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Festwachsen

Die synoptische Großwetterlage sieht für die gesamte nächste Woche beschissen aus um nach Süden zu segeln.

http://www.weathersa.co.za/ship/ship.gif

Wir hängen im Hafen von Durban fest, was nicht der beliebteste Ort der Seglergemeinde ist. Crime auf den Strassen direkt neben dem Yachtclub. Die Weißen und reichen Schwarzen treffen sich in großen klimatisierten und gesicherten Einkaufszentren am Rande der Stadt. In der Stadt selber sieht man keine Weißen, hört man viel Polizeisirenen und alles ist vergittert und mit Elekrozäunen gesichert. 560 Tote im Dezember. Nicht gerade weihnachtlich und nicht gerade motivierend um diese eigentlich ganz hübsche Stadt zu besichtigen. Wir fahren von A nach B mit dem Taxi und kommen ansonsten nicht weiter als zum Yachtclub mit Swimmingpool, wo die Schwarzen servieren und die Weissen Burger und tonnenweise Fleisch vom Grill essen.

Den zweiten Festtag nutzen wir um das uShaka Aquarium zu besuchen. Mit dem Taxi dort angekommen fühlen wir uns wie in den Staaten. Eine gigantische Anlage mit Shops, tausenden von Menschen, hauptsächlich indischen Familien, den gutsituierten Hauptbewohnern Durbans und weissen sonnenverbrannten Südafrikanern in Badeshorts und Bikinis vor der FastFood Restaurants. Der Aquapark besteht aus einer riesigen Wildwasserbahn und einem integrierten Aquazoo. Wir ziehen es vor, wegen Babyterror, erst nach dem Mittagsschlaf von Maya einzulaufen, verpassen alle Delphin- und Seelöwenshows, die hormongedopte Mutter lässt ein paar Tränen und wir genießen unser Jungfamilienleben ;-)))

Inmitten des Parks steht ein riesiges nachgebildetes Wrack. Zusammengeschweißt und jetzt kommts: So angemalt, dass es total verrostet aussieht. Unglaublich. Wir als Stahlbootler kämpfen gegen die Rostfahnen und die hier malen nen ganzes Gebilde so an… Dann geht es in den Keller und statt verbrannten Stiernacken gibt es jetzt die Aquawelt im Titanicambiente. Wirklich schön gemacht, wenn nur nicht so viele Menschen da wären und diese auch noch in Haikäfigen mit den gelangweilten Monsterfischen baden oder mit Rochen und Taucherhauben auf dem nachgebildeten Meeresgrund herumlaufen. Schöne neue Welt. Wenn es jetzt so auch in Europa zugeht haben wir nen Problem.

Wir sehen viele Freunde, die wir des öfteren entweder am Angelhaken haben oder live in Chargos und Thailand gesehen haben, deren Welt uns aber im Moment versagt ist, weil ja Tauchmanöver mit Familie auch nicht mehr möglich sind. Alles in allem ein total aufregender Tag unter der Erde. Maya will nicht auf die Wildwasserbahn, was ich absolut genieße und hoffe, dass es noch lange brauchen wird.

Zum Abschluss haben wir unser Weihnachtsessen im Restaurant des nachgebildeten Wracks gebucht. Auch wieder Abenteuer. Der elegant gedeckte Tisch, direkt an einer riesigen Glaswand von bestimmt zehn mal zehn Meter, dahinter drei gigantische Sandtigerhaie, eine kleine Maya, die die Tischmanieren noch nix kennt und alles wieder im verrostend gestrichenen Edelambiente aus Titanic. Subtil. Was essen wir? Haisteak? Gibt es nicht auf der Karte, aber eine Fischplatte tut es auch. Das Abenteuer mit Maya Essen zu gehen hält sich in Grenzen und als die meisten schicken Gäste einlaufen sind wir schon fast fertig und nehmen uns ein Taxi in die sichere Heimat.

Frohe Weihnacht!






  • 23:00
  • 26.12.2006
  • 29°51.87S, 031°01.61E
  • Durban/Sued Afrika
  • Port Elizabeth/South Africa
  • 29°C
  • 1-2 SW
  • nix

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