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erste Eindruecke

19:40 Der Wind hat langsam nachgelassen, unsere Nerven haben sich beruhigt, zum Sundowner finden wir uns beide in der Plicht wieder. Direkt neben uns ankert mal wieder ein venezolanisches Fischerboot, die sind aber auch ueberall.
Doch wir fuehlen uns nun schon ganz in Kolumbien und ausserdem ist der Kuehlschrank noch voll mit Fisch, so dass wir keine Kontaktaufnahme aufnehmen.

Doch als ploetzlich ein kleines kolumbianisches Fischerboot in Kanuform mit Zweimannbesatzung auftaucht, verspueren wir doch Lust nach Kommunikation. Schliesslich sind wir in einem neuen Land, koennen aber leider nicht anlanden, so bleiben nur die Gespraeche von Bord zu Bord, also mit den Fischern.

Es wird eine Begegnung der dritten Art, nach deutlichen Einladungszeichen unsererseits, Zoegern der Gegenseite, legen die beiden Kolumbianer schliesslich an und kommen an Bord.
Unverkennbar indianischer Abstammung sind beide, einer freut sich ueber das Angebot eines Glases Rum, der andere ist mit sich selbst zufrieden, und mit Gott. Im Ernst, wir werden von einem ausnehmend huebschen Indio ueber die Vorzuege der Kirche Christi und all ihrer Prediger aufgeklaert. Wir wollen etwas erfahren ueber das Land, den Fisch, den sie fangen, ihre Lebensweisen und hoeren, aus welchen Laendern schon Missionare hiergewesen sind. Er spricht ein absolut gestochenes Hochspanisch, moduliert jedes einzelne Wort so sorgfaeltig, dass wir uns fast selbst wie in der Kirche vorkommen.
Magic, ganz seltsam; kopfschuettelnd schauen wir uns an, als die beiden nach einer halben Stunde die Lady wieder verlassen.
Kulturschock! Schade, dass der Ankerplatz so ungemuetlich ist, waere sicherlich interessant, diesen Menschen noch weiter kennenzulernen.h

17:22 Echt. Wir liegen vor Anker. Verlegt haben wir in eine kleine Bucht hinter einem Berg. Vier mal haben wir den Anker schmeissen muessen bis er dann Halt gefunden hat. Am alten Ankerplatz hat sich so viel Welle aufgebaut, dass Gischt ueberkam und wir die Luken schliessen mussten. Das reicht dann ja wohl. Unklar ist die Differenz zwischen Wettervorhersage und lokaler Blaserei. Wenn es Kapwinde sind ist alles nicht schlimm, dann ist es draussen wieder ruhiger und 20 Knoten. Aber wenn nicht. Schon mal jemand hier gewesen?

Auf jeden Fall bleiben wir erst einmal ne Nacht hier und schaetzen die Lage ein. Natale steht gerade auf dem Bugspriet und faengt ein daypic von der Roadmovielandschaft hier ein. Am Ende der Welt. So sieht das hier aus. Wueste, Wind und Hitze… Fehlen noch diese rumrollenden Pflanzenteile… wie heissen die noch…

P.S. Habe gerade meine erste kolumbianische Fliege erschlagen !

09:29 Die Lady steht eine halbe Stunde vor Cabo Vela. Hinter der Landspitze gibt es ruhiges Wasser um unseren Anker zum ersten Mal in klolumbianisches Gewaesser zu werfen, ein paar Stunden Schlaf nachzuholen und vielleicht die letzten 20 Liter Duschwasser zu verbrauchen; ein Bad zu nehmen, ich weiss nicht was alles…

Zu den Bruchstuecken der letzten Tage sei gerechter Weise bemerkt: Unser Grosssegel 1 ist nicht gerissen. Eine Naht ist aufgegangen. Nicht weiter schlimm. Kann Natale naehen. Der Computerbildschirm hatte ein elektronisches Kontaktproblem auf Masse durch Salzkristalle und starker Beanspruchung. Repariert- bis zum naechsten Mal ;-) Natales Rueckenreissverschluss an ihrem Tauchanzug hat sich aufgeloest. => Massenware! Sie ist stinksauer. Das VHF sendet, empfaengt aber nicht mehr. Empfangen tun wir mit dem Handgeraet (War Natales Idee, weil das Handy ja nur 3 Watt hatt. Doch ne Schlaue, die Natale!), senden (mit 20 Watt) mit dem Festgeraet => Ist ein Fall fuer die Werkstatt $$$…

So. Ich muss jetzt ma raus. Reffen. Am Kap sind hohe Berge, da gibt es bestimmt einen Kapeffekt. Wollen ja nicht noch mehr kaputte Segel.

03:38 Wir haben die kolumbianische Nordspitze umsegelt und laufen jetzt endlich einen ruhigeren SW Kurs bei 15 Knoten Ostwind. Wir surfen die Wellen runter und es macht Spass zuzuschauen bei Vollmondlicht… Das ist doch mal nen Logbucheintrag. Zu dieser Uhrzeit ist das immer etwas schwer.

Die Luft ist so feucht, dass der Tauchcomputer mit automatischen Wassersensor freudig anfing zu piepen… Alles ist klaetschnass von der Luftfeuchtigkeit. So. Ich geh wieder Tanker suchen mache die Kiste aus und traeume davon gerade eine Prince Denmark Zigarette zu rauchen. Oh Shit… <:)

01:52 Die Tanker sind wirklich unglaublich hier, einer nach dem anderen zieht in schwindelerregender Naehe an uns vorbei. Schon gruselig, die ganzen Lichter.
Doch teilweise sind sie so nah, dass man im Licht des angeknabberten Mondes sogar die Bruecke erkennen kann…
Micha is wach, kann ich endlich schlafen gehen;-)






  • 01:52
  • 01.05.2002
  • 12°33.30'N, 071°35.38'W
  • Golf von Venezuela
  • Cabo Vela/Kolumbien
  • 26°C
  • 4 NE
  • 2,5

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