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Ansichten meiner Mitsegler

  


MARLIN als neue Erfahrung

Da sitze ich also, auf der sagenumwobenen MARLIN, von der ich im Vorfeld schon so viel gelesen und gehört habe. Welch Ehre! Ein wirklich erhabenes Schiff ist sie, die rote Lady, ja ein Schiff, kein Boot, wie diese Joghurtbecher. Dabei fing alles etwas holprig an, Neugenerator Arnold verzögerte die Abfahrt auf die Kapverden um eine ganze Woche, um so mehr begrüßen wir nun seine Anwesenheit und seine Arbeit in aller Stille, ich habe noch nie einen so leisen Generator erlebt. Denn nicht nur eine zufriedene Crew, sondern auch ein zufriedener Skipper, machen einen guten Törn aus und zufrieden wirkt er nun, der Weltumsegler Micha. Gespannt war ich auch auf ihn, denn schon vor Jahren auf Facebook liefen wir uns des öfteren virtuell über den Weg. Das er nun nicht mehr mit seiner Natalie, sondern mit Gästen um die Welt schippert, erstaunte mich um so mehr und so ergriff ich die Chance und schrieb ihn auf handgegenkoje.de an – “Hey Micha, kennst mich noch? Nimm mich mal mit ;o)” Schnell war der Kontakt wieder hergestellt und wir uns einig, eine “Probefahrt” soll dies nun sein. Wir wollen schauen ob wir vier – die Lady, der Micha, die zukünftige Crew und ich, es gemeinsam drei Wochen über den Atlantik miteinander aushalten. Und damit hier keine Missverständnisse auftauchen, zum Erhalt der MARLIN zahlen alle die mitsegeln ihr Kojengeld. Auch ich. Sonst könnte Skipper Micha dieses Schiff wohl kaum finanzieren. Obwohl? Lotto? Alles ist möglich? Ich werd es Micha mal vorschlagen.

So lausche ich hier unten am PC dem rauschen der Wellen, die die Lady in Red sanft durchschneidet. Kein hartes Aufknallen, kein Knarzen des Inventars. Sie wiegt sich mit 6-7 Knoten Geschwindigkeit, bei gerade mal 4 Bft von NE sanft hin und her, so dass wir wohl beinahe zu früh am Zielort sein werden. Aber wir haben auch enormes Glück mit dem Wetter, nur in der ersten Nacht bekam selbst die härteste Seefrau ein flaues Gefühl im Magen. Die Düse zwischen den Kanarischen Inseln setzte uns zu und wir kämpften uns tapfer durch die Nacht. Inzwischen kehrt der Hunger der Crew zurück, das erste Brot wurde gebacken und gestern kochte der Skipper selbst. Captainsdinner liegt immer hoch im Kurs, vergessen plötzlich alle Magengrummeleien. Kochen kann er beinahe genauso gut, wie er liebevoll die Innerein der MARLIN pflegen, wie jetzt in diesem Moment, da er schweißüberströmt im Motorraum eine Wartung durchführt. Ich werde ihn gleich mal fragen ob er einen Aufguss haben möchte :op

So eine Überfahrt, ist für mich jedenfalls, immer etwas besonderes. Ich habe zwar schon an die 10 solcher Fahrten hinter mir, nicht ganz so lang, aber immerhin. Die ersten zwei Tage sind die schwersten, bis man sich an den Wachrythmus gewöhnt hat und nicht mehr aus dem Schlaf aufschreckt, weil man denkt Verschlafen zu haben. Dieses mal ist es aber etwas anders, da wir nur zu viert sind, plus Skipper im Standby, und man deshalb auch nur 4 Stunden Schlaf am Stück hat. Aber ich mag dieses Gefühl eigentlich sehr, man ist dauerhaft nicht ganz wach, schläft aber auch nicht wirklich tief und träumt sehr viel, da die Tiefschlafphase fehlt. Es fühlt sich an wie im Dauerdilirium, andere nehmen dafür Drogen. An seine Grenzen kommt man aber eigentlich nur im Moment des Geweckt werdens, in dem man sich ernsthaft fragt, warum man sich das eigentlich antut und dann auch noch Geld dafür bezahlt. Segler sind doch schon ein verrücktes Volk.

Für mich etwas sehr schönes ist auch, endlich wieder einmal auf einem Eignerschiff mitzufahren, so viel gemütlicher und vertrauter ist es doch, als auf einer Charteryacht. Da bewundere ich den Micha sehr, das er in manchen Situationen so gelassen bleibt, selbst wenn sein geliebter Löffel zum hundertsten mal in der Besteckschublade landet, statt an seinem angestammten Platz. Auch ein zerschellter Teller, lässt ihn nur müde mit der Augenbraue zucken. Diese beinahe stoische Ruhe ist schon bewunderswert, denn schließlich ist es ja sein zu Hause. Ich lerne gerade vom Skipper -tief durchatmen und lächeln. Aber natürlich lerne ich nicht nur das, sondern auch die Eigenheiten der MARLIN kennen, sie zu steuern und Manöver zu fahren. Ich fühle mich sehr wohl hier auf der MARLIN.

Geschrieben von Iris/ Siri, selbst Bloggerin und Weltenseglerin

Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 50 Atlantiküberquerung Kapverden – Karibik 15.12.18 – 11.01.19
Danach geht es in der Karibik weiter. Im März im Antillenbogen nach Guadeloupe und im Mai zu den Bermudas und über den Atlantik zu den Azoren. Na? Lust mit zu segeln und den Platz schon mal zu reservieren?

Mensch wir freuen uns auf auf dich, der die du mitsegeln willst. Buche Deinen Platz hier: www.marlin-expeditions.com






  • 22:00:00
  • 07.11.2018
  • 20°07.7800'N, 021°28.7000’W
  • 260°/ 7,0kn
  • Atlantic
  • Sal, Cabo Verde Islands
  • 1014,0/23°C
  • 5bft/NE
  • 2-3m

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