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Familientag

Sonntag ist ja bekanntlich Familientag und das ist auch in Südafrika nicht anders. Nachdem wir den Morgen trödelnd und faulenzend zu Hause verbracht haben, packt uns mittags das Ausflugsfieber. Wir haben noch T-Bone-Steaks im Kühlschrank, da eigentlich für Samstagabend eine BBQ-Party angesagt war, die aber ausfiel. Was also tun mit dem Fleisch. Ganz klar, halb Südafrika bevölkert sonntagsnachmittags die Picknickplätze, warum nicht auch wir.

Kurzer Zwischenstopp im Pick and Pay, dem Supermarkt. Was wir auf dem Weg aufgrund der toten Ampeln schon vermuteten, bestätigt sich. Stromausfall in ganz Knysna. Irgendwelche Arbeiten am Verteiler in Capetown, klärt uns die Kassiererin auf. 12 Stunden ist die Stadt ohne Strom, angekündigt und eben extra sonntags, um die Ausfälle gering zu halten. Im Supermarkt läuft alles auf Sparflamme, Kein Licht, nur die Kühlschränke surren und die Kassen klingeln. Viele Läden haben zu, bei den Restaurants im Hinterhof stehen kleine Benzingeneratoren, die das nötigste an Strom liefern, um das Bier zu kühlen. Verrückt. Nur wir sind natürlich weiterhin autark, einzige Einschränkung, wir können den elektrischen Wasserkocher nicht mehr benutzen.

Bevor wir mit Grillkohle und frischem Brot bewaffnet den Braaiplatz an den Heads entern, gibt es noch ein Sonntagsgeschenk. Der Nestbautrieb hat stark zugeschlagen, aber zum Ausleben fehlt für mich die Nähmaschine, denn unsere trägt ja jetzt irgendwo in Madagskar hoffentlich dazu bei, eine 10-köpfige Familie zu ernähren. Bei Pick and Pay erstehen wir für schlappe 70 Euro eine brandneue. Mal sehen, ob sie was taugt, sonst wird sie zurückgegeben.

Doch heute ist Sonntag. Raus zu den Heads, die heute, bei Niedrigwasser und nach dem starken Westwinden in der letzten Woche gar nicht mehr so gemütlich aussehen. Wie gut, dass wir eh nicht rauswollen!
Der Braaiplatz ist gut besucht. Bunt gemischte Familien, weisse, schwarze. Capmalaien, alles durcheinander. Meist ist ja doch die Trennung zwischen den Rassen hier in Südafrika leider sehr stark, es gibt die Supermärkte, Kneipen, Läden, Schulen und Krankenhäuser, die entweder von schwarz oder weiss besucht werden. Aber wenn es an den Grill geht, scheint die Nation vereint zu sein.Lustig zu sehen. Die weissen Familien decken ganz organisiert den Tisch, Gläser und Porzellan oder ordentliches Campinggeschirr, bei den farbigen Familien ist der Tisch bunt, überladen mit Essen, auf dem Rasen liegen Matrazen, auf denen die Kinder toben oder die Eltern ruhen. Alles in allem sieht das nach mehr Spass aus! Wir sind ja noch am Anfang, haben unsere Kohle und das Fleisch und geniessen es einfach mittendrin zu sein. Eine Runde Sandburgen bauen für Maya am Strand ist natürlich auch inklusive, bevor wir irgendwann wieder aufs Boot zurückziehen. Knysna hat immer noch keinen Strom. Aber wir! ;-)






  • 19:00
  • 18.02.2007
  • 34°02.49S, 025°02.65E
  • Knysna/Süd Afrika
  • 28°C
  • 3 SE/1018
  • 0

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