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Indien

Indien

Die Stadt heisst Aberdeen. Wohl die meisten der 400.000 Einwohner der Andamanen wohnen hier, sagen die Buecher. Doch die Buecher wissen eigentlich nicht viel. Die Stadt kann man in einem halben Tag erkunden, so steht es geschrieben. Wir haben eher den Eindruck, dass das eine Woche dauern kann. Nach Monaten, ja gut einem Jahr in SE Asien sind wir 400 Meilen west gesegelt. Immer noch Asien, aber Indien. Wir sind mitten in Indien. Es ist laut. Es gibt alte englische Taxis, mit Pluesch und runden Kurven an der Karosse, sehen aus wie mindestens aus den 30ern und Mopeddreiraeder, beides fuer den Personenverkehr, beide immer hoerbar am lauten Hupen. Wer bremst ist entweder feige oder es steht eine heilige Kuh auf der Strasse. Menschen haben zu fluechten. Ein heiloses Durcheinander praegt das Strassenbild, dazu die bunten Punkte, die indischen Frauen in ihren Gewaendern. Wir sind total geplaettet. Gut das wir hier angehalten haben. Wir sind total begeistert.

Der Ankerplatz ist weit weg von der Jetty. Also muss der 10HP AB mal wieder drauf. Klar das der nicht anspringt und ich verbringe erst mal eine Stunde mit achter, zehner und dreizehner Schluessel am Heck der Lady. Knatter, knatter geht es zur Jetty. Das Dinghy hat ein kleines Loch im Aluboden, ein spitzer Stein gestern am Strand hat es geschafft. Na, da kleben wir dann ein Alugeldstueck mit Epoxi drauf.

Ein Boy hat die Marktluecke erkannt und bewacht die Dinghys der drei Yachten vor Anker, es gibt einen Taxifahrer, der sich um die Belange kuemmert. Wasser, Diesel, Behoerden, Reparaturen… In Aberdeen gibt es garantiert alles, aber fuer den ausserirdischen Nicht-Inder bestimmt nicht auffindbar.

Klar, es ist dreckig, die Haeuser fallen bald in sich zusammen, der Muell liegt ueberall herum. Nix fuer Anfaenger, aber anch einem halben Jahr Indonesien beeindruckt uns mehr das positive. Und das sind die huebschen Menschen. Weiblein, wie Maennlein, Kinder. Alle gekleidet wie fuer die Modenschau. Oder ist das jetzt eine Kaste? Daneben gibt es auch die Arbeiter, die alten Frauen auf dem Markt. Alle sind relativ schuechtern. Es ist schwierig die Menschen vor die Linse zu bekommen, gerade die jungen Frauen sind schuechtern wie junge Rehe. Doch an Maya kommen sie eben doch nicht vorbei. Maya ist eindeutig das einzige weisse Baby auf den Andamanen im Moment, denn es gibt ausser ein paar israelischen und westlichen Hippies oder Backpackern in Schlafanzuegen keine Touristen. So kennt Maya nach einem Tag schon jeder zumindest von der anderen Strassenseite.

Gegessen wir im Hotel. Hotel kann man das eigentlich nicht nennen, aber egal, es ist heiss, wir brauchen eine Flasche Wasser. Wir bekommen Fladenbrot und eine Art Curry, Massala? Wer weiss, wir koennen es noch nicht einordnen. Die indische Kueche ist der Hit. Es sieht zwar alles aus, wie schon mal gegessen, aber geschmacklich eben der Hit und scharf, ist klar.

Kaufen wollten wir eigentlich nichts. Das man hier nichts bekommt ist wieder so ein Geruecht. Der Markt ist hundertprozentig fahrtenseglertauglich. Alles, aber auch alle zu superguenstigen Preisen, garantiert frisch und ungekuehlt, also fuer Wochen, fuer Chagos haltbar. Das Paradies fuer jeden Segelkoch. Natale ist hingerissen.

Die Impressionen sind einfach zu viel. Genug fuer heute. Morgen ist auch noch ein Tag.






  • 20:55
  • 18.02.2006
  • 11°41.20'N, 092°42.76E
  • Port Blair/Andamanen/Indien
  • Chagos
  • 30,5°C
  • 2 NNE
  • -

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