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Fischattacke

Fischattacke

16:43 Wir motoren seit heute morgen um 5:00. Wind wech. Nur Welle, die Segel schlagen, der Skipper hat schlechte Laune. Das Übliche...

Wir sitzen in der Plicht und ich vergleiche gerade die Stimmung auf der LADY mit der, zwei Stunden vor Landung, bei einem Transatlantikflug. Es gibt nix mehr zu essen, dein Nachbar schnarcht, die Stewardessen sehen auch nicht mehr so toll aus und an der Leinwand läuft nur noch die Grafik mit dem Flugzeug über der Landkarte, aktuelle Geschwindigkeit und der übliche Müll.

Da macht es Click! Die Leine, die erste der dreien, die wir hinter uns herziehen schlägt an. Goldmakrele grunzt Natale sofort. Ich brüll >>Mist!<<, weil ich denke, die hat sich losgemacht, aber sie ist nur brav und schwimmt mit. Da klackt die zweite Wäscheklammer, die wir als Fischfanganzeigen benutzen. Ich ziehe eine große Spanish Makrel an Backbord rein. Natale die Goldmakrele an Steuerbord. Kaum ist unser Proviant für die nächsten Tage an Deck gelandet, biegt sich die Rute auch noch. Ich ziehe noch eine Spanish Makrel ran, aber diese verflüchtigt sich wirklich. Na, wir wollen nicht meckern. Der Kühlschrank ist randvoll mit bestem Speisefisch. In der Heckwelle der LADY schwimmen zwei Grauhaie, warten wohl auf die Reste, daneben eine ganze Schule, bestimmt 50 Fische, keine Ahnung. So was haben wir noch nie gesehen. Ob das eine Gang ist? Bestimmt ein paar Minuten dauert es bis sich die Versammlung auflöst.

Inzwischen haben wir den Wind und die Stroemung gefunden. Die Autobahnauffahrt Inhaca liegt 100 Meilen vor unserer Nase. Da gibt es dann 2-3 Knoten Strömung nach Richards Bay.

06:59 Eine Nacht und gut 70 Seemeilen weiter, scheint auf und ueber der Iron Lady die Sonne. Der Wind hat stark nachgelassen, aber da der Tank wieder voll mit Diesel ist, faellt die Ueberlegung nicht schwer, ob wir den Motor zur Unterstuetzung mitlaufen lassen. Gemuetliches Tuckern von Johann bei 1200 Touren, ein bisschen Lage durch die Genua, so laesst es sich aushalten.
Gleich kommt das Wetter, das ist immer spannend. Ein naechster SW wird schon erwartet, nicht lange, nicht stark, aber die Frage ist, schaffen wir es in einem Rutsch bis Richardsbay, oder muessen wir uns noch mal fuer eine Nacht verkriechen. Aber eines ist klar fuer uns, nachdem wir gestern diese Restwellenberge gesehen haben, einen Suedwest auf See brauchen wir nicht, da halten wir lieber noch mal an! ;-)



  • 06:59
  • 09.11.2006
  • 24°57.08S, 035°23.84E
  • Mozambique Channel
  • Richards Bay/Süd Afrika
  • 24°C
  • 2 E
  • 1-2

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