mir. Diese Computer können einen ja wirklich fertig machen. Zeitklaubmaschinen.

Meinen Vorsätzen entsprechend, lasse ich die Computermaus um 13 Uhr fallen. Mittagessen, Spül und Tee trinken. Dann fange ich an die Bodenbretter zu liften. Alle. Türen aushängen, Spielzeug wegstauen und all den Kram in die Vorder- und Achterkabine. Ein Bullauge war lange unbemerkt undicht und da ist jetzt Rost. Hinter der Verkleidung, in der Bilge versteht sich. Das sieht immer schlimm aus und als Eigner denkt man immer direkt, der Kahn säuft gerade ab. Is aber nicht so. 1 mm Stahl ergibt 10 mm Rost. Ich fange vorsichtig den Rost abzuschlagen. Scheißarbeit! Die Vorstellung mit dem Beitel plötzlich nach aussen durchzustechen ist das blödste an dieser Arbeit unterhalb der Wasserlinie. Nach einer Stunde entscheide ich, dass das gehen sollte ohne die LADY aus dem Wasser zu nehmen, also in der Marina zu arbeiten. Morgen rufe ich Joachim an und leih mir seinen großen Kompressor, einen Needle Scaler (Schon wieder keine Ahnung, wie das korrekt in Deutsch heißt) habe ich mir schon vor ein paar Wochen in George gekauft. Achtzehn Stahlnadeln kommen aus einer Pressluftangetriebenen Pistole und mit viel Krach werden die Nadel in winzige Bewegungen versetzt, die den Rost vom guten Stahl abplatzen lassen. Das beste daran ist, dass diese Vorgehensweise keinen Staub sondern NUR Dreck verursacht. Mit Familie an Board sind solche Arbeiten logischerweise nicht realisierbar. Immerhin haben wir die Bilge das letzte Mal auf den Kapverden entrostet. Also sechs Jahre. Das ist schon o.k., wenn das Material nur nicht irgendwo zu dünn ist...

Ich lebe erst mal in der Achterkabine, versteht sich. Habe mir einen Platz zum Schlafen dort erhalten. Und da geh ich jetzt hin. Kalt ist es im Bett, da freue ich mich ausnahmsweise schon fast darauf im Mai auf Heimaturlaub nach Deutschland zu kommen. Wenn ich am meisten vermisse im Moment ist Maya. Is klar. Aber das wird sich wohl bald erweitern ;-)



  • 21:00
  • 16.04.2007
  • 34°02.49S, 025°02.65E
  • Knysna/Süd Afrika
  • 18°C
  • 1 SW
  • 2

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