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Zwillingssegeln

Es geht wieder nach Norden

Das Glas grüner Tee startet meinen Tag. Das Glas Rotwein begleitet mich in den Schlaf. Nach so einem Tag wie heute habe ich das besondere Gefühl mir beides verdient zu haben. Henry und Falko sehen aus wie aus dem gleichen Ei. So ist das auch. Eineiige Zwillingssegler aus dem Großraum Berlin auf der MARLIN. Sie kennen mich schon viel besser, als ich sie kenne. Von hier, von meinem Blog. Nach Ankommen und dem üblichen Krimskrams, wie Sicherheit etc. stehen wir heute morgen in der Fischhalle und erstehen 11 Pfund Yellowfin. „So günstig bekommen wir den nie wieder!“, meint Falko. „ Das ist der Kilopreis in Deutschland.“ Ich überlege noch kurz ob sich der Fisch bis Bequia hält. Sollte klappen. „Dann gibt es viel frischen Tunfisch in den nächsten Tagen.“ Die beiden lächeln mich glücklich an.

Am Sonntag Nachmittag sind wir durch und ich bringe meine Zwillinge an Land. Noch mal einen Blick in die schönste Stadt der Karibik. Mit dem wieder funktionierenden 30 PS Aussenborder alles kein Problem. Auf der Rückfahrt zu MARLIN falle ich fast vom Dinghy und muss direkt eine Wendemanöver einleiten. Da liegt die MR CURLEY. Ich glaub es ja nicht. Ich hänge mich an die Bordwand. Auf der andern Seite schaut mich Kathy an. „Nein. Nein ich kenne Dich nicht.“ Ich ziehe meine Cap aus. Ich ziehe meine Sonnenbrille aus. „Nein. Ich kenne Dich nicht.“ „Kathy. Wir hatten eine wunderschöne gemeinsame Zeit auf Chagos Ostern 2006. Das sind doch grade mal 13 Jahre.“ Langsam erinnert sich Kathy. Oha. „Ich habe auch nur wegen dem Schiff gehalten. Ich hätte Dich auf der Strasse auch nicht wiedererkannt.“ MR. CURLEY, ein massiver 63 Fuß Aluminium Mono und hat mich sicherlich schon vor 13 Jahren in der Auswahl des IRON LADY Nachfolgers beeinflußt. Ein einmaliges und wunderschönes Schiff.

Falko und Henry sind einfache Mitsegler für mich. Beide haben ein eigenes Schiff und bringen einfach schon mal 90% der Grundkenntnisse mit, die auf der MARLIN notwendig sind. Und so geht es recht flott noch mal in den Supermarkt und schon sind wir zu dritt on the road again. Auf den Spuren von Jan, also seinem Track auf dem Bordrechner, segeln wir in die Tyrell Bay. MARLIN hat Spass legt sich 20° auf die Backbordbacke und macht das was sie am besten kann: Sie segelt am Wind. Schnell. Komfortabel. Sie macht das weitestgehend alleine. Alles was notwendig ist, um diesen Prozess sicher zu machen, mache ich. Henry und Falko gewöhnen sich schnell an die schräge Lage. Es ist dunkel als wir ankommen. Wir ankern weit draussen. Ich stelle mich in die Küche. Was gibt es wohl zum Abendessen. Yellowfin.

Vor unserer Abfahrt, kommt Richard von der MR CURLEY noch vorbei. Als ich mit Kathy gesprochen habe, war er in einem Telefonat mit seinem neunzigjährigen Vater vertieft. Er steht schon auf der Badeplattform: „Darf ich an Bord kommen?“ Wenn einer was von Aluschiffen weiß, dann ist es Richard. Wohlwollend erfasst er die MARLIN mit ein paar Blicken. Das Problem mit den Relingsstützen habe ich auch und wie folgt gelöst in Thailand…“ Richard hat sich ausser seinen immensen Augenbraunen kein Stück verändert. „Da hast Du Dir ja Deinen Traum verwirklicht, denn Du vor 13 Jahren schon hattest. Der Meister klopft mir wohlwollend auf die Schulter. Wir schnacken über Chagos, die Welt, die Karibik, den Wind und die Elektrolyse. Das könnte lange so weitergehen. Henry und Falko lösen die unterschiedlichen Interessenlage, indem sie lächelnd im Cockpit erscheinen mit Rettungswesten und Sonnencreme im Gesicht. So sind sie, die Berliner. Richard ist keiner, den man in den Arm nimmt und ist genauso schnell wieder weg, wie er gekommen ist. „Dann lass uns mal den Anker heben.“ Vormachen, Nachmachen, Selbermachen. Die Lernfolge auf der MARLIN. Henry und Falko sind in der Vormachphase.



Mitsegeln auf der MARLIN!

www.marlin-expeditions.com



  • 22:22:00
  • 29.04.2019
  • 12°12.4173’N, 061°29.4084’W
  • -°/ -kn
  • Tyrell Bay / Carriacou / Grenada
  • Union Island
  • 28°C
  • 0-10kn/E
  • 0,0m

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