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Eingeparkt

19:27 Bei Sonnenuntergang bin ich eingelaufen in die Bucht. Blind mit TRANSAS uber eine Riff, dass bei dem Sonnenstand nur noch eine glaenzende Oberflaeche, fluessigen Quecksilbers aehnelte. Das hebt den Adrenalinspiegel. Aber alles ist gut. Jetzt: Schnell sundownen…

15:47 Ich hab es dann doch noch geschafft und bin auf dem Weg zu den Rosarios. Merklich Spass in den Backen, die Lady mal wieder alleine zu segeln, laufen wir hoch am Wind mit Motorunterstuetzung. Wind aufe Nase. Nun denn. Es stoert nicht. Die Batterien muessen eh geladen werden und dem Motor tut es gut mal nicht im Leerlauf zu laufen.

Den komplizierten Weg durch die Riffe vor den Rosarios hab ich im Rechner gespeichert. Also istz es egal wann ich ankomme. Auf Knopfdruck koennte die Lady dadurch fahren ohne einen kleinen Finger, aber so weit traue ich der Elektronik dann doch nicht.

09:54 Ich komme irgendwie nicht weg hier. Kaum habe ich mein morgendliches Plaeuschen mit belegtem Brot und Hannes am anderen Ende in Trinidad beendet kuendigt mir der Antennentuner den offenen Krieg an und spielt nicht mehr mit. Kurze Zeit spaeter (ich habe boese mit ihm geschimpft) will er doch und ich bekomme Funkkontakt mit der spanischen SY ALLAY, die bekalmt 30 Meilen vor der Kueste stehen und langsam nach Norden abgetrieben werden. Stopfbuchse zieht Wasser bei Marschfahrt. Paulo hat tauchender Weise von aussen abgedichtet und die armen muessen in die Werft. Erst aber bekommen sie in ein paar Tagen Gaeste in Panama und koennen die nicht mehr umleiten und in Colon gibt es keine Werft. Aehm. Und es ist einfach kein Wind da. Bis Panama noch 180 Meilen. Irgendwie moechte ich in deren Haut nicht stecken denke ich mir und anscheinend ist das mit dem kaputt gehen der Sachen auf allen Booten gleich.

Derweilen bekomme ich meine Auslaufgenehmigung nicht und Ulli schreibt aus Hamburg, dass er meine Bilder verloren hat. 21, 22, 23, 24… Soll es so sein, dass ich heute nicht auslaufen werde? Sondern mal wieder im Internetcafe lande?

09:30 19 Grad, Natale friert mit Socken an den Fuessen un dicker Strickjacke! Waehrend Micha noch immer gegen Hitzeanfaelle kaempft und versucht aus der feuchten Luft den Sauerstoff zu filtern, bin ich mittlerweile mit Uhr, Schuhen und Handtasche wieder in der Zivilisation in Deutschland angekommen.

27 Stunden war ich unterwegs fuer eine Strecke, die wir zuvor in knapp einem Jahr zurueckgelegt haben! Ein seltsames Gefuehl. Doch die Fluege waren auch kurzweilig genug, dass ich nicht zu sehr ins Gruebeln gekommen bin.
Der Flughafen Bogota hat fast mehr Militaer zu bieten, als Fluggaeste. Es ist unglaublich. Mein Gepaeck wurde mit Sicherheit 5mal, mein Handgepaeck und ich an die zehnmal gefilzt, bis zum Tasche auspacken, in den Mund gucken, volles Programm.

Kolumbien selbst ist aus der Luft wunderschoen, das LAnd leuchtet in einem kraeftigen Gruen, Berg- und Huegelketten, dazwischen schlaengeln sich Fluesse, deren brauner FArbe man den Regenwald ansieht. Neben mir im Flieger sitzt Pilar, eine spanische Leienschwester Ende 70, die seit ueber 50 Jahren in ganz Kolumbien Entwicklungsprojekte leitet. Von Ihr erfahre ich waehrend unseres langen Fluges nach Madrid noch viel ueber das Land, die Menschen. Eine bewundernswerte Frau.

In Madrid angekommen, wundere ich mich ueber die ersten Euros, friere bei 14 Grad und steige schliesslich nach langem Warten in meinen Flieger nach Duesseldorf, dieser ist zu 70 Prozent von Aerzten nebst Gattinen oder umgekehrt, sowie Pharmareferenten belegt, die von einem Kongress in Madrid kommen. Ein paar entfernt bekannte Gesichter aus der Uni oder diversen Krankenhaeusern befinden sich sogar auch darunter.
Der ganze Flieger wimmelt von Gespraechsfetzen ueber Patienten, Faelle, Therapien, nach 24 Stunden Reise, komme ich mir vor, wie in einer anderen Welt.

Unglaublicher Weise ist bei dieser Reise aus Suedamerika jeder Flieger puenktliche gewesen, mein Gepaeck vollstaendig gewesen und niemand hat mir Drogen ins Gepaeck geschmuggelt. Alle Sorgen waren umsonst, ich bin hier und muss nur noch mit dem Problem kate Fuesse klarkommen;-).






  • 09:30
  • 28.05.2002
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  • Duesseldorf/Deutschland
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